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Pazzo Fanfano Di Musica

Pazzo Fanfano Di Musica

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1989
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Moderne Klassik
Label: King/Crime
Durchschnittswertung: 14/15 (1 Rezension)

Besetzung

Takashi Aramaki guitar
Katsuhiko Hayashi organ, Mellotron, clavicemballo
Takashi Kawaguchi violin
Kazuhiro Miyatake flute
Motoi Sakuraba piano
Nobuyuki Sakurai drums
Kyoko Sugimoto piano, clavicemballo
Tadashi Sugimoto bass, cello, contrabass
Megumi Tokuhisa vocals
Tomoki Ueno organ, Mellotron

Tracklist

Disc 1
1. Preludio 0:50
2. Fiori per Algernon 7:58
3. Sospiri del fiore 3:32
4. La dolce follia 5:11
5. Agilmente 1:37
6. Intermezzo I 1:32
7. Affettuoso 5:54
8. Fragoroso 4:34
9. Intermezzo II 1:20
10. Onde 6:12
11. Anniversario 10:35
Gesamtlaufzeit49:15


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Also weiter in meiner losen Mythbuster-Serie. "In the Court of the Crimson King" war nicht das erste Prog-Album, John Myung kann man sehr wohl hören, und es gab in den Achtzigern sehr wohl Prog.

Wahlweise: Und es gab in den Achtzigern sehr wohl guten Prog.

Nur keine Möglichkeit, ihn zu finden.

Pazzo Fanfano Di Musicas Album "Pazzo Fanfano Di Musica" von 1989. Keine Chance, das 1989 zu finden, wenn man nicht Japanisch konnte. Nichtdestoweniger: Ein einzigartiges, ein großes Album. Ähnlich wie "Crystal Voyage" von den Landsleuten Sirius ein Album, das viel, viel, VIEL bekannter sein sollte, als es ist.

Pazzo Fanfano Di Musica war eine zehnköpfige Supergroup, bestehend aus Mitgliedern prominenter Bands wie Mr. Sirius, Mugen, Vienna, Magdalena, Deja Vu und Teru's Symphonia. Leider veröffentlichten sie nur ein einziges Album. Aber was für eins!

Pazzo Fanfano Di Musica war eine dieser japanischen Bands, die so tun, als wären sie Italiener (das gibt's auch andersherum, siehe Yugen). Tatsächlich hört man dem Ensemble italienische Einflüsse an, auch Genesis - oder treffender: Steve Hackett - kann man heraushören, vor allem aber beziehen die Musiker europäische Kunstmusik aus der Zeit zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert in ihren Stil ein. Eindeutig eine Progband, steht doch auch klanglich die Klassik stärker im Vordergrund als der Rock. Das hier ist lupenreiner Symphoprog/Pseudoklassik, und, wie ich hinzufügen möchte, erstklassig.

Das Album wird von dem Instrumental "Preludio" eröffnet, einem sanften, barock inspirierten A-Gitarrenstück, dass die Atmoshpäre des Albums vorbereitet. Cello und Violine leiten dann in den wunderschönen Prog-Achtminüter "Fiori Per Algernon" ein, der auf einer Kurzgeschichte (und dem darauf folgenden Roman) von Daniel Keyes beruht. Der Song wird von Nobuyuki Sakurais kräftigem Schlagzeug geerdet, darüber legt dann ein Streicherensemble die instrumentale Begleitung, angeführt von Takashi Kawaguchis Violine, und unterstützt von Kazuhiro Miyatakes Flöte und Motoi Sakurabas bzw. Kyoko Sugimotos Klavier. Darüber schwebt die Manga-Opern-Stimme von Megumi Tokuhisa. Die Intensität nimmt zu, wenn die Musik zur Mitte hin dissonanter wird und sich damit aus der Klassik Richtung Frühmoderne bewegt – erst gegen Ende kehrt die sanftere Kunstlied-Atmosphäre zurück – großartig!

Es folgt die instrumentale Pastorale "Sospiri del Fiore", ein wunderbares Duett zwischen Takashi Aramaki an der A-Gitarre und Mr. Sirus' Kazuhiro Miyatakes an der Flöte – und ein stiller Moment zwischen zwei kraftvollen Proggern.

Düster beginnt der nächste Song, "La Dolce Follia". Dann verwandelt er sich in ein Streichquartett, weiter in einen wuchtigen Proggrocker mit gewaltigen Mellotron-Akkorden, bevor ätherische Klänge zu einem Songteil überleiten, der nun eindeutig dem Italoprog entlehnt ist. Ein atemberaubendes Arrangement, das den Song immer wieder neu sich erfinden lässt. Ja, das hängt nicht wirklich folgerichtig zusammen, aber es ist so hervorragend gemacht, dass man der Band das gern verzeiht. Seltsam, düster, barock - ein Highlight des Albums!

Nach dem neobarocken Kleinod "Agilmente", das Violine und Flöte zu Cembalobegleitung erklingen lässt und dem Gitarrenstück "Intermezzo I" geht es mit "Affetuoso" weiter. Das stille Gesangsstück ist ein nostalgisches Lied mit Cembalobegleitung und Soli von Violine und Flöte. Megumi Tokuhisa liefert hier eine ganz wunderbare, zerbrechliche Gesangsleistung ab, die beste auf dem Album.

"Fragoroso" beginnt ein wenig zu claydermanesque, dann entwickelt sich aber ein schönes, klaviergetriebenes 5/8-Instrumental, das wieder eine ganze Reihe von rhythmischen und harmonischen Wechseln durchläuft. Vielleicht nicht der beste Progtrack auf dem Album, aber ein schönes Stück, das Leute mögen könnten, denen das Barock Project gefällt.

Nach der schönen Gitarrenminiatur "Intermezzo II" geht es mit dem dramatischen "Onde" weiter. Das Stück eröffnet eine wehmütige Violine, ein sehnsuchtsvolles Cello übernimmt, das Piano tritt hinzu – aber anders als bei "La Dolce Follia" wird "Onde" nicht immer weiter gesteigert, vielmehr reichen sich die Musiker die hochromantische Musik in der Folge hin und her, bis das Stück leise verklingt. Herrlich!

Das Album endet mit dem Mini-Epos "Anniversario", das noch einmal alle Register des Pazzo-Fanfano-Di-Musica-Progs zieht: zarter Gesang, gezupfte Gitarren, wunderbare Soli von Violine und Flöte - dann wird die Orgel ausgepackt, und erst ganz am Ende, wenn zum ersten und einzigen Mal die E-Gitarre ausgepackt wird, steigt das Energielevel steil an, und die Band fährt in einem kammerigen Tutti noch einmal ihr ganzes Können auf. Ein grandioser Abschluss eines fantastischen Albums!

Es dürfte klar geworden sein: Ich halte dieses Album für ein Meisterwerk und einen Höhepunkt des Progressive Rocks der Achtziger Jahre – und das bei weitem nicht nur im Vergleich zu den üblicherweise bekannten Marillion und Twelfth Night. Hören, unbedingt, keine Widerrede! Ein Muss!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Schwierig. Viel Neoklassik hier. Bisschen Italoprog, der lyrische, stille, bisschen früher Hackett, bisschen Barock Project, bisschen Mr. Sirius - schwierig. Ziemlich einzigartige Scheibe.
Veröffentlicht am: 2.6.2017
Letzte Änderung: 2.6.2017
Wertung: 14/15
Wundervoll!

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