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Metaphor

Starfooted

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; RetroProg
Label: Galileo Records
Durchschnittswertung: 10/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Bob Koehler Drums & Percussion
John Mabry Vocals, Acoustic Guitar
Jim Post Bass, Bass Pedals
Malcolm Smith Electric & Acoustic Guitars
Marc Spooner Bells & Whistles

Tracklist

Disc 1
1. Ladder From the Sky 6:54
2. Chaos With a Crown of Gold 6:00
3. Starfooted in a Garden of Cans 15:07
4. The Illusion of Flesh 2:08
5. In the Cave 9:13
6. Seed 10:10
7. The Bridal Chamber 2:42
8. Don't Sleep 9:00
9. Battle of the Archons 10:24
10. Assumption 2:19
Gesamtlaufzeit73:57


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 1 von 3)


Die amerikanische Formation Metaphor (http://www.metaphor.org), bisher nur als Genesis (-classic Ära) - Tribute-Band in Erscheinung getreten, legt mit dem Konzeptalbum "Starfooted" ihr Debüt auf dem ambitioniertem Schweizer Label Galileo (http://www.galileo-records.com) vor - und was für eins! Gleich von den ersten Takten ist klar, dass ihre musikalische Vergangenheit noch deutlich hörbar ist, doch anders als bei vielen langweiligen Plagiaten der klassischen Prog-Olympioniken, verfügen Metaphor über eigenen Charakter, über eine eigene Handschrift.

Die eindrucksvolle Stimme des Sängers John Mabry entführt sofort in die Klangwelt dieses Albums, verwickelt den Hörer sofort in die mystischen Sphären der Gnostiker, "Starfooted" als eine musikalische und gleichsam spirituelle Reise durch eine vergessene Theologie. Dabei (damit keine Mißverständnisse aufkommen) wollen uns die Amerikaner nicht etwa bekehren: Keiner von ihnen ist Gnostiker oder sympatisiert mit ihnen, sie stehen dieser Theologie sogar sehr kritisch gegenüber - sie wählen die Grundlagen dieser Theologie schlicht als Faden für eine Reise, eine Geschichte aus. Wer sich freiwillig mit solch komplexen philosophisch-theologischen Problemstellungen auseinandersetzen möchte, findet auf der Metaphor Homepage einige Links zum Thema Gnostik.

Doch auch ohne die ambitionierten Texte wirkt "Starfooted" auf den Hörer. Prägnant ist der Sound, der tatsächlich deutlich an die glorreichen Genesis-Zeiten erinnert, doch kompositorisch schreiben die Amerikaner ihre eigene Musik. Wie gesagt, sie verfügen über reichlich eigene Substanz und brauchen sich nicht bei den gebrauchten musikalischen Konzepten anderer zu bedienen. Die epischen Longtracks sind konzeptuell und musikalisch miteinander verbunden und offenbaren viele jener Zutaten, die den Prog erst musikalisch definiert haben: Mellotron- und Keyboard- Soundteppiche, komplexe und weitverzweigte Rhythmen, eine Gitarre, die deutlich den Einfluß von Steve Hackett verrät, generell viel Raum zur Entfaltung der musikalischen Qualitäten der Instrumentalisten.

"Starfooted" ist ein exquisites, niemals langatmiges oder gar langweiliges Album, das sich dem Hörer immer wieder neu erschließt und dass ihn (immer wieder) gefangen nimmt. Ein Werk, dass zur Exegese einlädt (irgendwie auch kein Wunder bei der Thematik) und bestimmt eine Scheibe, die höchsten musikalischen Genuß verschaffen kann. Progressive Rockmusik, wie man sie sich kaum besser vorstellen kann.

Anspieltipp(s): Ladder from the Sky, Don't Sleep
Vergleichbar mit: Genesis (Gabriel Ära), ein bisschen Gentle Giant
Veröffentlicht am: 5.7.2002
Letzte Änderung: 5.7.2002
Wertung: 11/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 3)


Manchmal tut man sich schwer mit einigen Alben. Die wollen einfach nicht zünden. Ein erfolgreiches Rezept dafür ist meistens: Erstmal beiseite legen und eine Woche ruhen lassen. Dann wieder hören. meistens klappt das. Bei mir klappte das im Falle Metaphor nicht. ich kann keine Beziehung zu deren Musik aufbauen. Und das geht nun schon Wochen so.

Dabei ist die Musik nicht schlecht gemacht, klar produziert und erinnert in vielen Phasen an die frühen Genesis. Eigentlich wären das alleine schon Garanten für ein gutes Review. Im Falle Metaphor kann ich das jedoch nicht sagen. Allein die Ähnlichkeit zu Genesis finde ich schon fast unverschämt. Da bedient man sich phasenweise wie im Supermarkt. Da höre ich lieber die Originale. Mir fehlt in den Songs irgendwie dieser gewisse Kick. Da sind tolle Breaks, da sind tolle Instrumentalpassagen, doch stellenweise klingt das für mich so aufgedrängt. Jeder Song für sich kann tolle Momente vorweisen, aber in der Gesamtheit fehlt es an Ausdruck. Wäre diese CD ein Reifen, so würde ich von einer Unwucht sprechen - es läuft eben nicht ganz rund.

Ich werde hier nicht noch mehr vom Stapel lassen. Ich kann mit dem Album (noch) nicht viel anfangen und auch nach mehrmaligem Hören zündets nicht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.8.2002
Letzte Änderung: 30.1.2004
Wertung: 8/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 3 von 3)


Metaphor beschreiben sich auf ihrer eigenen Website als die am meisten unterschätzte Progband der Welt. Und wenn man sich hier auf den BBS so umsieht - die Kollegen haben teils 7 Punkte, 6 Punkte, 4 Punkte vergeben - dann könnte das stimmen. Oder die Kollegen haben Recht, das haben sie nämlich meistens.

Also mal reinhören. Drauf gekommen bin ich über den Metaphor-Gitarristen Malcolm Smith, der hat nämlich 2014 mit "We were here" ein ganz hervorragendes Solo-Album aufgenommen, das ich jedem Fan von so urgesteinigem Retroprog nur wärmstens ans Herz legen kann. Diese Musik wird derzeit ja von Steven-Wilson und seinen vielen Loudness-War-Freunden marginalisiert - aber es gibt ihn noch, den klassischen, handgemachten Retroprog. Malcolm Smith macht ihn, und Metaphor machen ihn auch.

Okay, okay, das hier ist ein Genesis-Derivat. Aber ich bin ja in der Minderheit, wenn mir sowas im Vorhinein Bauchschmerzen bereitet. Denn die meisten Retroprog-Fans dürften Genesis-Fans sein, und damit kein Problem haben, im Gegenteil. Ich dagegen mag die zwar ganz gern, meine Lieblingsband sind sie aber nicht. Mein Lieblingsalbum ist "Duke" - damit dürfte ich mich wohl in ausreichendem Maße disqualifiziert haben.

Aber zurück zu Metaphor. Yep, die klingen passagenweise exakt wie Genesis (zur Referenz: "Starfooted in a Garden of Cans", ab 1:25), das ist schon krass. Na, sind ja auch als Genesis-Coverband gestartet. Aber sie sind es nicht geblieben. Das ist gut so - und auch ihre Genesis-Einflüsse sind ja sehr leicht zu mögen. Denn Metaphor sind vor allem eins: kompetent. Sie gehen mit diesem und allen anderen ihrer Einflüsse souverän um, und münzen sie um zu ihrem eigenen Stil. Und das ist das ausschlaggebende Qualitätsmerkmal im Retroprog. Retro ja, ordentlich, aber bitte nicht zu eklektisch.

Und wo "Starfooted in a Garden of Cans" sich sehr nah, zu nah am Vorbild Genesis bewegt, da ist z. B. "Battle of the Archons" angenehm weit davon entfernt. Metaphor verbinden hier Karibisches (das gab's bei Genesis nun wirklich nicht) mit schrägen Tönen, ja bisweilen sogar dissonanten, und das ist wirklich klasse gemacht. Die Jungs verstehen ihr Handwerk.

Na, sagen wir, das Album könnte etwas professioneller klingen. Ab und zu hört man mal so kleine Missgriffe - aber ich bin der letzte, der Musikern vorwerfen würde, kein Geld für eine aufwändige Produktion zu haben. Auf die Musik kommt es an, nicht auf die Produktion, jedenfalls wenn man ein Fünkchen soziales Verständnis für den arbeitenden Musiker aufbringen kann. Es sei trotzdem erwähnt - aber nicht ohne gleich dazuzusagen, dass man diese Stellen wirklich kaum bemerkt.

Was soll ich sagen! "Starfooted" ist eine tolle Scheibe, in die Fans des klassischen Progs, Retroprogger und Genesis-Fans unbedingt mal reingehört haben sollten. Da wartet eine kleine Überraschung auf Euch!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.3.2018
Letzte Änderung: 16.4.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Metaphor

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 Entertaining Thanatos 9.00 5
2007 The Sparrow 7.33 3

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