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Sankt Otten

Männerfreundschaften und Metaphysik

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016 (als "Sankt Otten & N")
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; live; Ambient; Elektronische Musik
Label: Denovali Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Stephan Otten Schlagzeug, Programming, Synthesizer
Oliver Klemm Gitarre, Synthesizer, Klavier
N (Hellmut Neidhardt) Gitarre

Tracklist

Disc 1
1. Eigentlich ist alles schön 7:02
2. Massiere die Maschine 12:43
3. Manchmal schmeckt nichtmal der Kaffee 6:41
4. Heile Welt 8:19
5. Auf drei lassen wir los 5:23
6. Milchmädchen und Herrenschokolade 9:51
7. Diese bessere Welt ist auch nicht besser 9:01
8. Am Ende der Fahnenstange 5:07
Gesamtlaufzeit64:07


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Für ihr Album mit dem - wieder einmal köstlichen - Titel Männerfreundschaften und Metaphysik hat sich das Osnabrücker Duo Sankt Otten mit dem Gitarristen Hellmut Neidhardt, der üblicherweise den kompakten Künstlernamen N benutzt, zusammengetan. N ist überwiegend im Bereich Noise/Drone tätig und hat bereits eine erkleckliche Diskographe vorzuweisen, fast 50 Alben. Kurzes Querhören auf den einschlägigen Seiten zeigt: ein veritabler Krachmacher. Ob das zusammenpasst?

Es passt hervorragend, das vorweg. Die Musik für Männerfreundschaften und Metaphysik ist größtenteils improvisiert und live im Studio eingespielt, wobei nachträglich noch ein paar Overdubs hinzugefügt wurden. Musikalisch knüpft man dabei an den Vorgänger Engtanz Depression an, der bereits eine Tendenz zu Stücken von, sagen wir mal, gedrückter Stimmung zeigte. Diese setzt sich hier fort, wird durch Ns Gitarrendrones noch verstärkt.

Mit Eigentlich ist alles schön gibt es gleich einen starken Auftakt. Zunächst hört man nur ein paar Molltöne aus der Gitarre, dann schiebt sich ein Gemenge aus unterirdischen Klängen von allerlei Brummen, Kratzen und Sägen immer weiter in den Vordergrund, als würde sich eine Kreatur aus der Unterwelt langsam ihren Weg nach oben bahnen. Akustischer Horror pur, wunderbar. Danach wird es zwar teilweise etwas dynamischer, das Gefühl unterschwelliger Bedrohung bleibt jedoch auch bei rhythmisch flotteren Stücken wie Massiere die Maschine erhalten. Dies vor allem durch Ns omnipräsente Gitarre, die die Musik mit kratzigen, dunklen, Soundscapes-artigen Schleifen unterlegt. Ein schöner Kontrast zu den eher in Gefilden wohliger Melancholie angesiedelten Klängen von Sankt Otten, die auch auf diesem Album wieder trotz aller Retro-Einflüsse eigenständig und zeitgemäß klingen.

Die meisten Stücke sind jedoch von getragenem Tempo, bestehen bisweilen aus nicht mehr als einem gemächlichen Auf- und Abwogen elektronischer Klangflächen (etwa Heile Welt) - zumindest oberflächlich gehört, denn selbst bei solch extrem ruhigen Stücken brodelt es im Untergrund ganz ordentlich. Bisweilen treten die Drones der Gitarre auch ganz in den Vordergrund wie in Auf drei lassen wir los, wo diese nun eine Art Auf- und Abwogen bilden, von einem seltsam maschinenartigen Rhythmus begleitet.

Mit Männerfreundschaften und Metaphysik ist dem Osnabrücker Duo erneut ein überzeugendes Album im Elektronik-Genre gelungen, das nicht zuletzt durch die Beiträge von N sein ganz eigene Prägung erhält. Faszinierende Musik, für mich das bislang beste Album aus dem Hause Sankt Otten!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.10.2016
Letzte Änderung: 16.10.2016
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sankt Otten

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 Eine kleine Traurigkeit 8.00 1
2006 Wir können ja Freunde bleiben 11.00 1
2007 Wunden gibt es immer wieder 10.00 1
2010 Morgen wieder lustig 7.00 1
2011 Gottes Synthesizer 9.00 1
2012 Sequencer Liebe 10.00 1
2013 Messias Maschine 10.00 1
2015 Engtanz Depression 12.00 1
2018 Zwischen Demut und Disco 11.00 1

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