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Causa Sui

Return To Sky

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; Krautrock; Psychedelic; RetroProg
Label: El Paraiso Records
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jonas Munk Guitars
Ras Rasmussen Keyboards
Jakob Skott Drums, Percussion
Jess Kahr Bass

Tracklist

Disc 1
1. Dust meridian 10:09
2. The source 6:38
3. Mondo Buzzo 8:31
4. Dawn passage 8:21
5. Return to sky 11:38
Gesamtlaufzeit45:17


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Zurück zum Himmel begeben sich Causa Sui auf ihrem derzeit neuesten Album. Die Nummerierung ist etwas schwierig. Je nachdem wie man die drei Teile der Summer- und Pewt'r Sessions zählt (die zumindest als LP auch einzeln erschienen sind), ist "Return To Sky" das fünfte oder neunte Studioalbum der Dänen. Dazu kommt noch das Livealbum "Live At Freak Valley".

Man kann nun nicht behaupten, dass auf all diesen Tonträgern extrem verschiedene Musik zu finden wäre. Causa Sui sind Retrorocker, Retro-Jamrocker vielleicht genauer, die auf ihren Alben immer eine sehr nach den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gemahnende Mischung an allerlei Rockigem im Angebot haben, die mal nach Krautrock, mal nach Retropsychedelic, mal nach härterem Jamgerocke klingt. Dazu kommt bisweilen noch Jazziges, Repetitiv-Postrockiges (als modernere Ingredienz), folkig-westcoastartiges Geschrammel und selten etwas Elektronik.

Bei "Return To Sky" liegt die Betonung offenhörlich sehr auf "return", denn Causa Sui sind hier ausgesprochen authentisch am retrorocken, recht erdig und rau, fast bluesig-hardrockig bisweilen (man höre "The source"), angereichert mit allerlei dezentem Tastenschweben, Synthesizerfiepen und Orgelröhren. Klangbestimmend ist dagegen die E-Gitarre, vorangetrieben von der oft sehr dynamisch tätigen Rhythmusabteilung. Insbesondere Jakob Skott ist oft ungemein druckvoll und kernig-rumpelig am Trommeln. Bisweilen wird auch entspannt-luftig gerockt (man höre den Anfang von "Dawn passage" oder des abschließenden Titelstücks), doch dreht die Musik immer schnell wieder in sperrigere Gefilde ab.

Nichts Neues also von Causa Sui. Sehr gut gemacht ist das alles, doch sind progressive oder experimentellere, oder zumindest hypnotisch-krautige oder psychedelisch-freiformatigere Momente selten. Fast ist "Return To Sky" die "normalste" Scheibe (in Bezug auf erdigen Jamrock) der Dänen (nach dem Ausstieg von Sänger Kasper Markus), doch kommen zumindest im langen "Dust meridian" und im Titelstück noch genügend retroprogressiv-psychedelisch-postrockige, klangwabernd-intensive Stellen vor, um auch Liebhaber von Neo/Retrokrautigem zufrieden zu stellen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.4.2016
Letzte Änderung: 22.4.2016
Wertung: 9/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Ob das neue Werk genug Prog- oder Krautrockmomente enthält oder nicht, kann ich nicht beurteilen. „Causa Sui“ waren mir bisher nur vom Namen her bekannt. Ich dachte immer, die spielen so abgefahrene Musik für Althippies. Doch die neue CD scheint da leicht anders zu sein. Vielleicht habe ich deshalb relativ schnell Zugang gefunden. Also ist das hier von vornherein wohl nichts für Puristen des Krautrock.

Natürlich ist ein Opener wie DUST MERIDIAN immer noch mit allen Zutaten gespickt, die dieses Genre nun mal braucht. Die Orgel wirbelt und improvisiert, die Gitarre schwebt, die Drums und der Bass legen einen sehr retro klingenden Rhythmus. Das klingt dann doch sehr nach den psychedelischen Bands Anfang der 70'er. THE SOURCE kommt da bereits zielgerichteter daher, die Gitarre legt ein klares Riff und hält sich längere Zeit dran fest. Das ist natürlich greifbarer und einfacher zu verstehen, als lange Improvisationen.

Sehr hypnotisch und mit viel Perkussion beginnt MONDO BUZZO. Doch eine hart riffende Gitarre übernimmt nach ein paar Minuten das Zepter, um diesen später dann dem Bass zu überlassen. Sehr sphärisch und psychedelisch. Das ist vielleicht nicht sonderlich innovativ und neu, aber es klingt verdammt gut. Schrammelnde Gitarre mit leisem Mellotron im Hintergrund bauen dann bei DAWN PASSAGE Atmosphäre auf. Ein ruhiger, von einer dezenten hin- und herflirrenden Gitarre begleiteter Mittelteil wechselt wieder mit heftigeren Momenten ab.

Mit dem 5. kommt der Titeltrack RETURN TO SKY als letzter Song. Sehr bedächtig, mit ruhigem und leicht schepperndem Schlagzeug, einem dezenten Bass und einer im Hintergrund agierenden Gitarre geht es los. Dazu ein kleines Motiv auf den Keys. Doch die Ruhe täuscht, es dauert nur knapp 3 Minuten bis das Inferno ausbricht. Alles explodiert, die Gitarre spielt mit Feedback, die Keys haben einen fetten Teppich ausgelegt. Doch nach der Explosion kommt die Ruhe. Alles ist still. Bis die Gitarre ängstlich einen Ton anspielt. Das Spiel beginnt erneut, bleibt aber diesmal im Jam stecken bis zum Schluss. Da kommen die alten Fans doch noch auf ihre Kosten.

Anspieltipp(s): The Source
Vergleichbar mit: My Sleeping Karma
Veröffentlicht am: 16.6.2016
Letzte Änderung: 4.9.2016
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Causa Sui

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Causa Sui 9.00 1
2007 Free Ride 8.00 1
2010 Summer Sessions vol. 1-3 11.00 1
2012 Pewt'r Sessions 1-2 11.00 1
2013 Euporie Tide 10.00 2
2014 Pewt'r Sessions 3 11.00 1
2017 Live in Copenhagen 11.00 1
2017 Vibraciones Doradas 8.00 1

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