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The Enid

The Bridge Show - Live At Union Chapel

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: live; DVD; Klassikrock / Adaptionen; Klassischer Prog
Label: Operation Seraphim
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Joe Payne Vocals and Electric Wind Instrument
Jason Ducker Guitar
Robert John Godfrey Keyboards
Max Read Keyboards, Guitar and Vocoder
Dominic Tofield Drums
Dave Storey Drums and Orchestral Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Land Of Hope And Glory - "Eniland Can Take It" 2:02
2. One And The Many 9:58
3. "Welcome To Eniland" 0:28
4. Terra Firma 7:32
5. Earthborn 4:29
6. Witch Hunt 6:33
7. "Project Mars" 1:03
8. My Gravity - Malacandra 13:33
9. Dark Hydraulic - "Common Enemy" 14:55
Gesamtlaufzeit60:33
Disc 2
1. Wings 5:19
2. "A Sickness Of The Mind" 1:59
3. Something Wicked This Way Comes 10:18
4. Leviticus 6:22
5. Someone Shall Rise 5:21
6. Judgement Day 9:23
7. Shiva 9:00
8. Encore   (Mockingbird) 7:02
Gesamtlaufzeit54:44
Disc 3
1. Act One 60:42
2. Act Two 54:49
3. Bonus Feature: Touring The Bridge 21:35
Gesamtlaufzeit137:06


Rezensionen


Von: Thomas Schüßler @


Seitdem Robert John Godfrey (RJG) seine Band The Enid im Jahre 2010 mit verjüngter Mannschaft wieder ins Leben gerufen hat, überschlagen sich dort die Ereignisse. Drei Studioalben wurden seitdem eingespielt, ein viertes steht kurz vor der Veröffentlichung. Es gab eine Live-CD mit Orchesterbegleitung und jetzt, als neuestes Projekt, die "Bridge Show". Dieses wurde allerdings nicht von RJG ersonnen, sondern vom neuen Sänger Joe Payne konzipiert und zusammengestellt. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von seinen Bandkollegen Max Read, Jason Ducker und Dominic Tofield. In diesem Zusammenhang finde ich die Aussage von RJG im Bonus-Material bemerkenswert, dass er es genossen habe, mal nicht selbst die Verantwortung für alles zu haben, was in der Band passiert, sondern einfach gesagt bekam, was er zu tun hätte. Auch wenn er natürlich immer noch die Hauptfigur und Komponist in der Band ist, so scheint sein Generationen-Projekt Früchte zu tragen.

Worum geht es also bei der "Bridge Show"? Im Prinzip ist es ein ganz normales Konzert, bei dem es zwischen und während den Songs Filmeinspielungen auf eine Leinwand gibt. Diese bestehen teilweise aus historischen Filmschnipseln, eingeordnet in den Kontext der Musik. Daneben wurden von der Band aber auch Filmsequenzen selbst eingespielt. Dies fängt damit an, dass Joe Payne, verkleidet als Queen Enid II. zu den Klängen von Pomp and Circumstance eine Ansprache an ihr Volk von Eniland hält. Später gibt es dann weitere satirische und durchaus politische Einspielungen. Zum Ende des Konzertes hin scheinen ihnen dann aber die Ideen ausgegangen zu sein und man sieht höchstens noch bunte Visualisierungen der Musik (Max Read versucht das im Bonusmaterial als ganz innovative Neuerung zu verkaufen - aber sorry, das ist ein ganz alter Hut, auch wenn es zugegebenermaßen schick aussieht).

Die Auswahl der Songs ordnet sich dem Konzept unter. Joe Payne hat sich die Songs aus der Bandhistorie ausgesucht, die am besten zur Geschichte passen. Wenig verwunderlich ist, dass sich der Sänger Joe Payne dabei in erster Linie auf die letzten drei nicht-instrumentalen Studioalben konzentriert. Aus früheren Tagen gibt es aber auch ein paar Songs zu hören, allen voran das gewaltige Judgement day und das trippige Dark hydraulic. Und einen Ausblick auf das nächste Album ("Dust" betitelt) gibt es ebenfalls mit Someone shall rise. Hinter der ganz bescheiden als "Encore" bezeichneten Zugabe verbirgt sich der Barclay James Harvest-Klassiker Mockingbird, der von RJG mitkomponiert wurde und der sich scheinbar zum Standard-Rausschmeißer entwickelt hat.

Dass The Enid eine tolle Live-Band sind, habe ich dieses Jahr auf der Lorelei und in Rüsselsheim schon zwei Mal feststellen dürfen. Und auch auf dieser Aufnahme zeigen sie sich bestens aufgelegt, hochprofessionell und spielfreudig. Natürlich sollte man als Hörer ein Faible für diese Form der neo-klassischen, spätromatischen, sinfonischen Musik mitbringen. Joe Payne ist ein begnadeter Sänger, was er auch live sehr eindrucksvoll demonstriert. Dass das ganze nicht zu sehr zu einer One-Man-Show verkommt, dafür sorgen schon die anderen Bandmitglieder, die mit zwei Keyboardern, Gitarre und zwei Schlagzeugern ordentlich dagegen halten. Dabei wird ein ganz breites Gefühlsspektrum abgedeckt. Wenn Payne singt und lediglich von RJG am E-Piano begleitet wird, so sind dies Momente großer Intimität. Am anderen Ende der Skala wird man als Zuhörer einfach nur weggeblasen, wenn die komplette Band ihren sinfonischen Breitwand-Sound mit Pauken und Fanfaren auffährt.

Das Gesamtpaket besteht aus zwei Musik-CDs mit dem kompletten Konzert. Die DVD enthält natürlich ebenfalls das Konzert und zusätzlich noch einen 21-minütigen Bonus mit Interviews der Bandmitglieder zu dem "Bridge Show"-Konzept und seiner Umsetzung. Es soll wohl auch noch eine Blue-Ray mit weiterem Bonusmaterial erscheinen.

Ob man nun mit den Filmeinspielungen, die diese DVD ausmachen, etwas anfangen kann oder nicht, hängt wohl von jedem einzelnen ab. Letztlich sind sie aber nur Beiwerk, denn der Großteil des Videos besteht aus der Musik von The Enid - und die ist einfach atemberaubend. In ihrer 40-jährigen Bandgeschichte sind sie möglicherweise jetzt auf ihrem Höhepunkt angekommen. Vielleicht kommt aber auch noch mehr, denn in den Interviews wird angedeutet, dass es auch zum nächsten Album "Dust" eine Tour geben wird, die von dem TV-Magier (!) Simon Drake inszeniert werden wird.

Anspieltipp(s): vorne anfangen, wenn man mit "One And The Many" was anfangen kann, dann passt der Rest auch
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.10.2015
Letzte Änderung: 4.10.2015
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Enid

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 In The Region Of The Summer Stars 10.00 2
1978 Aerie Faerie Nonsense 9.00 3
1979 Touch Me 12.00 1
1980 Six Pieces 10.00 1
1983 Something Wicked This Way Comes 9.00 1
1983 Live at Hammersmith 12.00 2
1984 The Spell 9.50 2
1985 Salome 12.00 1
1986 The Liverpool Album - 2
1988 The Seed and the Sower 6.00 1
1994 Tripping The Light Fantastic 7.00 1
1995 Sundialer 7.00 1
1998 White Goddess 9.00 1
2010 Journey's End 11.00 2
2010 Journey's End Orchestrations 11.00 1
2010 Live At Town Hall, Birmingham 11.00 1
2012 Invicta 11.00 1
2014 First Light 12.00 1
2015 The Bridge 13.00 2
2016 Dust 11.00 1
2017 The Music Of William Arkle and Other Recordings 9.00 1

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