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Agusa

Två

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: instrumental; RetroProg
Label: Laser's Edge
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jonas Berge Orgel
Tobias Petterson Bass
Jenny Puertas Flöte
Tim Wallander Schlagzeug
Mikael Ödesjö Gitarre

Tracklist

Disc 1
1. Gånglåt Från Vintergatan 20:22
2. Kung Bores Dans 18:17
Gesamtlaufzeit38:39


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Knapp anderthalb Jahre nach ihrem Erstling Högtid gehen die schwedischen Retroprogger Agusa erneut an den Start mit dem passend betitelten Album Två, was einfach das schwedische Wort für „zwei“ ist. Die Besetzung hat sich geringfügig verändert, das Schlagzeug wurde neu besetzt, dazu hat man sich um Jenny Puertas an der Flöte zum Quintett erweitert. Auf den Gesamtsound hat dies freilich keine großen Auswirkungen, in der musikalischen Feinjustierung gibt dagegen einige Veränderungen.

Schon beim Blick auf die Tracklist dürfte manchem Prog-Liebhaber das Wasser in den Ohren zusammenlaufen: nur zwei Stücke mit jeweils um die 20 Minuten Spielzeit. Und die bieten wieder den schwelgerischen, orgellastigen Retroprog, den Agusa auch auf Högtid im Programm hatten, der seine Inspiration nicht so sehr in der Hochzeit als vielmehr in der Frühzeit des Genres, den frühen 70ern, findet. Die Atmosphäre der - bis auf ein wenig textlosen Gesang - komplett instrumentalen Musik hat sich dabei jedoch ziemlich verändert, sie wirkt melancholisch, bisweilen sogar etwas introvertiert. Passend dazu ist das Tempo deutlich verhaltener. Vor allem im ersten Stück wird dies deutlich, während Kung Bores Dans („Kung Bore“ ist die Personifikation des Winters, die auch schon Änglagård zu einem Stück inspirierte) zumindest in einigen Passagen flotter gehalten ist.

Die Gitarre tritt oft in den Hintergrund, beschränkt sich dann auf sanfte Akkorde, legt nur selten mal ein Solo hin; erst im zweiten Stück kommt sie mehr zum Zuge. Klar dominierend ist durchweg die Orgel, jedoch nicht mit wilden Eskapaden à la Keith Emerson, sondern mit elegischen, dennoch kräftigen Klangschleifen, die gelegentlich auch ordentlich röhren können. Die Flöte liefert dazu eine hübsche neue Klangfarbe. Oft hat die Musik dazu einen folkloristischen Einschlag (das im ersten Stück vorkommende Wort Gånglåt bezeichnet eine Art schwedischer Volksmusik; Vintergatan ist dagegen nicht etwa ein Wintergarten, sondern die Milchstraße). Manchmal ist da die Musik von Bo Hansson nicht fern, wobei Agusa insgesamt ausgefeilter agieren.

Den Schweden ist mit ihrem zweiten Album ein würdiger Nachfolger von Högtid gelungen, der mir sogar noch etwas besser gefällt, da er mir insgesamt „runder“ erscheint. Nicht unbedingt das richtige Album für Krummtaktfetischisten und Frickelfanatiker, aber ein schönes Beispiel für Retroprog abseits der üblichen Klischees.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.8.2015
Letzte Änderung: 11.8.2015
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Agusa

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 Högtid 10.00 1
2017 Agusa 11.00 1

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