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24896 Rezensionen zu 17067 Alben von 6651 Bands.
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Broekhuis, Keller & Schönwälder

Green

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Manikin Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bas Broekhuis Analog & Digital Synthesizers, Sequencer, Drums, Percussion
Detlef Keller Analog & Virtual Analog Synthesizer and Sequencers
Mario Schönwälder Analog & Virtual Analog Synthesizer, Computer & Sequencer

Gastmusiker

Raughi Ebert Acoustic & Electric Guitar (Track 3)
Thomas Kagerman Flute, Violin (Track 3)

Tracklist

Disc 1
1. Green One 24:59
2. Green Two 18:14
3. Green Three 10:36
4. Green Four 16:36
5. Yellow is not Green 4:56
Gesamtlaufzeit75:21


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Vielleicht inspiriert von ihrem einstigen Berliner Kollegen Conrad Schnitzler (der zwar in Düsseldorf geboren wurde, aber die meiste Zeit seines Lebens wohl in Berlin verbracht hat) haben Broekhuis, Keller & Schönwälder (gut, auch Bas Broekhuis und Detlef Keller stammen nicht aus Berlin, aber nehmen wir es mal nicht so genau) in der zweiten Hälfte des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends einen Farbenzyklus begonnen. Das 2007 erschienene "Orange" war das erste Album der Reihe, dem inzwischen die Alben "Blue" (2009) und "Red" (2012) gefolgt sind. Dazu kam im Jahre 2014 die EP "Direction Green". Logischerweise konnte darauf nur das Album "Green" folgen, welches im Frühsommer 2015 veröffentlicht wurde und im Zentrum dieser Rezension steht.

Wie bei den anderen Alben des Zyklus wurde auch das auf "Green" zu hörende Material aus Liveaufnahmen, Probenmitschnitten und Studioaufnahmen zusammen gebastelt. In diesem Falle handelt es sich vornehmlich um Rehearsals und zwei Konzertaufnahmen aus der Dorfkirche Repelen (offenbar der bevorzugte Auftrittsort des Trios) vom März 2015.

Natürlich sind die auf "Green" zu hörenden Klänge - wie die meisten Aufnahmen aus dem Hause Manikin - in der Berliner Elektronikschule der mittleren 70er Jahre des letzten Jahrhunderts verwurzelt. Ausladende elektronische Tongemenge bestimmen die Musik, schwebende Klangbögen, auf- und absteigende Tonwellen, mächtige Soundwogen und sonore Bassflächen, die immer wieder durch dahin tackernde Sequenzermuster voran getrieben werden und mit weiterem elektronischem Zirpen, Zischen und Flüstern, düsterem Dröhnen, kosmischem Hallen, spacigem Schweben, schrägen Tongemengen und allerlei Melltronartigem angereichert und mit diversen melodieführenden Linien verziert wurden. Dazu bedient Bas Broekhuis einiges an Perkussion. Erzeugnisse "echter" Trommeln und auch dezente elektronische Rhythmusmuster durchziehen daher immer mal wieder die Stücke, oft gepaart mit entsprechenden Sequenzerlinien. Stumpfsinnige Ums-Ums-Muster werden dabei aber vermieden.

Diese rhythmische Komponente trägt dazu bei die Musik in die Moderne zu transportieren, wozu auch einige eher freiformatige Klanggemälde und fast ambientartige Momente beitragen, und gibt dem Ganzen einen eigenen Charakter. Ansonsten bewegt sich der Farbenzyklus in den von der Berliner Schule abgesteckten typischen Klanggefilden, bereichert dieselben aber sehr dicht, vielschichtig und farbig. Der Rezensent muss jedenfalls konstatieren, dass die in den Projekten um Mario Schönwälder bisher entstandenen Retroelektronikklänge zu den besten rezenten klanglichen Hervorbringungen in der Berliner Tradition gehören - auch in soundtechnischer Hinsicht.

Im Vergleich zu den Vorgängeralben geht es dem Titel entsprechend auf "Green" vielleicht etwas irdischer und naturverbundener zu, sind doch zumindest in "Green Three" ein paar "normale" Instrumente zu hören (Gitarren, Flöte, Violine), wenn auch nicht sehr klangprägend. Dazu kommen auch in den anderen Stücken immer mal wieder hallend-kernige Piano- bzw. E-Pianotöne. Höhepunkt des Albums ist für mich das vierte Stück. "Green Four" gleitet ausgesprochen mächtig, voluminös und angedüstert aus den Boxen, ehe sich sehr vielschichtige, hektische, bisweilen fast aggressive Sequenzergemenge nach Vorne arbeiten, ohne dass die Musik dabei ihren hymnisch-allumfassenden Charakter verliert. Beeindruckend!

Wie immer bei den bisherigen CDs der Reihe wird im letzten Stück der Titel des nächsten Farbenalbums genannt. Jetzt ist also Gelb dran. Ich freu mich drauf!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.7.2015
Letzte Änderung: 3.10.2015
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Broekhuis, Keller & Schönwälder

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2002 Wolfsburg 11.00 1
2007 Orange 11.00 1
2008 Live @ Dorfkirche Repelen 2 11.00 1
2009 Blue 10.00 1
2012 Red 12.00 1
2014 Direction Green 10.00 1
2017 Red Live @ USA 12.00 1
2017 Yellow 11.00 1
2018 Repelen Revisited 10.00 1

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