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Blind Ego

Liquid

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: HardRock; Melodic Rock / AOR; Rock / Pop / Mainstream; Progmetal
Label: Gentle Art of Music
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Kalle Wallner guitar, keyboards, programming, backing vocals
Erik Ez Blomkvist vocals
Ralf Schwager bass
Michael Schwager drums
Arno Menses vocals

Gastmusiker

Yogi Lang keyboards ("What If")
Sebastian Harnack bass ("Never Escape The Storm", "Tear And Laughter")
Heiko Jung bass ("Quiet Anger")
Aaron Brooks vocals ("Speak The Truth")
Carmen Tannich backing vocals ("Speak The Truth")

Tracklist

Disc 1
1. A Place In The Sun 6:11
2. Blackened 5:44
3. What If 6:24
4. Not Going Away 7:32
5. Never Escape The Storm 8:20
6. Tears And Laughter 4:47
7. Hear My Voice Out There 5:56
8. Quiet Anger 6:31
9. Speak The Truth 6:54
Gesamtlaufzeit58:19


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


RPWL-Gitarrist Kalle Wallner präsentiert uns sein drittes Solowerk „Liquid“. Und wie sich das gehört, ist es wiederum ganz andere Musik als wie bei seiner Stammband. In seinen Solo-Projekten lebt Wallner seine Rock-Ader aus und dies auf „Liquid“ mehr denn je.

Geht es noch mit sanftem Synthie-Geblubber los – was dann tatsächlich auch von einem RPWL-Album stammen könnte – setzt das erste Gitarren-Riff den Maßstab, wo es dann anschließend lang geht. Wallner kreative und abwechslungsreiche Gitarrenarbeit prägt selbstverständlich „Liquid“. Fette Riffs, elegante Läufe, mitreißende Soli, Wallner holt aus seiner Gitarre alles heraus. Aber immer bleibt sein Spiel songtauglich, keinesfalls ist das eine Technik-Show um ihrer Selbst willen. Wallner macht auch solo Musik mit richtigen Stücken, die Struktur, abwechslungsreiche Arrangements und Anfang und Ende haben, will sagen, nicht einfach so dahindudeln.

Zum hervorragenden Eindruck des Albums tragen natürlich auch die Musiker bei, die sich Wallner ins Studio geholt hat. Ralf und Michael Schwager bilden ein furioses Rhythmusgespann, welches den Stücken ein groovendes Fundament verleiht. Bei zwei Stücken greift Sylvan-Bassist Sebastian Harnack in die tiefen Saiten. Bei einem Stück – dem Instrumental „Quiet Anger“ - ist Panzerballett-Basser Heiko Jung am Start und darf sogar ein kleines Solo spielen. Und überhaupt klingt „Quiet Anger“ so ein bisschen nach Jazzmetal a la Panzerballett, was die Bandbreite der Wallner'schen Musik noch unterstreicht.

Abwechselnd agieren Subsignals Arno Menses und der Schwede Erik Ez Blomkvist als Sänger. Wobei der Schwede den klassischen Rockshouter gibt und eher die heftigeren Stücke in der Art eines Ronnie James Dio wuchtig begleitet. Arno Menses ist eher für die melodisch-eleganten Songs zuständig und beide machen ihre Sache hervorragend. Am Schluss erhebt dann Aaron Brooks (Simeon Soul Charger) seine Stimme im hymnischen „Speak The Truth“. Ein erhabener Abschluss eines gelungenen Albums.

Seine Höhepunkte findet „Liquid“ im epischen „Never Escape The Storm“ und dem vertrackten Instrumental „Quiet Anger“. Ein melodischer Rocksong wie „Blackened“ sollte in einer besseren Welt im Radio rauf und runter laufen. „Liquid“ - flüssig, wallende Flute, „Wasser ist Leben“, Bewegung, Vorantreiben, Agilität… besser kann man einen Albumtitel kaum wählen. „Liquid“ ist ein starkes Rock-Album, welches das Beste aus Hardrock, Melodic Rock und AOR in sich vereint und dazu noch verspielt genug ist, um dem Progger seinen Zucker zu geben. Wallners bestes Solo-Werk bis dato.

Anspieltipp(s): A Place In The Sun, Never Escape The Storm
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.10.2016
Letzte Änderung: 30.10.2016
Wertung: 11/15

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Von: Harald Schmidt @ (Rezension 2 von 2)


Hei, ist das undankbar, eine Zweitrezi zu schreiben, wenn Kollege Kohlruß vorgelegt hat – er sagt doch immer schon alles. Also macht am ehesten vielleicht ein kleiner Perspektivwechsel Sinn und ich beleuchte dieses Album einmal eher aus dem Blickwinkel des traditionsverhafteten Proggers. Als dieser stellt man fest, dass Wallner sich mit Liquid nochmal weiter von RPWL emanzipiert als schon mit dem Vorgängeralbum. Und das macht ja irgendwie auch Sinn.

Diese Veränderung bringt es aber auch mit sich, dass sich die typischen Prog-Anteile mittlerweile schon ziemlich verabschiedet haben. Ersetzt werden sie durch eine ordentliche Portion metallischen Hardrocks, sodass Wallner mit Blind Ego deutlich rhythmischer und härter wird. So richtig proggig mutet das nicht mehr an, aber Kalle Wallner kann sein außerordentliches Können hier in einem ganz neuen und auch sehr reizvollen Licht präsentieren.

Die Mehrzahl der Tracks packt mit wuchtigen Riffs ordentlich zu, die teils beachtlichen Songlängen von bis zu 8 Minuten sind aber dennoch kein Indikator für besondere Prog-Auswüchse. Vielmehr nimmt sich Wallner die Freiheit, seine Gitarre auf alle möglichen Arten solistisch einzusetzen, so dass die an sich eher normalen Songs eben entsprechend lang dauern. Gut ist die Entscheidung mit diversen Gastsängern zu agieren, denn ihnen gelingt es jeweils, den Charakter der einzelnen Stücke noch zu betonen. Arno Menses von Subsignal kommt mit seiner Stimme tatsächlich in den eher prog-näheren Tracks zum Zug, während beispielsweise Erik Ez Blomquist den Metal-Shouter gibt in Stücken, die sich der Progger nicht unbedingt anhören würde – wären sie nicht irgendwie auf einem Solo-Album des RPWL-Gitarristen gelandet.

Daher wage ich einmal die These, dass der klassisch orientierte Progger mit Liquid nur sehr bedingt etwas anfangen kann. Man muss definitiv ein offenes Ohr für Hard Rock, Metal oder den sogenannten New Artrock haben, dann kann man mit diesem erstklassig produzierten Power-Album schon durchaus Spaß haben. Wer aber meint, hier mehr im Stil von RPWL oder Ähnliches zu bekommen, der wird sich enttäuscht sehen.

Anspieltipp(s): Not Going Away, Quiet Anger
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.11.2016
Letzte Änderung: 5.11.2016
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Blind Ego

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Mirror 9.50 2
2009 Numb 10.50 2
2017 Liquid Live 10.00 1

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