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Between the Buried and Me

Coma Ecliptic

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: Mathrock; Metal; Progmetal
Label: Metal Blade
Durchschnittswertung: 13/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Dan Briggs bass, piano
Blake Richardson drums, percussion
Tommy Rogers vocals, keyboards
Paul Waggoner guitar
Dustie Waring guitar

Tracklist

Disc 1
1. Node 3:32
2. The Coma Machine 7:36
3. Dim Ignition 2:16
4. Famine Wolf 6:51
5. King Redeem / Queen Serene 6:59
6. Turn on the Darkness 8:27
7. The Ectopic Stroll 7:03
8. Rapid Calm 8:00
9. Memory Palace 9:54
10. Option Oblivion 4:22
11. Life in Velvet 3:39
Gesamtlaufzeit68:39


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Drei Jahre nach dem Überflieger „The Parallax II: Future Sequence“ (fast mein Album des Jahres 2012, aber da war halt noch das „Einhorn“) legen Between the Buried and Me den Nachfolger „Coma Ecliptic“ vor. Nicht weniger als eine Rockoper soll es sein, die Einflüsse von „Quadrophenia“ bis Strawinski verarbeitet. Ein echtes Konzeptalbum in klassischer Progressive-Rock-Tradition. Gut, dass sich manches von diesen Sprüchen als Marketing-Geklingel erweist.

Ein Konzeptalbum ist es. Die Story dreht sich um einen Mann im Koma, der mit Stationen seines bisherigen Lebens konfrontiert wird und dann immer Entscheidungen für die eine oder andere Richtung bzw. das Weiterleben an sich treffen muss. Bevor er dann die Perfektion erreicht, passiert... das will ich nicht verraten. Wer jetzt an Ayreon – The Human Equation denkt, soweit weg ist man hier inhaltlich nicht. Musikalisch natürlich schon.

Between the Buried and Me ziehen wieder alle Register. Musiker, die ihr technisches Können in den Dienst ihrer Musik stellen und damit hoch komplexe, vertrackte Stücke voller Ecken, Kanten, Widerhaken und eigenwilligen Wendungen schaffen. Da bleibt sich das Quintett treu. Metal, Hardcore, Progmetal, Mathrock, Jazzrock und Momente sinfonischen Progressive Rocks werden wild durcheinander gemischt, ohne das dabei Stückwerk oder überladene Songs entstehen. Die Musik von Between the Buried and Me wirkt sogar immer erstaunlich kontrolliert und strukturiert. Aber eine wilde Instrumental-Abfahrt jagt die nächste. Die erste Hälfte des Albums geht dabei nahezu fließend ineinander über, so dass der Hörer förmlich in den musikalischen Strom hineingezogen und mitgerissen wird. Grandios der ruhige Einstieg, der auch in ein Steven Wilson-Opus führen könnte, und die anschließende Steigerung in immer kraftvoll-wildere Gefilde.

Aber Between the Buried and Me wären nicht sie selbst, wenn sie nicht auch Neuland in ihre Musik integrieren. So gibt des mit „Dim Ignition“ ein elektronisch geprägtes Stück. Und mit „The Ecotropic Stroll“ einen kaum in Worte zu fassenden, äh, Progmetal-Boogie Woogie. Wahnwitz, unorthodoxe Songstrukturen, abgedrehte Wendungen sind eben Programm. Aber auch erstaunlich anrührende Melodien und ein Vielzahl hochmelodischer Soli, die ich so bisher nicht im Klangkosmos von Between the Buried and Me wahrgenommen habe.

Auch Sänger Tommy Rogers entwickelt sich immer noch weiter und beeindruckt mit einer weiten stilistischen Bandbreite zwischen Klargesang, harschen Einlagen und musicalhaften Passagen, die ein wenig an Daniel Gildenlöw erinnern. Natürlich gibt es immer noch gelegentlich entmenschtes Gebrüll, aber weniger als früher und eben an den Stellen, wo es halt passt. Weil viel Geschichte zu erzählen ist, wird auch viel gesungen. Fast ein bisschen zuviel, aber wie gesagt Rogers ist auf dem Weg sich als einer der Progmetal-Sänger zu etablieren und da passt das dann schon.

„Coma Ecliptic“ ist sicherlich ein würdiger Nachfolger von „The Parallax II: Future Sequence“. Ob's besser ist? Schwierig zu sagen, auf jeden Fall ein weiterer Höhepunkt in der an Höhepunkten reichen Diskografie der Amerikaner. „The Parallax II: Future Sequence“ war heftiger, ein monolithischerer Brocken, schwer verdaulich. Dagegen ist „Coma Ecliptic“ zugänglicher, nicht so schroff und brutal. Die Vertracktheiten sind filigraner eingearbeitet. Ich habe schon Stimmen gelesen, die von einer „Dreamtheaterisierung“ sprechen. Ja, noch näher am Progmetal und Progressive Rock agieren Between the Buried and Me hier schon, aber so eigenständig und mit einer sympathischen Abgedrehtheit, dass man das eher als Lob sehen sollte.

Anspieltipp(s): Famine Wolf, The Ecotropic Stroll
Vergleichbar mit: moderner Progmetal, Periphery, Protest The Hero, Dream Theater entdecken Hardcore
Veröffentlicht am: 18.7.2015
Letzte Änderung: 19.7.2015
Wertung: 13/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Between the Buried and me sind eine der einfallreichsten und lebendigsten Progbands. Man kann hier natürlich alles Mögliche aufzählen, was die Amis auf ihrem Konzeptalbum „Coma Ecliptic“ kunstvoll miteinander verwoben haben. Und deutlich ist auch, dass da eine ganze Menge Power drinsteckt, neben „normalen“ progressiven Elementen auch nen guter Schuss Progmetal und dem Gefühl nach ne ordentliche Dosis Progressive Death Metal mit druckvollem Gegrowle. Ja, genau das Zeug, das Opeth früher mal so köstlich verabreicht haben, bevor sie auf den Retro-Trip gegangen sind. Bei BTBAM gibt‘s da noch die volle Ladung!

Man kann die Jungs aber nicht in eine Schublade packen. Zumindest auf „Coma Ecliptic“ wüsste ich nicht in welche. Da ist eine solche proggige Vielfalt drin, die der Kollege Kohlruß - einst babyblauer Vorzugsrezensent der Band - so eindringlich beschrieben hat. Auch nach meinem Eindruck ist das Album bei aller Vertracktheit doch für den geneigten Proggie sehr gut „verdaulich“. Und es macht Spaß, den vielfältigen Schlenkern der Band zu folgen. Natürlich ist es immer auch wieder heftig, aber eben nur phasenweise. Der Gesamtkosmos von BTBAM funkelt, irrlichtert. Beeindruckend!

Anspieltipp(s): Famine Wolf, Turn on the Darkness
Vergleichbar mit: Opeth und Dream Theater in besseren Tagen... und auch Pain of Salvation
Veröffentlicht am: 30.1.2018
Letzte Änderung: 30.1.2018
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Between the Buried and Me

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Colors 12.00 1
2009 The Great Misdirect 13.00 1
2011 The Parallax: Hypersleep Dialogues 12.00 1
2012 The Parallax II: Future Sequence 14.00 1
2018 Automata I 11.00 1

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