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Unimother 27

Fiore Spietato

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Psychedelic; Spacerock
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Piero Ranalli bass, guitars, synthesizers
Mr. Fist drums

Tracklist

Disc 1
1. There is no Trip for Cats 7:51
2. Hierophantes 9:54
3. Something about the Clouds 7:44
4. The Wheels of Memory 10:10
5. Fiore Spietato 14:31
Gesamtlaufzeit50:10


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Interstellar Overdrive… ist das erste, was mir als Hörer in den Sinn kommt, wenn ich das Eingangsriff höre. Dann aber geht es in federndem Midtempo mit fettem Bass und irisierender E-Gitarre durchaus psych-floydig weiter, aber keinesfalls mehr so eindeutig. Nach etwa zwei Minuten wird es dann auch noch getragener und seltsamer mit leicht finster wabernden Keyboards. Alle Instrumente bis auf das Schlagzeug werden von Piero Ranalli selbst bedient. Am groovenden Schlagwerk sitzt wieder Mr. Fist.

„There is no Trip for Cats“ treibt kraftvoll spacig vor sich hin, weitgehend dominiert vom Sound der psychedelischen E-Gitarre; will heißen, es ist Druck da, der Klang ist voll, aber die Musik treibt etwas richtungslos dahin. Das hat eine stark suggestive Wirkung, lässt aber keinen Songcharakter aufkommen, sondern wirkt mehr wie eine lange Improvisation. Das folgende „Hierophants“ weckt im Basslauf wiederum Erinnerungen an die frühen Floyd, entfaltet aber dann auch wieder seinen eigenen spacigen Sog.

„Something about the Clouds“ bringt ein ganz neues Moment ins Spiel: die wavigen früh-80er Crimsons. Eine kraftvoll bratzelnde E-Gitarre erhebt sich über einem sich monoton wiederholenden schnellen Keyboardlauf, begleitet von einem einfachen, gleichwohl beunruhigenden Bass. Mr. Fist macht Pause. Der Song entfaltet eine ungewöhnliche Intensität, die aufhorchen lässt. Mein Geheimtipp des Albums!

„The Wheels of Memory“ kehren zurück zur floydigen Psychedelic. Nach dem nervenzerrenden Vorgänger die dringend nötige Entspannung. Es fiept und jault vollpsychedelisch gedämpft vor sich hin, dass es eine Freude ist, darüber gelegt die üblichen Eskapaden an der Space-Guitar. Die Drums untermalen mit einem zunächst lockeren, später drucksteigernden Beat. Am Ende wird dann wieder der Fuß vom Gaspedal genommen.

„Fiore Spianto“, die herzlose, mitleidlose, rücksichtslose Blume, bildet den dramatischen Abschluss. Das phantasievolle Artwork von Bianca Carestia ist ganz auf diesen Titel abgestimmt. Der Sound ist wieder schön federnd, der begleitende Gitarrenlauf im Intro geht wieder in die crimsoide Richtung. Aber das ist nur ein Moment in diesem sonst wenig retrospektive Assoziationen aufkommen lassenden, ausufernden Longtrack mit bedrohlich verhaltenem Mittelteil.

Insgesamt ist Unimother 27 mit diesem Album ein in sich konsistenter Space-Psych gelungen, der zwar hier und da Erinnerungen an inspirierende Quellen weckt, als Ganzes jedoch ein sehr dichtes, eigenständiges Format bietet.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.3.2017
Letzte Änderung: 16.3.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Unimother 27

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Grin 11.00 1
2015 Frozen Information 10.00 1
2018 Acidoxodica 12.00 1

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