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Renaissance

Live at the Union Chapel

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016 (DVD)
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog
Label: Symphonic Rock Recordings
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Annie Haslam Lead Vocal
Rave Tesar Keyboards
Leo Traversa Bass & vocals
Tom Brislin Keyboards & vocals
Frank Pagano Drums, percussion & vocals
Mark Lambert Acoustic Guitar & vocals

Tracklist

Disc 1
1. Prologue 7:26
2. Carpet of the Sun 3:37
3. Ocean Gypsy 7:36
4. Running Hard 9:39
5. Grandine Il Vento 6:54
6. Symphony of Light 12:53
7. Northern Lights 4:16
8. The Mystic and the Muse 7:58
9. Mother Russia 10:07
10. Ashes Are Burning 18:20
11. Band Interview


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Renaissance...

2015.

Die ersten Konzerte in Deutschland seit Menschengedenken.

Dortmund.

Wir sind hingepilgert, zu viert, auf Knien. Einen ganzen Tag lang waren wir unterwegs. Die Vorfreude, über Jahre - Jahrzehnte! - aufgebaut, konnte größer nicht sein!

Und dann sehen wir sie noch, die Band, Annie Haslam, draußen am Tourbus, winken, ein Hochgefühl! Renaissance! Endlich! Die letzte der großen Bands der 70er, die wir noch nicht gesehen hatten!

Im Venue: Gepackt voll. Die Erwartungen sonstwo, weit dort oben. Wildfremde Menschen, im Gespräch, aufgeregt.

Dann kommt Rave Tesar auf die Bühne...

Die Band komme gerade aus dem Krankenhaus. Annie dürfe heute Abend nicht singen.

Ich war am Boden zerstört.

Die Reihen lichteten sich schnell, die meisten gingen enttäuscht nach Hause. Ich schlich herum, getröstet von treuen BBS-Kollegen. Dann sind auch wir abgezogen.

Seither warten wir auf eine Rückkehr der Band.

Wie zum Trost erscheint nun "Live at the Union Chapel". Die Band präsentiert sich live, und, vielleicht das größere Wunder: Sie präsentiert sich existent. Nach den vielen Jahren ohne Renaissance, mit zwei Renaissancen, unausgegorenen Alben und vor allem: Nach dem Tod von Michael Dunford ist das die großartigste Nachricht. Renaissance existiert, und sie gehen stark. In den Interviews sprechen sämtliche Beteiligten davon, dass es ein gutes Gefühl sei, die Band am Leben zu erhalten, und mit einem neuen Album im Gepäck ("Symphony of Light", nebenbei bemerkt, ziemlich großartig) wieder auf Tournee zu sein.

Und man merkt das auf der Bühne: Die Band ist großartig in Form, alle sind mit viel Spaß dabei. Das kommt sogar über die Mattscheibe rüber - wenn für mich das Ansehen dieses Konzerts auch immer mit Wehmut behaftet ist. - Annie Haslam ist in großer Form! Plötzlich trifft sie die Töne wieder, ganz so wie früher! Nachbearbeitung? Vielleicht. Aber sie spricht auch sehr offen und länglich darüber, wie ihr einige Arztbesuche klargemacht haben, welche Gründe der Verfall ihrer Stimme in den 00er-Jahren hatte, und wie sie gegensteuern konnte.

Die Songauswahl ist großartig. Zwar fehlt "Sheherazade", aber Klassiker hat's trotzdem genug: "Prologue", "Carpet of the Sun", "Ocean Gypsy", "Mother Russia", "Ashes are Burning". Renaissance garnieren diesen Reigen von Klassikern mit ihrer unverwüstlichen (und einzigen) Hitsingle, "Northern Lights". Die Stücke werden auch von dieser wieder neuen Besetzung hervorragend interpretiert, weder die Tatsache, dass außer Annie Haslam niemand in den 70ern dabei war (dafür sehr wohl in den 80ern), noch der Umstand, dass die Musiker teils schon etwas in die Jahre gekommen sind, fallen ins Gewicht. Schlecht sind von diesen alten Bands ohnehin eigentlich nur Yes.

Hinzu treten nun neue Stücke. Und weder das folkige "Grandine il vento" noch die klassisch inspirierten "Symphony of Light" und "The Mystic and the Muse" fallen gegenüber den Klassikern ab. Im Gegenteil! Sie sind typische Renaissance-Werke und gehören zu den Highlights des Konzerts. Wenn die Besucher nach diesen Stücken etwas verhalten klatschen, dann dürfte das daran liegen, dass sie die Stücke nicht kannten, nicht daran, dass sie nicht gut sind.

Gibt es Probleme? Jedenfalls nicht mit den tollen Songs, der gut aufgelegten Band oder dem Setting - die Union Chapel ist geradezu ideal für diese Art von Musik. Das Problem ist die DVD: Bild und Ton laufen nicht synchron. Zwar ist der Unterschied klein, aber unübersehbar. Dazu kommt, dass der Bass furchtbar laut und klumpig ist. Was ist da passiert? Irgendwo haben sich technische Probleme eingeschlichen. Schade!

Trotzdem: Wer eine gute Anlage hat, kann daran herumjustieren (ganz weg kriegt man es allerdings nicht), und erlebt ein wunderbares Konzert einer der letzten großen Bands der 70er Jahre. Es war Zeit.

Und unser Renaissance-Erlebnis?

Das Konzert in Dortmund soll nachgeholt werden. Wir glauben fest daran.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.2.2016
Letzte Änderung: 18.2.2016
Wertung: 12/15
Das war wichtig, für die Fans wie für die Band.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Renaissance

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Renaissance 10.50 2
1971 Illusion 9.67 3
1972 Prologue 12.00 1
1973 Ashes are burning 10.50 2
1974 Turn of the Cards 11.00 2
1975 Scheherazade And Other Stories 11.67 3
1976 Live at Carnegie Hall 11.50 2
1977 Novella 10.50 4
1978 A Song For All Seasons 10.00 1
1979 Azure d'or 7.67 3
1982 Camera Camera 3.67 3
1983 Time Line 2.33 3
1994 The Other Woman 7.00 1
1995 Da Capo - 1
1997 At The Royal Albert Hall With The Royal Philharmonic Orchestra, Part 1 11.00 1
1997 At The Royal Albert Hall With The Royal Philharmonic Orchestra, Part 2 11.00 1
1997 Songs from the Renaissance Days 1.00 1
2000 'Unplugged' - 'Live' at The Academy of Music, Philadelphia USA 7.00 1
2001 Tuscany 7.00 2
2002 In the land of the rising sun 9.00 1
2006 British Tour '76 11.00 1
2008 Song of Scheherezade (DVD) 11.00 1
2010 Kings & Queens 10.00 1
2010 The Mystic and the Muse 11.00 2
2013 Grandine il Vento 10.33 3
2014 Symphony of Light 11.00 1
2015 DeLane Lea Studios 1973 9.00 1

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