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Grobschnitt

The History of Solar Music Vol. 1

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002 (Aufnahmen von 1974, 1978, 1979)
Besonderheiten/Stil: Krautrock; Psychedelic; Spacerock
Label: Wolkenreise
Durchschnittswertung: 12/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Gerd Kühn Gitarren
Joachim Ehrig Drums & Percussion
Stefan Danielak Gitarren & Vocals
Volker Kahrs Keyboards
Wolfgang Jäger Bass (1978 & 1979)
Rainer Loskand Vocals (nur 1979)
Bernhard Uhlemann Bass (nur 1974)

Tracklist

Disc 1
1. Banana Boat Song 2:23
2. I Walk The Line 1:13
3. Solar Music Warburg 1978 65:44
Gesamtlaufzeit69:20
Disc 2
1. Solar Music Münster 1979 28:23
2. Merry-Go-Round 8:32
3. Solar Music Studio 1974 33:27
Gesamtlaufzeit70:22


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 1 von 3)


Große Geschichte. Ehrlich. Grobschnitt gehörte mit Sicherheit zu den populärsten deutschen Prog- Bands im Lande, ihre Live-Auftritte waren berühmt-berüchtigt, ihr berühmtestes und bestes Stück, das stets den Höhepunkt ihrer Konzerte markierte, war "Solar Music", ein Stück, dass in der Band-Historie zahlreiche Wandlungen erfahren hat und stets als "Stand der Dinge" bei Grobschnitt gewertet werden konnte, vom "Suntrip" Ende der 60er bis hin zum "Sonnentanz" Ende der 80er Jahre.

"Solar Music" bestand größtenteils aus Improvisationen, die über einige feststehende Versatzstücke gewoben wurden und so unterschiedlich die Versionen im Einzelnen auch sein mochten, der Grundcharakter des Stücks blieb erhalten, war stets wiedererkennbar. Grobschnitt nahm sich bei "Solar Music" alle Zeit der Welt, so waren Versionen von 60 Minuten keine Seltenheit (auf CD 1 befindet sich solch eine Mega-Version aus dem Jahre 1978). "Solar Music" hat einen stark psychedelischen Charakter: Die sich nur langsam entwickelnden Improvisationen wirken hypnotisch und man kann davon ausgehen, dass "Solar Music" seinerzeit im wahrsten Sinne des Wortes 'berauschend' auf das Publikum wirkte. Dabei fallen vor allem die ausufernden Gitarrenimprovs auf, die herrlich unaufgeregt klingen und stets mit viel Humor und der einen oder anderen Überraschung aufwarten konnten (und bisweilen einen Hauch von Yes oder Pink Floyd haben); die Keyboards halten sich zumeist im Hintergrund zurück; Prunkstück ist aber stets die Rhythmus-Sektion, v.a. Erke Eroc an den Drums steigert sich im Stück kontinuierlich und trägt wohl am meisten zum bereits erwähntem hypnotisch-psychedelischen Charakter bei.

"Solar Music" ist, nicht nur wegen seiner vielen verschiedenen Varianten, ein Stück, dass nur schwer in Worten zu beschreiben ist, dafür ist seine Wirkung viel zu subtil. Hört man sich aber heute, über 20 bzw. 25 Jahre danach diese Aufnahmen an, so wird schnell klar, warum diese Band vor allen mit ihren Live- Performances einen solchen Kultcharakter erlangen konnte.

Erocs digitale Restaurierung der Bänder ist vorzüglich gelungen, kaum zu glauben, dass es sich hierbei um Aufnahmen handelt, die lange in Archiven lagen. Sie klingen frisch und transparent, so als ob sie mit den heutigen technischen Möglichkeiten aufgenommen wurden. Mit dem ersten Teil der auf drei Teile angelegten "Solar Music" Serie, erhält der Fan (jener, der diese spektakuläre Band erleben durfte und auch jener, der leider die Band erst posthum kennen gelernt hat) eine kompetente, klanglich und musikalisch überragende Einführung in den Klangkosmos der Band Grobschnitt. Das reich bebilderte und ausführliche Booklet (das sooo witzig geschrieben ist, wie ich es schon lange nicht mehr gelesen habe) bringt eine Menge Informationen rund um die Band und ihr liebstes Kind. Ein rundum gelungenes Projekt, bei dem man sich schon jetzt auf die folgenden Teile freuen kann.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.7.2002
Letzte Änderung: 5.7.2002
Wertung: 12/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 3)


Wie kaum ein anderes Stück dokumentiert "Solar Music" die musikalische Entwicklung von Grobschnitt, einer Band, die ihre Fans auch heute noch, nicht zu Unrecht, als "beste deutsche Rockgruppe aller Zeiten" bezeichnen. Von 1968, damals noch unter dem Bandnamen Crew und als "Suntrip" benannt, bis 1988 war "Solar Music", mit wechselnden Namen wie "Powerplay" oder "Sonnentanz" und wechselndem Charakter, ein fester Bestandteil eines jeden Grobschnitt Konzertes. Es bot der Band die Möglichkeit, in ausschweifenden Improvisationen immer neue Facetten herauszuarbeiten und war natürlich auch jenes Stück, was für die berühmt-berüchtigte optische Bühnenshow der Band aus Hagen ein perfektes Fundament bot.

Nachdem Eroc bereits mit der Grobschnitt Story 1 und 2 einen umfassenden Überblick über die Faszination der Musik, aber auch der wohl einmalig abgedrehten Bühnenshow der Band bot, hat er sich nun des Phänomens "Solar Music" angenommen. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob es Sinn macht, nachdem es ja bereits "Solar Music Live" auf offiziellem Tonträger gibt, nochmals dieses Werk gleich mehrfach zu veröffentlichen. Die Antwort lautet eindeutig und ohne Umschweife "JA". Die Soundqualität ist hervorragend, der Liveeindruck vor dem inneren Auge fast greifbar. Und auch wenn dieses Album und die noch folgenden hauptsächlich auf reges Interesse bei den Fans stoßen werden, so kann man doch dieses grandiose Stück deutscher Rockmusik zweifellos jedem nur wärmstens empfehlen.

"The history of Solar Music 1" enthält drei Versionen von "Solar Music". Da wäre zum ersten die komplette erste CD, mit einer 1978 in Warburg aufgenommen über 54-minütige Version, die schon aus dem zeitlichen Kontext sehr nahe an die 78er Veröffentlichung "Solar Music Live" angelehnt ist. Jedoch gibt es kleinere Unterschiede, die beim genauen Hinhören entdeckt werden können, wie z.B. das gewollte oder zufällige Wiederkehren einiger Takte von "Oh well" von Fleetwood Mac oder "Waiting" von Santana. Die zweite CD wurde ein Jahr später in Münster mitgeschnitten und präsentiert eine gekürzte und auch inhaltlich fast völlig gewandelte rund 27-minütige Version, die deutlich macht, wie Grobschnitt ständig an "Solar Music" weiterarbeiteten und es veränderten.

Zum guten Abschluss gibt es auch noch einen Alternativmix der Studioversion vom "Ballermann"-Album, der in dieser Transparenz leider nicht auf dem Original veröffentlicht wurde und zum ersten mal offenbart, dass - im Gegensatz zum etwas dumpf klingenden Original - auch im Studio einiges von der Magie dieses Kernstückes der Grobschnitt-Geschichte eingefangen wurde. Ein ausführliches Booklet mit liebevollen Erklärungen von Eroc runden dieses lohnenswerte Doppel-Pack ab.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.11.2004
Letzte Änderung: 21.11.2004
Wertung: 12/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 3 von 3)


GROBSCHNITT waren in meiner musikalischen Entwicklung eine "Randerscheinung". Ich hatte zu LP-Zeiten zwar "Ballermann" und "Solar Music- live" gekauft, später kamen noch "Rockpommels Land" und "Grobschnitt" auf CD hinzu, aber so richtig verfolgt hatte ich die Hagener Band nie, zumal sie auch nie in meiner Nähe spielten (zumindest soweit enfernt, das ich unmotorisierter Mensch aus einer Kleinstadt dort hinkam).

Nun höre ich mich durch die ganzen "History of Solar music"-Cds und muss EROC und Co aus tiefstem Herzen um Verzeihung bitten (falls er das hier mal liest). Was EROC hier beim Remastering geleistet hat, läßt die beiden früheren offiziellen Versionen einfach alt aussehen. Dieses Stück gehört zum Schönsten, was deutsche Musiker im klassischen Progbereich gemacht haben, dagegen klingen JANE und andere einfach langweilig. Allein die alternative Studiofassung zeigt, welchen dumpfen Sound damals der Produzent und Toningenieur verbrochen haben. Nun aber leuchtet Solar Music durchsichtig und druckvoll.

Auch die Liverversionen sind trotz dem Alter wirklich Klasse. Es macht unheimlich Spaß, die Unterschiede zu entdecken, die Lust, die die einzelnen Bandmitglieder beim Improvisieren hatten. Ist die erste Version noch irgendwie verspielt, zeigt schon die 1979-Ausgabe, wie straight GROBSCHNITT in Zukunft klingen werden. In Münster rockt das Stück mächtig, ohne an Detailfreude zu verlieren.

Also: Danke GROBSCHNITT und EROC im besonderen und dickes Sorry, dass ich Euch nicht schon zu Lebzeiten entdeckt hatte. Aber das hat schließlich nur mir "geschadet", kam ich doch somit nie in den Genuss, Euch mal live zu sehen. Es hätte sich mehr als gelohnt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.2.2005
Letzte Änderung: 20.2.2005
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Grobschnitt

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Grobschnitt 10.33 3
1974 Ballermann 11.33 4
1975 Jumbo 10.50 2
1977 Rockpommel's Land 10.50 4
1978 Solar Music Live 13.50 2
1979 Merry-Go-Round 9.00 1
1980 Volle Molle 8.00 1
1981 Illegal 8.00 2
1982 Razzia 6.00 3
1984 Kinder und Narren 1.00 1
1985 Sonnentanz 10.00 1
1987 Fantasten 1.50 2
1990 Last Party - Live 5.00 1
1994 Die Grobschnitt Story 11.00 1
1998 Die Grobschnitt Story 2 10.00 1
2002 The History of Solar Music Vol. 2 12.33 3
2002 The History of Solar Music Vol. 3 11.67 3
2003 The History of Solar Music Vol. 4 12.67 3
2003 Illegal Tour 1981 Complete 12.00 2
2004 The History of Solar Music Vol. 5 9.50 2
2004 Die Grobschnitt-Story 5 12.00 2
2006 Die Grobschnitt Story 6 - Rockpommel's Land And Elsewhere 12.00 2
2006 The International Story 12.00 1
2007 Grobschnitt Live (1/2007) 11.00 1
2007 Grobschnitt Live (2/2007) 10.00 1
2008 2008 Live 9.00 1
2008 Grobschnitt Live (1/2008) 12.00 1
2010 Die Grobschnitt Story 0 10.00 1
2010 2010 Live 11.00 1
2013 Symphony Live 2012 10.00 1
2015 79:10 14.00 1
2016 Solar Movie 13.00 1

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