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Bardo Pond

Acid Guru Pond

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: improvisiert; Krautrock; Postrock; Psychedelic; RIO / Avant; Spacerock
Label: Fire Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

John Gibbons Gitarre
Michael Gibbons Gitarre
Isobel Sollenberger Vocals, Flöte
Jason Kourkounis Schlagzeug, Percussion
Aaron Igler Synths

Gastmusiker

Mani Neumeier Schlagzeug
Makoto Kawabata Gitarre
Atsushi Tsuyama Gitarre, Bass, Orgel
Etsuko Neumeier Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Purple 17:45
2. Green 11:11
3. Blue 8:09
4. Orange 16:13
5. Red 14:50
Gesamtlaufzeit68:08


Rezensionen


Von: Fabian Lutz @


Die zwei noiseverliebten Psych-Dronebands Bardo Pond und Acid Mothers Temple treffen auf die legendären, nicht minder irren Guru Guru und nehmen ein jamverliebtes Album auf. Krautfreunde freuen sich also über den großen Mani Neumeier an den Drums. Jeder Track trägt den Namen einer anderen Farbe, jeder Track braucht seine Zeit (bedeutet, dass der kürzeste Track 8 Minuten, der längste knapp 18 Minuten dauert). Es wird also gejammt und das nach bester Free-Rock-Tradition. Erstaunlich nur, dass die wilden Noise-Exzesse ausbleiben. Die Musik bleibt gedehnt, langsam, zähflüssig und dicht. Die friedlichen Drogen wirken wohl und so wird es ein relativ entspannter, wenn auch abgespacter Aufenthalt in den Weiten des Universums.

Zumindest, wenn man nach dem Anfangstrack geht. Exotisches Gitarrengezupfe, Spacesounds, loses Drumming und merkwürdig surrender Gesang bilden einen weltfremden Ort der Entzückung. Später kommen ein paar noisige Gitarrenspuren dazu, für die man eine Band wie Acid Mothers Temple so schätzt, der entspannende Klang bleibt aber erhalten. Am Schluss der 17 Minuten „Purple“ erklingt schließlich Isobel Sollenbergers (Bardo Pond) verschleppte Stimme, freischwebend über dem wilden, aber sanften Klangteppich. Intensiv. „Green“ klingt noch spaciger, verhallter, ballt sich dann aber erneut zu noisigen Gitarreneinlagen, welche dem ganzen wieder eine chaotische, wenn immer noch gedämpft verträumte Note geben. Vor orientalisch geprägter Dronekulisse dann der kürzeste Track „Blue“ mit einer schwelgenden, noisigen Gitarre deutlich im Vordergrund. „Orange“ gleitet mit sonderbaren Spacesounds wieder in die Weiten des Unbekannten. Sogar mit wildem Klavier und jazzartiger Lounge-Atmosphäre im Mittelteil. Nur um diese sanften Einschübe wieder zu demontieren, ertönt am Ende dann eine sonderbare Tröte und ergänzt die wirren Gitarrenspuren ideal. „Red“, der Abschlusstrack klingt düsterer, deutlich vernoister, nimmt auch ein freakiges Orgelspiel in sich auf und schließt das Album mit seinem sturen Hämmern der gleichen Akkorde und den gruselig springenden Gitarren keineswegs friedlich ab. Also doch nicht ganz ohne.

Keine Frage, „Acid Guru Pond“ ist far out, nur schwer zu beschreiben und dürfte jeden unbedarften Rockfan verschrecken. Wer sich den Drone-Experimenten Bardo Ponds und vor allem jenen der noch radikaleren Acid Mothers Temple aber verbunden fühlt, kommt hier auf seine Kosten. Guru Guru-Freunde können ebenfalls gern einmal reinhören, müssen aber damit klarkommen, dass dieses Erbe des 70s-Free-Rock die Urväter an Radikalität bei weitem übersteigt.

Anspieltipp(s): Blue, Orange
Vergleichbar mit: Bardo Pond, Acid Mothers Temple
Veröffentlicht am: 30.6.2017
Letzte Änderung: 20.8.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Bardo Pond

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Lapsed 12.00 1
2001 Dilate 12.00 1
2009 Peri / Game Five And A Half 9.00 1
2017 Under The Pines 10.00 1

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