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Polyphia

Renaissance

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; Progmetal
Label: Equal Vision Records
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Clay Gober Bass
Brandon Burkhalter Drums
Tim Henson Guitar
Scott LePage Guitar

Tracklist

Disc 1
1. Culture Shock 4:42
2. Light 3:50
3. Florence 3:09
4. Nightmare 4:06
5. Storm 3:29
6. Bittersweet 3:53
7. Symmetry 1:56
8. Ivory 3:06
9. Paradise 4:16
10. Amour 3:41
11. Crush 4:00
12. Euphoria 4:16
Gesamtlaufzeit44:24


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Polyphia sind die perfekte Progmetal/Djent-Band für Leute, die dieses Genre nicht mögen. Es ist ja ein wenig verschrieben, als kalt, technisch, als Musik für Musiker, eher was für Technikfreaks, weniger was für's Herz.

Aber das ist jetzt vorbei, jetzt gibt's Polyphia. Na, eigentlich gibt's die schon 'ne Weile, seit 2011 nämlich. Die Band wurde, wie in den letzten Jahren viele andere mehr, über's Internet bekannt: als ihr Track "Impassion" explodierte und viral ging. Die Band spielte in der Folge Gigs mit niemand geringerem als Periphery, Between the Buried and Me und August Burns Red.

Dazu passen sie heute nicht mehr so gut. Polyphia startete zwar mit wuchtigem Geshredde, hat sich mittlerweile aber deutlich melodischerem Material zugewandt. Djent trifft Pop sozusagen - wenn man das nicht falsch versteht. Die Band ist nämlich inzwischen bekannt für ihre weniger techniklastige, dafür gefühlvollere Variante des Djent. Immer noch anspruchsvoll, aber auch sehr catchy: Es geht weniger heftig zu als bei anderen Vertretern des Genres.

Ihr 2016 veröffentlichtes Album "Renaissance" ist die dritte Scheibe der Band, nach der Debüt-EP "Inspire" von 2013 und dem ersten Album "Muse" von 2015. Und tatsächlich präsentiert die Band hier etwas, das man als "Pop-Djent" bezeichnen könnte - wenn es so etwas gäbe: Obwohl technisch sehr anspruchsvoll und wie im Djent üblich sehr präzise gespielt, ist die Musik sehr eingängig, das flüssig Fließende des Genres wird betont, das technoid Kalte eher in den Hintergrund gerückt. Technik ist hier lediglich die spielerische Voraussetzung für die perfekte Präsentation äußerst melodielastiger Musik, die, gepaart mit dem genreüblich gleißend cleanen Sound, eine unglaublich mitreißende Eingängigkeit entwickelt. Das Ganze hat, man glaubt es kaum, Gefühl. Deshalb habe ich Polyphia eingangs als die perfekte Progmetal/Djent-Band für Leute beschrieben, die dieses Genre nicht mögen: Die klangliche Schönheit beschränkt sich mal nicht auf das Sounddesign, es ist der Musik selbst inhärent. Hört man nicht oft.

Polyphia sind ne echt junge Band. Das sieht man ihren Videos an, bei denen man etwas schmunzeln muss, wenn Aufnahmen konzentriert musizierender Knäblinge mit den verführerischen Bildern einer sleeken, schwellenden Glöcknerin kombiniert werden, die sich lasziv zur Musik räkelt. Aber die Band hat ein immenses Potenzial. Man wird sehen, in welche Richtung sich Polyphia weiterentwickeln werden. Ich bin gespannt.

Anspieltipp(s): Crush!
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.2.2017
Letzte Änderung: 24.3.2017
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Polyphia

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Muse 12.00 1

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