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Klan

Mrowisko

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1971 (CD-Reissue 2008, Metal Mind Productions)
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Polskie Nagrania
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Marek Allaszewski Vocals, Guitars
Maciej Gluszkiewicz Organ, Piano, Percussion
Roman Pawelski Bass
Andrzej Poniatowski Drums, Percussion, Vocals
Marian Skolarski Lyrics

Tracklist

Disc 1
1. Sen 3:05
2. Kuszenie 2:52
3. Nervy Miast 3:35
4. Senne Wedrowki 3:54
5. Tanniec Wariatki 2:03
6. Tanniec Czterech 1:39
7. Na Przekor 2:18
8. Nasze Mysil 4:06
9. Mrowisko 4:19
10. Pejzaz Z Pustych Ram 4:35
11. Taniec Glodnego 2:26
12. Epidemia Euforii 3:46
13. Sen 1:16
Gesamtlaufzeit39:54
Disc 2
1. Gdzie Jest Czlowiek   (EP "Klan" - 1970) 2:37
2. Z Brzytwa Na Poziomki 2:44
3. Nie Sadzcie Rajskich Jabloni 2:31
4. Automaty 3:18
Gesamtlaufzeit11:10


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Der Klan aus Warschau formierte sich 1969 um den Sängers und Gitarristen Marek Allaszewski. Dem Quartett schloss sich bald darauf noch der Dichter und Komponist Marian Skolarski an und wurde zum geistigen Kopf der Band. 1970 veröffentlichte man eine EP mit vier Stücken, der 1971 das Album "Mrowisko" (Ameisenhaufen) folgte. Hierbei handelte es sich um die LP-Version eines ambitionierten, von Skolarski konzipierten Rock-Balletts, welches damals auch theatralisch aufgeführt wurde. Irgendwann danach fiel die Gruppe erst einmal auseinander. Anfang der 90er Jahre reformierte Allaszewski die Band in neuer Besetzung und man ist wohl bis heute tätig.

"Mrowisko" biete eine erstaunlich reife und professionell dargebotene Mischung aus Protoprog, Jazzrock und psychedelischem Artpop, ein abwechslungsreiches Konzeptwerk, zu dessen Inhalt ich allerdings mangels ausreichender Sprachkenntnisse nichts sagen kann. Das mir vorliegende CD-Reissue von Metal Mind Productions beinhaltet zwar ein umfangreiches Beiheft mit allen Songtexten und auch einem umfangreichen Essay zu Album und Band, doch ist das alles ausschließlich in Polnisch gehalten.

Orgel und Gitarre bestimmen die Musik, druckvoll voran getrieben von der Rhythmusabteilung. Erdig-vertrackter Rock, psychedelisches Schweben, jazziges Jammen und komplexes Geprogge kommt hier aus den Boxen, dicht verwoben und selten ergänzt um Streicher-, Chor- und Bläsereinlagen. Dazu wird viel gesungen, recht theatralisch bisweilen, rezitiert, geflüstert, geklagt, hysterisch gelacht und deklamiert. Gelegentlich erklingen auch schwungvolle Flöteneinlagen (z.B. in „Taniec Głodnego“), wobei nicht verraten wird wer für dieselben zuständig war. Der Bass spielt sich bisweilen solistisch und virtuos in den Vordergrund und zudem wurde die Musik stellenweise mit allerlei weiterer Perkussion angereichert.

"Mrowisko" ist alles in allem eine sehr farbige Scheibe mit einem als zusammenhängende Suite dargebotenen, psychedelisch-jazzigen Protoprog, der noch stark nach den späten 60er Jahren des letzten Jahrhunderts riecht und (nach dem Geschmack des Rezensenten) ein wenig unter den expressiven Gesangseinlagen leidet. Die meisten CD-Reissues des Albums enthalten als Bonus auch die vier Stücke der ein Jahr vorher erschienen EP, die ähnliche, wenn auch etwas schlichtere und pop-lastigere Musik bietet. Die schon erwähnte Version von Metal Mind Productions beinhaltet dieselben, dem ursprünglichen Veröffentlichungskonzept folgend, auf einer zweiten, etwas über 10 Minuten langen CD. Zumindest Ostprog-Adepten und Freunde von „Rockopern“ sollten zugreifen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.10.2016
Letzte Änderung: 29.10.2016
Wertung: 10/15

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