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Sammal

Myrskyvaroitus

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: HardRock; Jazzrock / Fusion; RetroProg
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Janu Kiviniemi Gesang, Percussion
Jura Salmi Gitarre, Keyboards
Juhani Laine Keyboards, Gitarre
Lasse Ilano Bass
Tuomas Karivaara Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Stormvarning 5:19
2. Järjen ohimarssi 6:34
3. Samaan arkeen 3:58
4. Kohtaus yön vyöllä 2:35
5. Muurahaisen päiväuni 6:36
6. Aika on alkamassa 7:28
7. Sulle haavan tein 4:42
8. Kohti pintaa 1:15
9. Herätkää! 10:05
Gesamtlaufzeit48:32


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Ja, auch Sammal aus Turku sind retro. Aber, jetzt mal kurz nachgedacht: Wofür stand Skandinavien in den 70er Jahren eigentlich im Prog-Umfeld? Ha: Nicht etwa für den melancholisch-schwelgerischen Herbstprog, mit dem sie seit Änglagård und den Flower Kings alle hausieren gehen, sondern vornehmlich für Jazzrock (siehe etwa Burnin Red Ivanhoe, Made In Sweden, Secret Oyster, Wigwam, Tasavallan Presidentti) und vielleicht noch für Hardprog (Trettioåriga Kriget, Råg i Ryggen, Junipher Greene). Genau das sind dann wohl die Vergleiche, die man ziehen sollte, wenn man "Myrskyvaroitus", das Zweitwerk der Finnen, eingehender betrachtet.

Entsprechend ist die ganze Musik hier dann geprägt von groove-lastiger Rhythmik ohne großartige Wechsel, jazzigen E-Piano-Riffs und längeren Jam-artigen Exkursen einerseits und kratzigen Früh-70er-Riffs im Nachhall von Jimi Hendrix und bluesigem Gesang auf der anderen Seite. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel hierfür ist "Järjen ohimarssi", das mit dem letztgenannten Hardrock anfängt und endet, zwischendrin allerdings im Stile der frühen Hidria-Spacefolk-Alben ziemlich vergnüglich drauflosjazzrockt. Später wiederum schafft "Aika on alkamassa" mühelos den Übergang von einer etwas an Kiss' "I Was Made For Lovin' You" knapsenden Hardrock-Nummer in diese Sphären, und auch "Muurahaisen päiväuni" mit seiner Kombination aus Prä-Black-Sabbath-Riffs, Offbeat-Stolperfallen und Goblin-Keyboards hat definitiv etwas für sich.

Ganz so geschickt austariert sind allerdings nicht alle der Stücke auf "Myrskyvaroitus". So ist "Samaan arkeen" ein recht monotoner Rocker, der um ein einzelnes Orgelmotiv herum aufgebaut ist und nur aus einer Handvoll Harmonien zu bestehen scheint. "Kohtaus yön vyöllä" und "Kohti pintaa" wiederum haben etwas skizzenhaftes an sich, was natürlich bei den jeweiligen Spielzeiten auch kein Wunder ist. Dem an sich ganz netten "Sulle haavan tein", das ansonsten schön die Balance zwischen Bar-Jazz und Wishbone-Ash-Verehrung hält, haftet dagegen ein bisschen der Makel an, dass die Spuren teilweise ein bisschen auseinanderdriften - Sammal scheinen hier die Kontrolle zu verlieren, und das Liedchen leiert.

Auch das abschließende "Herätkää!" ist mehr ein aufgenommener Jam denn ein kompletter Song, wenn auch teils mit deutlichen Früh-Elektronik-Einflüssen versehen, und schafft es somit zum Ende von "Myrskyvaroitus" leider nicht, den sprichwörtlichen Deckel auf dieses Album zu machen. Das ist schade, denn einige Passagen hier können durchaus Druck aufbauen, und Sammal vergeben hiermit die Chance, ihre beschriebenen Stärken zu bündeln und sich mit einer definitiven, als verbindlich zu verstehenden Aussage Gehör zu verschaffen. Damit ist "Myrskyvaroitus" unterm Strich eine leicht überdurchschnittliche Angelegenheit, die zwar mit schönem Retrosound an die eingangs genannten Spezifika Skandinaviens erinnert, als Album jedoch noch in einigen Punkten krankt. Bleibt also zu hoffen, dass Sammal unverzagt weitermachen - immerhin erschien "Myrskyvaroitus" gerade mal ein Jahr nach dem selbstbetitelten Debütalbum.

Anspieltipp(s): Järjen ohimarssi, Muurahaisen päiväuni
Vergleichbar mit: Hardprog-Fusion wie bei den ganzen 70er-Bands da
Veröffentlicht am: 11.9.2015
Letzte Änderung: 11.9.2015
Wertung: 8/15
Schön zu hören, aber einige Songs sind eben etwas inkonsistent

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2018 Suuliekki 11.00 1

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