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Spock's Beard

The First Twenty Years

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015 (remastered; VÖ: 20.11.2015)
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Insideout Music
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Alan Morse guitars, vocals
Dave Meros bass guitar, vocals, keyboards
Ryo Okumoto keyboards, vocals
Jimmy Keegan drums, vocals
Ted Leonard vocals, guitar
Neal Morse vocals, keyboars
Nick d`Virgilio vocals

Tracklist

Disc 1
1. The Light 15:33
2. Thoughts 7:10
3. The Doorway 11:27
4. June 5:31
5. Day For Night 7:34
6. At The End Of The Day 16:28
7. Solitary Soul 7:33
8. Wind At My Bacl 5:12
Gesamtlaufzeit76:28
Disc 2
1. The Bottom Line 7:33
2. She Is Everything 6:46
3. On A Perfect Day 7:45
4. Jaws Of Heaven 16:22
5. Waiting For Me 12:36
6. Tides Of Time 7:47
7. Falling For Forever 19:45
Gesamtlaufzeit78:34
Disc 3
1. Start Movie   (Spock`s Beard in the 90s - a retrospective (DVD))
2. Beginnings
3. Walking On The Wind
4. Working With Kevin
5. The Doorway
6. Rehearsing Kindness
7. BosPop
8. The Light
9. Perpetual Changes
10. Encore
11. Back In The Day


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @ (Rezension 1 von 2)


Best of SB The Light, The Water, Thoughts, Time Has Come, The Good Don`t Last, Harm`s Way, The Gypsy, The Great Nothing, Made Alive, Wind At My Back, Of The Beauty Of It All, Skeletons At The Feast, From The Darkness, Their Names Escape Me, Something Very Strange

Kennt ihr Rob Gordon? Den Typ aus High Fidelity? Der mit dem Plattenladen? Der zu jeder Lebenssituation eine Top 5 aufstellt? Hier also die 15 Titel, die ich für eine Bärte-BestOf ausgewählt hätte. Es sind die meiner Meinung nach interessantesten Titel der jeweiligen Alben. Die Alben der "Nach-Morse-Ära" halte ich zwar generell für nicht so stark wie die, die noch von Morse geprägt wurden. Aber es sollen ja die gesamten 20 Jahre Bandgeschichte abgebildet werden. So lange gibt`s die jetzt schon? Wahnsinn wie die Zeit rennt.

"The First Twenty Years" kommt als spezielles 2CD & DVD Package daher. Neben 13 älteren Titeln findet sich mit "Tides Of Time" auch ein Stück des erst kürzlich veröffentlichten The Oblivion Particle auf der Sammlung. Das hätte man sich meines Erachtens schenken können, ist das Album doch erst knapp drei Monate auf dem Markt, und dafür noch was Altes draufpacken können. Zusätzlich findet sich mit "Falling For Forever" eine neue Komposition aus der Feder von Neal Morse.

Die Songauswahl ist recht gut gelungen. Titel wie "The Light", "Thoughts", "The Doorway" und "At The End Of The Day" sind Highlights der Bandgeschichte und machen auch nach 15 oder 20 Jahren noch Spass. Auch hat man durch die Wahl von Titel wie "June", "Solitary Soul" und "She Is Everything" einige Ruhepausen eingebaut, die, wenn auch bis auf "June" nicht wirklich Bandklassiker, das Album abwechslungsreicher machen. Mit "The Bottom Line" und "On A Perfect Day" ist auch was für die etwas hardrockigeren und AORigeren Gemüter mit am Start und mit "Jaws Of Heaven" und "Waiting For Me" deckt man die starken Alben X und Brief Nocturnes and Dreamless Sleep ab.

Der neue Longtrack "Falling For Forever" ist ein typisches Neal Morse Oeuvre. Typische Melodiebögen und Harmonien, frickelige Krummtaktteile, ruhige besinnliche Einschübe und ein knackig-krachender polyrhythmischer und polymetrischer instrumentaler Mittelteil; typisch Morse eben. Neben "Jaws Of Heaven" das interessanteste Stück der zweiten CD. Bei diesem Stück haben übrigens sämtliche aktuellen und ehemaligen Mitglieder der Band mitgewirkt.

Das Album hat als Ganzes einen schönen Fluss und gibt einen guten Überblick über die Entwicklung der Band in den letzten beiden Dekaden. Für alle, die die Bärte noch nicht kennen, sicher ein geeigneter Einstieg.

Als zusätzliches Bonbon und beinahe schon Standard bei Veröffentlichungen von Herrn Morse (und des IO-Labels) gibts für den Fan noch eine DVD, auf welcher sich einige alte Liveaufnahmen (unter anderem vom Progfest 97), Rehearsals des Kindness-Albums und andere behind-the-scenes-looks finden. Wie immer ganz nett und für Fans ein schönes Weihnachtsgeschenk.
Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.11.2015
Letzte Änderung: 18.11.2015
Wertung: 10/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


The Best of Spock's Beard! Zwanzig Jahre gibt's die Band also schon. Wie die Zeit vergeht...

Die Bandgeschichte von Spock's ist zweigeteilt, und der Umbruch ist markiert durch den Weggang Neal Morses. Er war von 1995 bis 2002 der wichtigste Faktor in der Band: ihr Hauptsongwriter. Bis dahin glaubten wir alle, Spock's-Beard-Fans zu sein, mit "Feel Euphoria" und "Testimony" merkten dann viele von uns, dass sie eigentlich Neal-Morse-Fans sind. Die wichtigste Figur in einer Band ist nun einmal der Songwriter.

Und Spock's Beard? Legten ein unausgegorenes Album nach dem anderen vor. Bisschen Prog, bisschen AOR, bisschen Rock. Bald wusste niemand mehr so recht, wofür die Band eigentlich stand. Alles brach ein: Verkaufzahlen, Besucherzahlen, immer wieder stand die Auflösung der Band zu befürchten. Dass sie es bis hierher geschafft hat, ist ein kleines Wunder und diese Compi ist ein beredtes Zeugnis für das Durchhaltevermögen ihrer Musiker.

Dieser Geschichte entsprechend enthält "The First Twenty Years" zwei vollkommen - naja, vielleicht nicht vollkommen - unterschiedliche Arten von Musik: Den glanzvollen, pathetischen Retroprog Neal Morses auf der ersten, und einige Dokumente des Irrens, Suchens und zeitweiligen Findens eines neuen musikalischen Weges auf der zweiten CD.

Mit "The Light", "Thoughts", "The Doorway", "June", "Day For Night" und "At The End Of The Day" enthält CD 1 einige der vielen Bandklassiker, "Thoughts" und "At The End Of The Day" dürfen sogar zu den Klassikern des gesamten Retroprog-Genres gerechnet werden. Die Stücke sind zudem repräsentativ für den Stil Neal Morses: Weniger ein großer Frickler - technisches Virtuosentum a la Dream Theater wird man bei ihm nur passagenweise finden - hört man ihn hier als Meister der großen Dramaturgien: geschlossene Formen, schwelgerische 6/8-Takte, dramatische Septakkorde, pathetische Klimaxe. Da sein Talent am ehesten in Tracks von 10 bis 15 Minuten Länge zur Geltung kommt, und ihm längeres nicht immer gelingt, hätte man vielleicht anstelle von "The Light" lieber "The great Nothing" gehört, und dafür dann das gelungenere "Go the way you go" vom SB-Debüt, aber das sind kleine Mäkeleien auf hohem Niveau. "Wind At My Back" ist zu Recht hier vertreten, es ist das beste Stück vom unausgegorenen "Snow", "Solitary Soul" stopft das Ganze ein wenig aus, und das merkt man auch.

Die zweite CD beginnt mit "The Bottom Line" - und der Bruch könnte kaum größer sein. Spock's Beard klingen, als hätten sie über Nacht verlernt, Prog zu machen. Während Neal Morses Musik sich dadurch auszeichnet, einen progressiven Track aus so wenigen Ideen wie möglich zu entwickeln, stopfen Spock's Beard die siebeneinhalb Minuten mit Ideen nur so voll, so dass man bald nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht. Ein Song, der nicht weiß, was er sein will - Ballade, Rock, Prog, Pathosrock, und wozu zu Teufel braucht es hier die gewollt verlängerten Takte?

"She Is Everything" bietet Erholung: eine schöne, schlichte Ballade, die nicht zu viel will, leider überhaupt nicht viel, und so vergisst man den Song schnell wieder. Es folgt der stärkste Song der zweiten CD: "On A Perfect Day" von Spock's Beards "Spock's Beard"-Album. Etwa gleich lang wie "The Bottom Line" funktioniert es hier, weil die Band eben nicht versucht, den Song mit Ideen vollzustopfen, sondern ihn aus ganz wenigen Ideen entwickelt. So bassd des.

Mit "Jaws Of Heaven" und "Waiting For Me" folgen nun zwei veritable Longtracks. "Jaws Of Heaven" wartet immerhin mit einer subtilen, dadurch sehr interessanten (und vermutlich selten bemerkten) Paraphrase einer Passage aus "O Fortuna" auf, dem Beginn von Carl Orffs "Carmina Burana". Das ist schön und hält mein Interesse wach, auch wenn der Longtrack ansonsten wenig hat, das mich bei der Stange hält. Manches wirkt wie in die Länge gezogener AOR, und ist damit ein hervorragendes Beispiel dafür, dass aus AOR noch lange kein Prog wird, wenn man ihn in die Länge zieht, und dazu Quietschkeyboards spielt. "Waiting For Me" ist deutlich besser, wegen der schönen Melodien, und auch wenn man es nicht weiß, wird ganz schnell klar, dass Neal Morse an diesem Stück mitgearbeitet hat: Spock's Beard klingen wieder "wie früher".

Weil's auf CD II viel länglichen AOR gibt, ist es wichtig, dass "Tides Of Time" hier zu hören ist, auch wenn der Song gerade mal vor ein paar Wochen erst auf Spock's Beards neuem Album "The Oblivion Particle" erschienen ist: Auch jenseits von Neal Morse kann die Band veritablen Prog, im angenehm ins Ohr laufenden Retro-Soundgewand. Nach "On A Perfect Day" der zweite wirklich gelungene Song auf der zweiten Scheibe.

Und das neue Neal-Morse-Epic? Es gab schon bessere. "Falling For Forever" klingt, als hätte Morse versucht, einen Longtrack für die Band zu schreiben, die Spock's Beard mittlerweile geworden ist. Viel AOR, und der instrumenale Mittelteil, in dem Platz ist (viel Platz... zu viel...) für Prog, zieht sich unglaublich in die Länge. Und: Wer schlägt hier das Zeug? Jimmy Keegan? Jou, der Mann trommelt so wie Ted Leonard singt.

20 Jahre Spock's Beard! Keine leichten Jahre. Aber auch, wenn ich die neuen Alben nur noch sporadisch höre - es ist gut zu wissen, dass der Bart noch dort draußen ist. Mögen sie noch lange weitermachen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.11.2015
Letzte Änderung: 19.11.2015
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Spock's Beard

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 The Light 11.80 4
1996 The official live bootleg 11.00 1
1996 Beware Of Darkness 11.25 4
1998 From the vault 4.00 1
1998 The Kindness Of Strangers 11.33 3
1998 Live: The Beard Is Out There 11.00 1
1999 Live at the Whisky and Nearfest 8.50 2
1999 Day For Night 9.00 2
1999 Skin (Single) 3.00 2
2000 Don't Try This @ Home Either (The "from the vaults" series vol.3) 6.00 2
2000 V 11.25 4
2000 Don't try this at home 8.50 2
2000 Nick 'n Neal - Live In Europe - Two Seperate Gorillas (The "from the vaults" series vol.2) 3.50 2
2001 All On A Sunday (Single) 1.00 2
2001 There & here (The "from the vaults" series vol.4) 7.00 1
2002 Don't Try This At Home (DVD) 10.00 1
2002 Snow 11.00 2
2003 Feel Euphoria Ltd. Edition 7.20 5
2004 The Making of Snow - 1
2005 Octane 8.57 7
2005 Gluttons For Punishment - Live in '05 9.00 2
2006 Spock's Beard 8.75 4
2008 Live (DVD) 11.00 2
2010 X 11.00 5
2012 The X-Tour Live 11.00 1
2013 Brief Nocturnes and Dreamless Sleep 10.33 3
2015 The Oblivion Particle 10.50 2
2017 Snow Live 11.00 2

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