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Mostly Autumn

The Ghost Moon Orchestra

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Folk; Rock / Pop / Mainstream
Label: MostlyAutumn Records
Durchschnittswertung: 5/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bryan Josh lead vocals, lead/rhythm elecric guitars, acoustic guitars, keys
Olivia Sparnenn lead vocals, percussion
Iain Jennings keys, piano, hammond organ
Andy Smith bass
Gavin Griffiths drums
Anne-Marie Helder vocals, keys, flute, hand drum
Liam Davison electric/acoustic guitars, vocals

Gastmusiker

Troy Donockley low whistle (5), uilleann pipes (9)

Tracklist

Disc 1
1. Unquiet tears 5.27
2. Drops of the sun 3.37
3. The devil and the orchestra 3.54
4. The ghost moon orchestra 7.01
5. This ragged heart 3.27
6. King of the valley 4.34
7. Things that we notice 3.43
8. Tennyson mansion 7.06
9. Wild eyed skies 5.49
10. Top of the world 7.27
Gesamtlaufzeit52:05


Rezensionen


Von: Marc Colling @


Heather Findlay war bei Erscheinen dieser CD schon über 3 Jahre nicht mehr dabei. Ihre zugegebenermaßen gute Stimme vermisst aber sicherlich niemand, denn Olivia Sparnenn ist als Nachfolgerin mindestens auf Findlay's Niveau. Doch die Stimme allein macht ja Mostly Autumn nicht aus. Mit diesem im Jahre 2012 erschienenen Album kann ich mich deshalb nur bedingt anfreunden. Es wirkt nicht schlüssig, die Songs greifen nicht genug ineinander und der rote Faden fehlt. Aber ist das wirklich immer zwingend notwendig? Oder kann man eine CD nicht einfach mal Song für Song genießen? Tja, wer das kann, wird die CD anders beurteilen als ich. Ich erwische mich aber immer wieder beim Drücken der Skiptaste.

Dabei hat die Musik durchaus starke Momente. Bereits der erste Song UNQUIET TEARS begeistert mit schöner Melodie, einem zauberhaften Klavier und der klaren Stimme von Sparnenn. Der Song hat etwas märchenhaftes und genau so liebe ich Mostly Autumn. Ganz langsam aufbauend ... und irgendwann zieht das Tempo an. Fette Gitarren setzen ein, wie Josh sie eben öfter einsetzt, und eine tolle Gesangslinie mit Josh und Sparnenn im Wechsel gibts obendrauf. Das klingt nach richtig gutem (Prog)Rock, so muss es fetzen. Dazu gibt's die gegensätzlichen Stimmen von Josh, der keine gute, aber hier sehr passende Stimme besitzt, und Sparnenn, die einfach alles singen kann. THE DEVIL AND THE ORCHESTRA ist dann ein erstes wirkliches Highlight. Der Song baut sich immer hymnenartiger auf, dann treibt wieder diese dreckig gespielte Gitarre dazwischen, und im Hintergrund hört man eine richtig fette Orgel. Toll!

Der Titelsong THE GHOST MOON ORCHESTRA nimmt dann die Melodie des Openers UNQUIET TEARS wieder auf. Eine sehr schön gespielte Querflöte bestimmt den Song und wenn dann plötzlich die Gitarre einsetzt und Josh seine knarzige Stimme erklingen lässt ist das wirklich stark.

Bis hierhin ist "The Ghost Moon Orchestra" ein sehr gutes Album und ich lehne mich entspannt zurück. THIS RAGGED HEART folgt. Das Ganze beginnt einfach gestrickt, nett könnte man sagen. Dann der Refrain. Naja, gut hört sich anders an ... oje, jetzt schon wieder der Refrain. Aber die Bridge geht gut los, akustische Gitarre, Flöte dazu, sehr folkig. Aber viel zu kurz, und schon setzt dieser unsägliche Refrain wieder ein. Vielleicht wird KING OF THE VALLEY besser. Wann wurde das Album aufgenommen? 2012? Oho, aber das hier klingt wie die B-Seite einer 1972 aufgenommenen Single einer Pop-Glamrock-Band. Gruselig. Und das folgende THINGS THAT WE NOTICE ist Zuckerwatte pur. Total überflüssig auf einem Progalbum.

Nach 3 schlechten bis sehr schlechten Songs hintereinander ist meine Laune jetzt im Keller. Und TENNYSON MANSION hellt sie nicht wirklich auf. Auch hier gilt: simpel, simpel. Den Hörer nicht überfordern. Die Kurve zeigt zwar bei diesem Song wieder nach oben, aber die Qualität bleibt doch überschaubar. Alles klingt krampfhaft, so als wolle die Band auf Teufel komm raus den kommerziellen Erfolg anstreben. Zielgruppe die 30- bis 40-jährigen Großstadtbewohner, die es einfach nur hip finden, jetzt auch eine Progband zu hören, und nicht wie sonst Coldplay oder Simply Red. Aber bitte nicht zu viele Breaks und Soli, alles wohl dosiert und pflegeleicht.

Gibt es eigentlich den Begriff „After Work Prog“? Hier wäre er richtig gut anwendbar. Mostly Autumn spielen hier seit dem 5. Song eine Wohlfühlmusik, dass ich fast am wegdösen bin. Ich könnte tatsächlich genau so gut in einer Lounge sitzen. Und diese Musik im Hintergrund würde nicht mal auffallen. Diese 4 letzten Songs wurden übrigens von Josh alleine geschrieben. Hat er wirklich keine Ideen mehr gehabt im Jahre 2012?

Jetzt folgt WILD EYED SKIES, Co-Schreiber Sparnenn (mit Josh, natürlich). Und schon startet der Song interessanter, die erste Strophe leitet zu einem furiosen Refrain. Geile Kiste! Sparnenn singt sehr überzeugend, mit Leidenschaft. Und der Song ist griffig, aber nicht so schnulzig wie die letzten vier. Obwohl, die Spannung hält auch hier leider nicht bis zum Schluss.

Der letzte Song ist wieder ein Josh-Song. Rettet er hier seine Ehre? Über 7 Minuten hat er Zeit. Das Ganze beginnt langsam mit Klavier und den beiden Stimmen. Schön gemacht, die Keys schweben im Hintergrund, heile Welt total. Das kann doch nicht real sein? Es gibt keine heile Welt. Da muss doch ein Unglück passieren, ein Gitarrenfeuerwerk herein brechen. Das Klavier hört auf, Stille total, dann ... ach nee, wieder Klavier, endlos dieselbe Notenfolge. Aber dann doch noch: Jawoll, hau rein Josh. Richtig rein. Wie? Doch nicht richtig? Wieso? Ihr seid doch unabhängig, habt euer eigenes Label. Ach so, ihr müsst verkaufen. Ja, wenn das so ist. Da frag ich mich doch, wieso ihr nicht gleich Songs für MTV schreibt. Optisch würde sich Sparnenn doch sicher gut vermarkten lassen.

Mostly Autumn haben sich verändert. Die ersten Alben waren wirklich toll, aber dieses hält da bei weitem nicht mit. Vielleicht haben die vielen Personalwechsel der Band doch mehr geschadet als gedacht. Vielleicht aber sind Mostly Autumn einfach nur über ihren Zenit hinaus. Wäre da nicht Sparnenns wirklich geile Stimme ... naja, Schwamm drüber. Denn 4,5 gute Songs auf einem Album, sorry, das reicht definitiv nicht.

Anspieltipp(s): Unquiet earth, The ghost moon orchestra
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.10.2015
Letzte Änderung: 18.2.2017
Wertung: 5/15
die Luft ist hier raus

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mostly Autumn

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 For All We Shared 10.00 1
1999 The Spirit Of Autumn Past 12.00 1
2001 The Last Bright Light 12.00 1
2001 The Story So Far 9.00 1
2001 (Music inspired by) The Lord Of The Rings 10.00 1
2001 The story so far (DVD) 9.00 1
2003 At the Grand Opera House (DVD) 10.00 1
2003 The next chapter (DVD) 5.00 1
2003 Passengers 10.00 2
2004 The V-Shows (DVD) 10.00 1
2004 Pink Floyd Revisited (DVD) 12.00 1
2005 Storms Over Still Water 8.00 1
2006 Storms Over London Town 8.00 1
2006 Heart Full Of Sky 10.00 3
2008 Glass Shadows 7.00 2
2010 Go well Diamond Heart 8.00 1
2017 Sight of Day 8.00 1

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