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Syndone

Eros & Thanatos

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; RetroProg
Label: Fading Records (AltrOck)
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Nik Comoglio Keyboards
Riccardo Ruggieri Gesang, Gitarre
Marta Caldara Vibraphon, Klavier (7), Mellotron (3)
Gigi Rivetti Klavier (6,8,9,11), Orgel (3), Moog (5), E-Piano (1,5), Clavinet (1)
Maurino Dellacqua Bass
Martino Malacrida Schlagzeug

Gastmusiker

Steve Hackett Gitarre (11)
Ray Thomas Flöte (9)
Puntorec String Orchestra

Tracklist

Disc 1
1. Frammento 1:02
2. Area 51 3:07
3. Terra che brucia 5:26
4. Gli spiriti dei campi 5:27
5. Qinah 6:10
6. Duro come la morte 5:54
7. Alla sinistra del mio petto 3:08
8. Farha 3:19
9. L'urlo nelle ossa 7:15
10. Bambole (remake) 4:15
11. Sotto un cielo di fuoco 5:37
Gesamtlaufzeit50:40


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Eros & Thanatos, Liebe und Tod, sind Thema des im Frühjahr 2016 erschienenen sechsten Albums der Turiner Formation Syndone. Die Inspiration holte man sich aus dem Alten Testament, genauer dem Hohelied Salomos.

Der Kern der Band, bestehend aus Keyboarder und Hauptkomponist Nik Comoglio, sowie Sänger und Texter Riccardo Ruggiero, ist unverändert geblieben. Nicht mehr dabei ist dagegen Francesco Pinetti, dessen Einsätze am Vibraphon auf dem Vorgänger Odysséas für besondere Klangfarben sorgten. Mit Marta Caldara gibt es zwar eine Nachfolgerin, die tritt aber (noch?) nicht so stark in Erscheinung. Dazu hat man sich um einen zweiten Keyboarder, einen Bassisten und einen Schlagzeuger verstärkt, die, dem Bild im Booklet nach zu urteilen, wohl zur festen Besetzung gehören. Zu diesem Sextett kommen neben einem Streichorchester noch zwei prominente Gäste, die auf jeweils einem Song in Aktion treten: im Schlusssong Sotto un cielo di fuoco greift kein geringerer als Steve Hackett in die Saiten, und auf L’urlo nelle ossa bläst Ray Thomas, ehemals bei den Moody Blues, in die Flöte.

Musikalisch haben sich die Gewichte etwas verschoben. Nicht nur das Vibraphon nimmt weniger Raum ein, auch die jazzrockigen Elemente, die auf Odysséas noch gleichberechtigt neben den retroprogressiven standen, sind weitgehend zurückgedrängt. Dennoch bieten Syndone auf Eros & Thanatos keinen Allerwelts-Retroprog. Im Vordergrund steht nach wie vor Nik Comoglios umfangreiches Arsenal an analogen Tasteninstrumenten, denen er vielfältigste Klänge entlockt, von zart und pastoral über kraftvoll symphonisch bis aggressiv. Da vermisst man zu keinem Zeitpunkt die elektrische Gitarre, auf die auch hier wieder verzichtet wird - mit Ausnahme des erwähnten Sotto un cielo di fuoco, wo Steve Hackett auf selbiger eines seiner typischen Soli bringt.

Die Songs sind meist kraftvoll und dynamisch, oft mit dem für italienischen Progressive Rock typischen kräftigen Schuss Theatralik. Daneben stehen lyrische Passagen, die von akustischer Gitarre oder Klavier getragen werden, und die sich dann unvermittelt in symphonische Erhabenheit oder in kräftige Dynamik steigern können. Für Abwechslung ist also nach wie vor gesorgt. Abgesehen von einigen Reminiszenzen an den italienischen Prog der 70er und ein paar ein paar (wenigen) Genesis-Anklängen in den Keyboards klingt die Musik recht eigenständig.

Da ich oben von Theatralik sprach: für die sorgt nicht zuletzt Sänger Riccardo Ruggiero, der seine kraftvolle Stimme wieder in allen Variationen von schmachtend bis Reibeisen einsetzt. Doch ach, hin und wieder übertreibt er’s etwas mit dem Schreien, klingt dann etwas arg gepresst. Aber das geht vorbei. Einige Textzeilen singt er übrigens in Hebräisch und Arabisch (Qinah, Fahra). Diese beiden Songs sind passenderweise mit ein paar dezenten nahöstlichen Elementen versehen.

Mit Eros & Thanatos ist der Turiner Formation wieder ein schönes Album abseits gängiger Retro-Klischees gelungen. Zwar hat mir der Vorgänger auf Grund des stärkeren Jazz-Einflusses noch etwas besser gefallen, aber Liebhaber des klassischen Progressive Rock italienischer Prägung machen auch mit diesem Album keinen Fehler!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.4.2016
Letzte Änderung: 16.4.2017
Wertung: 10/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Mein erster Gedanke: Queen? “Frammento”, bestehend aus dem multi-getrackt-vocoderten Gesang Riccardo Ruggeris, erinnert (zumindest den Rezensenten) schwer an den Anfang von “Bohemian Rhapsody”. Für den Rest von “Eros & Thanatos” sind allerdings keine weiteren Stellen auszumachen, wegen derer man einen Queen-Vergleich bemühen könnte. Eher machen Syndone hier klassischen Italoretroprog, vermengt mit recht viel Jazzig-Rockigem (wie man gleich im anschließenden „Area 51“ hören kann).

Syndone? Hat sich die Band um den Tastendrücker Nik Comoglio nach dem Turiner Grabtuch (Sindone di Torino) benannt? Aus Turin kommt man ja in der Tat. Allerdings ist die Musik weder sonderlich sakral, noch allzu geheimnisvoll oder mysteriös ausgefallen. Wie oben schon angedeutet ergehen sich die sechs Italiener hier, eher inspiriert von der griechischen Mythologie (wie schon auf dem Vorgängeralbum), in einem recht typischen Italoprog, wie er so oder so ähnlich nun schon seit gut 40 Jahren gemacht wird, versehen auch mit dem wohl dazu gehörenden expressiven Gesang. Doch versehen Syndone ihre Musik durchaus mit einer eigenen Note. Zudem hat das Ganze einen sehr vollen und modernen Sound und wirkt gar nicht allzu retro.

Ausladende Tasteneinlagen, klassisches Pianogeklimper, Mellotronflächen, hymnische Keyboardmuster, bisweilen auch Streichereinlagen, bestimmen das Geschehen. Einen E-Gitarristen hat man nicht (Ausnahme: Hacketts Einlage im abschließenden „Sotto un cielo di fuoco“). Gelegentlich wird etwas akustisch Geklampft. Dazu kommen allerlei sehr jazzrockige Einlagen, in denen sich Marta Caldera am Vibraphon immer mal wieder in den klanglichen Mittelpunkt spielt (man höre z.B. „Gli spiriti die campi“), Piano und E-Piano jazzig solieren und der Bass wunderbar verspielt tänzelt oder butterweich knurrt („Qinah“, das bisweilen etwas gen Canterbury schielt). Es steht hier allerdings nicht Retroprog neben Jazzrock, sondern die Band verwebt beides durchaus gelungen miteinander. Einige kurze nahöstliche Weltmusikeinsprengsel seien auch noch erwähnt.

“Eros & Thanatos” bietet somit einen sehr unterhaltsamen Mix aus Retroprog und Jazzrock, der durch Ruggeris Einlagen (und manchmal auch die Streicher) mit einer guten Portion Italoschmacht und –schmalz versehen wurde. Wer Aversionen gegen etwas affektierte Gesangseinlagen hat, sollte somit vorsichtig sein. Diesen stehen allerdings diverse sehr dicht und druckvoll musizierte Instrumentalabschnitte gegenüber, denen zu lauschen einfach nur Spaß macht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.5.2016
Letzte Änderung: 22.5.2016
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Syndone

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Melapesante 10.00 2
2012 La Bella è la Bestia 11.00 1
2014 Odysséas 9.50 2
2018 Mysoginia 10.00 1

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