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The Flaming Lips

Oczy Mlody

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Krautrock; Moderne Electronica; Psychedelic
Label: Bella Union
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Wayne Coyne
Steven Drozd
Michael Ivins
Derek Brown
Jake Ingalls
Matt Duckworth
Nicholas Ley

Gastmusiker

Miley Cyrus
Reggie Watts

Tracklist

Disc 1
1. Oczy Mlody 2.53
2. How 4.24
3. There should be Unicorns 5.49
4. Sunrise (Eyes of the Young) 4.04
5. Nigdy Nie 4.10
6. Galaxy I sink 3.57
7. One night while hunting for Fairies and Witches and Wizards to kill 6.07
8. Do glowy 4.18
9. Listening to the Frogs with Demon Eyes 7.35
10. The Castle 4.50
11. Almost Home 4.53
12. We a Famly 4.44
Gesamtlaufzeit57:44


Rezensionen


Von: Marc Colling @ (Rezension 1 von 2)


Wenn noch irgend etwas in dieser Musikwelt so etwas wie Konstanz hat, dann sind es die Flaming Lips. Diese Band ist nämlich konstant unberechenbar. Das beweisen sie mit ihrem neuen Album ohne Wenn und Aber. Es klingt wie noch nie vorher ein Album dieser Band nach Elektronik, Schwermut und Düsternis. Und doch gibt es tatsächlich Menschen (Kritiker), die diese Musik irgendwo im Pop sehen. Hallo? Pop? Welcher Pop denn? Nur weil mit Miley Cyrus eine kleine Popskandalnudel ein paar Töne im Background auf einem einzigen Song über ihren toten Hund singen durfte? Oder weil die Band diesmal tatsächlich stringenter und somit leicht zugänglicher klingt? Bullshit, alles Quatsch. Flaming Lips sind immer noch experimentell und für alles Neue offen. Diesmal haben sie sich halt eher den elektronischen Sounds verschrieben und benutzen dafür auch schon mal Melodien die aus den 60'ern entsprungen sein könnten. Es blubbert und quietscht und flirrt aus allen Ecken und Enden. Die Synthesizer dominieren von der ersten bis zur letzten Note, die Gitarren spielen nur eine Gastrolle. Natürlich ist das leichter zu ertragen als mäandernde Gitarren die pausenlos herum dudeln. Dennoch ist kein Bezug zu Pop erkennbar. Psychedelisch, spacig, krautig, merkwürdig, skurril, sphärisch. Das kommt alles irgendwie dieser Musik nahe, ist aber im Endeffekt nichts weiter als Schubladendenken. Und die Flaming Lips gehören in keine Schublade. Sie sind frei, spielen frei und ziehen ausschließlich ihr eigenes Ding durch. Das hat mit Kommerz und Pop nichts zu tun.

Es macht auch keinen Sinn einzeln auf die Songs einzugehen. Diese fließen nahtlos ineinander über, bräuchten eigentlich keinen Namen. Klar kann man sie voneinander unterscheiden, aber warum sollte man das tun? Diese Musik ist für Genießer, die sich hinsetzen und von der ersten bis zur letzten Sekunde einfach nur unkonventionelle Musik hören möchten. Da entdeckt man an einigen Stellen sogar Streicher zwischen all diesen Synthies. Sicher hat das viel mit Homogenität zu tun, einige würden wahrscheinlich sagen die Musik klinge gleichförmig. Das muss jeder sehen wie er will, einen roten Faden hat das Album allemal.

Man könnte dieses Werk auch nur im simpel-elektronischen Bereich verorten. Was aber irgendwie auch nicht so richtig stimmt, denn dafür sind viele Passagen dann doch zu schräg. Elektro-Rock? Nein, der Rock fehlt. Elektro-Experimental? Gibt es diesen Begriff? Vielleicht nicht, könnte aber ebenfalls Verwendung finden bei einigen Sachen von Mogwai oder vielleicht Godspeed You! Black Emperor. Also irgendwie auch hier.

Langer Rede, kurzer Sinn. Die Band schafft es wieder einmal ihre Fans zu überraschen. Dass Wayne Coyne als Mastermind sich für niemanden verbiegt, weiß der treue Fan auch ohne Belehrungen von irgendwelchen Journalisten die nichts verstanden haben. Das Album strahlt eine gewisse Ruhe aus, fordert aber auch heraus. Und zwar die Fähigkeit, sich dem Kosmos von Bands zu öffnen wie Flaming Lips oder Gong, um nur diese noch zu nennen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Radiohead, Mogwai, aber eigentlich nur manchmal
Veröffentlicht am: 23.1.2017
Letzte Änderung: 23.1.2017
Wertung: 12/15
überraschend und überraschend gut

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Nachdem ihr Sgt.-Pepper-Coveralbum meinen Gefallen fand, war ich auf ein Album mit Eigenkompositionen der Flaming Lips gespannt. Da bot sich ihr derzeit aktuelles Werk Oczy Mlody an. Bei diesem fällt bereits der polnische Titel auf (auch einige Songs tragen polnische Titel), wobei es sich nicht um korrektes Polnisch handelt; näheres dazu im entsprechenden Wikipedia-Artikel.

Die Musik auf Oczy Mlody hat einen deutlich elektronisch-psychedelischen Charakter. Elektronisches Instrumentarium dominiert durchweg, sphärische Klänge werden durchsetzt mit kleinen Schrägheiten in Form von allerlei Zischen, Fiepen und Ziepen, was den Songs eine eigenartig surreale Aura verleiht. Passend dazu ist der leicht androgyn anmutende, weltentrückte Gesang, der stets etwas Getragenes hat.

In Summe ergibt sich daraus eine reizvolle Mischung aus Eingängigkeit und Schrägheit. Das über die Dauer des Albums weitgehend unveränderte Klangbild und das meist zurückhaltende Tempo erwecken nach einiger Zeit allerdings den Eindruck einer gewissen Gleichförmigkeit; immerhin wurde nicht bis zur maximalen Spielzeit aufgeblasen, aber eine zehn bis fünfzehn Minuten weniger hätten es auch getan. Trotzdem, ein hübsches Album.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.4.2018
Letzte Änderung: 1.4.2018
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Flaming Lips

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2002 Yoshimi Battles The Pink Robots 10.00 1
2006 At War With The Mystics 9.00 1
2009 The Flaming Lips and Stardeath and White Dwarfs with Henry Rollins and Peaches Doing The Dark Side of the Moon 9.67 3
2009 Embryonic 11.00 1
2013 The Terror 11.00 1
2014 With A Little Help From My Fwends 12.00 2
2017 Onboard the International Space Station Concert for Peace 10.00 1

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