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WintherStormer

Woodwork

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; RetroProg
Label: Bajkal Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Terje Winther Analog Synthesizers, Sequencer
Erik Stormer Analog Synthesizers, Sequencer
Atle Pakusch Gundersen Guitars, Electronics, Voice
Geir Marthin Helland Drums, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. pure analogue forever 15:51
2. musical equitation extracted from firelogs 17:09
3. engraved 8:02
4. monochrome 35:15
Gesamtlaufzeit76:17


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Auch in Norwegen wird elektronische Musik gemacht. Also, nicht nur dieser experimentelle "Kram", wie er z.B. von Rune Grammofon veröffentlicht wird, sondern klassische Retroelektronik im Geiste der Berliner Schule. WintherStormer machen nämlich genau solche und kommen aus Oslo. Der Bandname geht offensichtlich auf die beiden Tasten drückenden Hauptprotagonisten zurück, die das Projekt Anfang des neuen Jahrtausends auch gestartet haben. Trotzdem ist man, zumindest seit man Tonträger veröffentlicht, meist als Quartett tätig, zu dem dann in der Regel der Gitarrist Atle Pakusch Gundersen und der Perkussionist Geir Marthin Helland gehören.

Nach einer selbstproduzierten CDR ("Live 2007") legte man ebenfalls 2007 mit "Woodwork" eine erste "richtige" CD vor. Holz kommt hier zwar eher weniger zum Einsatz (ein wenig allerdings schon - zumindest greift Helland bisweilen zu Drumsticks). Klassische, sehr volle und dynamische Elektronikklänge kommen hier aus den Boxen, Vintage-Synthesizersounds, pulsierende Sequenzermuster und allerlei weitere blubbernde, fiepende, jaulende, dröhnende, hupende, schwebende und flirrende Tasten- und Elektroniksounds. Die Briten von radio massacre international haben zeitgleich recht ähnliche Musik gemacht, und diese oft durch weitere, nichtelektronische Klänge angereichert (siehe z.B. "time & motion"). Auch WintherStormer geben ihren Tonkreationen durch das Hinzufügen von E-Gitarrenlinien, allerlei glockiger und klimpernder Perkussion und bisweilen auch eines Schlagzeugs ein eigenes Gepräge. Vor allem durch Letzteres bekommt die Musik oft eine sehr rockige Atmosphäre. Oder quatsch, vieles hier ist Rock ... oder besser: dynamischer Elektroprog.

Ausgesprochen druckvoll und treibend ist das klangliche Ergebnis, wie es gleich das einleitende "pure analogue forever" zeigt, das nach mächtigem Klangwabern in der zweite Hälfte sehr bewegt und fett aus den Boxen strömt. Freiformatiges Tonbasteln bestimmt "musical equitation extracted from firelogs", das ziemlich experimentell und angeschrägt, aber auch sehr mächtig und voluminös voran gleitet. "engraved" bietet dann sperriges Gerocke, eingebunden in repetitive-pulsierende Elektronik. Das lange "monochrome" ist schließlich der Höhepunkt des Albums, verwandelt sich die recht Berlin-typische, lange über einem klassischen Sequenzermuster dahin wogende Nummer doch bald in einen ausgesprochen druckvollen, bisweilen ziemlich wüsten Elektroprog-Jam, der trotz seiner langen Dauer nie langweilig wird und in der zweiten Hälfte ausgesprochen dynamisch, von sonor knurrenden Bassklängen und deftig jaulenden und plingenden E-Gitarreneinlagen voran getrieben rockt.

"Woodwork" ist eine sehr gelungene Scheibe mit spacig-kosmischer, geradezu klassischer Retroelektronik mit sehr authentischem Sound, die durch den ausgiebigen Gitarren- und Perkussioneinsatz ein eigenes Gepräge bekommt und sehr farbig und abwechslungsreich, gleichzeitig aber auch ungemein druckvoll, voluminös und dynamisch voran gleitet. Wer z.B. die Schulze-Scheiben mit Schlagzeugbegleitung schätzt, der sollte "Woodwork" dringend antesten!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.2.2017
Letzte Änderung: 5.3.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von WintherStormer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Electric Fairytales 11.00 1
2011 Ground Connection 10.00 1

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