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Peter Hammill

The Future Now

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1978 (Remaster-Ausgabe mit Bonustiteln 2006)
Besonderheiten/Stil: sonstiges
Label: Charisma Records
Durchschnittswertung: 11.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Peter Hammill Guitar, Keyboards, Vocals

Gastmusiker

Graham Smith Violin
David Jackson Saxophone

Tracklist

Disc 1
1. Pushing Thirty 4:21
2. The Second Hand 3:28
3. Trappings 3:30
4. The Mousetrap (Caught In) 4:06
5. Energy Vampires 2:56
6. If I Could 4:37
7. The Future Now 4:11
8. Still in the Dark 3:39
9. Mediaeval 3:07
10. A Motor-Bike in Afrika 3:11
11. The Cut 4:21
12. Palinurus (Castaway) 3:48
13. The Cut   (Bonustitel der Remaster-Ausgabe, live 1978) 4:21
14. The Mousetrap (Caught In)   (Bonustitel der Remaster-Ausgabe, live 1978) 3:48
Gesamtlaufzeit53:24


Rezensionen


Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 1 von 3)


"One, two three" sagt leise Hammill, und schon eröffnet ein rechter flotter und "fröhlicher" Song die LP. Begleitet wird er auf dieser Scheibe nur von David Jackson und Graham Smith. Mit dieser LP beginnt Hammill seine Soundexperimente: Drumcomputer, rückwärts laufende Bandschleifen etc. Würde der Sänger nicht Peter Hammill heissen, diese Scheibe könnte als eine der herausragenden "New Wave-Platten" durchgehen, so genau trifft sie den damaligen Zeitgeist englischer Musik. Kein Wunder, dass viele der damals neuen Musiker Hammill als eines der wenigen Vorbilder genannt haben. "Trappings" ist da schon wieder näher am Vorläufer "Over", am Beginn sehr akustisch, aber mit Hammills typischen Gesängen. Das macht auch den Reiz vieler seiner Platten aus, das er sich in allen Tonlagen selbst begleitet. Später wird dieser Song immer surrealer, mit Verfremdung der Stimme, einem sehr schönen Bass, und anderen Effekten.

Der Titelsong ist einer seiner Klassiker, den es inzwischen in vielen Versionen gibt. Hier wird er hauptsächlich vom Piano bestimmt, allerdings baut Hammill ziemlich rauhe Gitarrenklänge ein. "Still in the dark" ist sehr getragen. Er spielt hier eine Gitarre, die an Frippertronics erinnert, der Song erinnert mich auch von der Stimmung sehr an "Here comes the flood" in der "Exposure"-Version. Danach kommt ein Song, der nur aus Gesang besteht; das Bike rattert per Sequencer durch Africa (es blubbert wirklich so, als ob man die Zylinder einzeln hört) Darunter legt er afrikanisch angehauchte Drums, und spricht eher die Text, skurril aber toll. Bei "The cut" kommen Bandschleifen zum Einsatz, und der letzte Song beginnt sehr fremdartig, ist dann aber eine sehr gelungene Mischung aus "klassischem Hammill" und modernen Elektronikeffekten. Die Synthies klingen sehr nach Larry Fast wie auf den ersten Gabrielplatten.

Anspieltipp(s): The future now, Trappings
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.4.2002
Letzte Änderung: 4.11.2006
Wertung: 12/15

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 3)


Auf dem Cover sieht man Peter Hammill mit einem halbrasierten Bart (mit dem er damals aus Promotionszwecken tagelang herumlief). Dieses Bild kann für die gesamte Platte stehen, da hier ein Übergang vollzogen wird. Weg von den "konventionellen" Nummern, wie sie bis "Over" normal waren, hin zu mehr experimentellen Klängen, wie sie später auf "PH7" und besonders "A Black Box" zu hören sind. Diese Zweiteilung wird musikalisch und textlich unterstützt. Die ruhigeren, althergebrachten Song haben einen sehr persönlichen Inhalt und werden häufig vom Harmonium begleitet, das er bereits auf "In Camera" verwendete. Die neueren Stücke haben, wie von Andreas beschrieben, sehr experimentellen Charakter und satirische Texte.

Der bekannteste Song ist das Titelstück "The future now", das hier aber noch sehr zahm dargeboten wird und erst später im Liveprogramm seine volle Pracht entfalten sollte. So ist diese Platte nicht besonders zugänglich und daher eher für den forgeschrittenen Hammillmaniac zu empfehlen.

Anspieltipp(s): The future now, Palinurus
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.9.2005
Letzte Änderung: 20.9.2005
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 3)


The Future Now - der Titel passt wirklich. Denn wer 1978 dieses Album hörte (mir war es erst Jahre später vergönnt), der konnte tatsächlich meinen, die Zukunft (zumindest der Musik) sei angebrochen. Während andere Progger sich dem Kommerz anbiederten oder, wie UK, alte Ideen aufwärmten (wenn auch auf hohem Niveau), brachte Peter Hammill radikale Experimente, die einen teilweise auch heute noch erst mal ziemlich schlucken lassen. Songs wie A Motor-Bike in Afrika, das man schon als eine Art Ethno-Industrial bezeichnen könnte, oder die seltsame Klangcollage The Cut mit massivem Einsatz von Tonbandeffekten sind im wahrsten Sinne des Wortes "progressiv" und wirken auch heute noch zeitlos. Zur Erholung gibt es auch ein paar ruhigere Stücke, die an die akustischen Songs aus Hammills Frühzeit anknüpfen.

Die im Herbst 2006 erschienene Remaster-Ausgabe bringt neben klanglicher Verbesserung und einem informativen Beiheft als Bonus noch Liveversionen von If I Could und The Mousetrap, entstanden im Februar 1978 in Kansas City, noch vor Erscheinen der Platte. Hammill ist hier solo an Gitarre bzw. Klavier zu hören, was den Stücken noch mehr Intensität verleiht. Der Klang ist nicht optimal (leichtes Rauschen), aber in Ordnung, jedenfalls um Klassen besser als mancher Livetitel auf den VdGG-Remasters.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.11.2006
Letzte Änderung: 4.11.2006
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Peter Hammill

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Fool's Mate 9.60 5
1973 Chameleon in the Shadow of the Night 10.00 3
1974 The Silent Corner and the Empty Stage 13.00 3
1974 In Camera 12.50 3
1975 Nadir's Big Chance 11.33 4
1977 Over 11.67 3
1979 pH7 13.33 3
1980 A Black Box 12.00 5
1981 Sitting Targets 9.00 3
1982 Enter K 12.50 2
1983 Patience 11.00 2
1984 The Love Songs 8.50 2
1985 The Margin+ 12.50 4
1986 Skin 8.00 2
1986 And close as this 6.25 4
1988 In A Foreign Town 8.50 2
1988 Spur of the Moment (Peter Hammill & Guy Evans) 8.50 2
1990 Out Of Water 9.00 2
1990 Room Temperature Live 9.67 3
1991 The Fall of the House of Usher 7.50 2
1992 Fireships 10.50 2
1993 Loops & reels - Analogue Experiments 1980 - 1983 7.50 2
1993 There Goes The Daylight 9.00 2
1993 Offensichtlich Goldfisch 9.00 2
1993 The Noise 7.00 2
1994 Roaring Forties 9.67 3
1995 The Peel Sessions 12.00 2
1995 X My Heart 10.50 2
1996 Past Go: Collected - 1
1996 Tides 9.00 2
1996 Sonix 8.50 2
1997 The UNION CHAPEL Concert (Peter Hammill & Guy Evans) 12.50 2
1997 Everyone You Hold 11.50 2
1998 This 10.00 2
1999 The Fall of the house of Usher (deconstructed & rebuilt) 9.00 2
1999 The Appointed Hour (Roger Eno & Peter Hammill) 9.50 2
1999 Typical 12.50 2
2000 None of the Above 10.00 2
2001 What, Now? 11.50 2
2001 Unsung 11.00 1
2002 Clutch 13.00 2
2004 Incoherence 12.50 2
2006 Veracious 11.00 3
2006 Singularity 12.00 3
2009 Thin Air 11.00 2
2009 In the Passionskirche Berlin MCMXCII 10.00 1
2011 Pno, Gtr, Vox 12.00 2
2012 Pno, Gtr, Vox Box 12.00 1
2012 Consequences 10.33 3

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