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23580 Rezensionen zu 16109 Alben von 6259 Bands.
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Spock's Beard

The Kindness Of Strangers

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream; RetroProg
Label: Inside/Out
Durchschnittswertung: 11.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Neal Morse Vocals, Keyboards, Guitars
Nick D'Virgillio Drums, Percussion, Vocals
Alan Morse Guitars, Cello, Mellotron, Vocals
Ryo Okumoto Hammond Organ, Mellotron
Dave Meros Bass, Vocals

Gastmusiker

Jackie Suzuki, Tom Tally, Eric Brenton, Melissa Hasin String Quartet on The Good Don't Last

Tracklist

Disc 1
1. The Good Don't Last

1. Introduction
2. The Good Don't Last
3. The Radiant Is On

10:05
2. In The Mouth Of Madness 4:45
3. Cakewalk On easy Street 5:02
4. June 5:29
5. Strange World 4:21
6. Harm's Way 11:06
7. Flow

1. True Believer
2. A Constant Flow Of Sound
3. Into The Source

15:49
Gesamtlaufzeit56:37


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @ (Rezension 1 von 3)


Mit "TKOS" legten Spock`s Beard ein Album vor, welches im Vergleich zu den beiden vorherigen Platten etwas weniger Prog, dafür mehr Rockcharakter zeigt. Ich würde es mit einem Wort auch kommerzieller nennen. Es beginnt für mich den Weg, der mit "Day for night" (leider) fortgesetzt wird. Dieses Album steht in der Mitte zwischen Altem Gesicht und Neuem Gesicht (etwa so wie "The colour of spring" von TalkTalk, dort ist die Marschrichtung allerdings andersherum).

Das beste Stück der Platte kommt gleich zu Beginn. Orgelakkorde, ein Cello, dann stakkato-Tupfer, ein Wirbel, das Schlagzeug setzt mit einem herrlichen Groove ein, ein toll-verspielter Anfang, mal leise, mal treibend-kraftvoll. Dann acoustic Guitar und die unverkennbare, eindringliche Stimme von Neal Morse. Das Stück erreicht mühelos die Qualität der ersten beiden Alben. Von der fulminanten Introduction über den verspielten Mittelteil führt das Stück in das fliessende "The Radiant is" und endet mit Cello in einem fast kammermusikartigen Ausspiel. Mit "in the mouth of madness" beginnt dann in Ansätzen die "neue", kommerziellere Seite. Das Stück beinhaltet aber immer noch richtig proggige Passagen, ist aber im Grundtenor schon sehr straight-rockig und 4/4-mässig. Trotzdem: tolle Farbtupfer in Form eingestreuter Breaks, schriller Gitarre und walking Bass.

"Cakewalk" hat einen tollen Bass zu Anfang, ist dann aber einfach zu simpel gestrickt, die Melodie gefällt mir nicht besonders, der Refrain ist gewöhnlich. Die Grundstimmung hat man auf BOD schon besser hingekriegt.

Mit "June" folgt eine unterdessen zum Live-Klassiker avancierte Ballade zum Mitsingen. Mir persönlich ist das Stück aber zu seicht. Es ist wohl nett gemacht, aber vor allem der Gesangsteil "Then the sun came up..." ist doch sehr gewöhnlich und vor allem die background Vocals ziemlich gewöhnlich. Da gefällt mir "Speak my name" von IQ (Subterranea) einiges besser. Strange world hätte man sich sparen können.

Mit Harm`s way folgt das zweite Highlight der Platte. Nicht bloss textlich stark, sondern vor allem zu Anfang und am Ende voller Kraft und Bombast. Geniale Harmonien, ein spärlich instrumentierter Mittelteil à la "time has come" und ein stimmungsvolles Gitarrensolo, easy perlende Organakkorde, eine eindringliche Stimme, dann das fulminante Finale.

Flow schliesst das Album episch-magistral ab.

Abschliessend ist TKOS vielleicht das bis dato rundeste, geschliffenste Album. Der ideale Kompromiss zwischen Prog und "radiotauglich". Tolle Kompositionen in modernem, zugänglichem Gewand. Da jedoch die Authentizität der ersten beiden Werke fehlt und mit Cakewalk, June und Strange world drei gewöhnlichere Stücke enthalten sind, erreicht TKOS als Ganzes nicht die Klasse der ersten beiden Alben. Mit "the good don`t last" und "harm`s way" sind den Bärten allerdings zwei ganz starke Stücke gelungen, die das Album auf eine 12 hochhieven.

Anspieltipp(s): The good don`t last, Harm`s way
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.8.2002
Letzte Änderung: 18.10.2002
Wertung: 12/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 3)


Spock’s Beard und im speziellen THE KINDNESS OF STRANGERS hat mir den Glauben an progressive Rockmusik wieder gegeben. Jahrelang hatte ich mit leichtem Wehmut meine alten Schallplatten aus den frühen 70-ern gehört - und zwischendurch zeitgemäßes wie Grunge oder dub - und dabei glatt die Renaissance des progressiven Rocks verschlafen... Nach diesem Wiedererweckungserlebnis konnte ich mir auch z.B. die bislang verschmähten 90-er Jahre Marillions mit Gewinn anhören (und – Wunder über Wunder – sogar die 80-er Jahre Teile)!

Als ich das Album 1997 das erste Mal hörte, dachte ich mir: „Das ist aber eine seltsame Neuerscheinung.“ Dann hatte ich zunehmend das Gefühl, dass hier die Musik der 70-er Jahre von ein paar abgedrehten Musikern genial persifliert wird mit z.T. etwas schwülstigen Melodien, sprich: Musik, die einfach Spaß macht und von der Band spieltechnisch perfekt und mit ner Menge Spielfreude und Power rübergebracht wird!

Die Musik von Spock’s Beard ist dabei rundum positiv wie sonst nur bei Yes zu hören. Sie bringt keine progressiven Innovationen, sondern lebt einfach durch ihre Retro-Vorliebe, dem ungenierten Zusammenmischen sattsam bekannter progressiver Ingredienzien zu einem unbeschwerten Cocktail ohne Kopfwehrisiko am nächsten Tag; nur etwas Bauch setzt man an, bei all den süßlichen Melodien, die ihre Vorliebe für Beatles und amerikanischen Mainstreamrock nicht verhehlen können. Und dann noch dieser Name: Spock’s Beard – trashige Mucke, die sooon Bart hat und genauso viel Spaß macht... Es ist immer so ne Art Ratespiel: woran erinnert mich das jetzt? Yes, Kansas, Gentle Giant, Genesis, Beatles?

Die meisten Songs bieten unwahrscheinlich “progressive” instrumentale Intros (progressiv als Rückgriff auf klassischen Prog), um dann mit z.T. etwas sehr gefälligen Melodien und virtuosen instrumentalen Mittelteilen zu erfreuen. Gleich das erste Stück, der Mehrteiler „The Good don’t last“, ist ein Mega-Beispiel für diesen Stil, den die Band auf diesem Album perfektioniert. Das Grundkonzept wurde dabei schon auf dem Erstling THE LIGHT dargeboten. Nur hier klingt es noch etwas runder und fetter. Eigentlich ist das Teil ja eine Lachnummer, dermaßen out-of-time und patchwork und eben doch so vollgestopft mit genialen Ideen, Breaks, mehrstimmigem Gesang, ausgewogenem Einsatz von Hammond, Mellotron, Gitarren, Streichern... schlichter Wahnsinn. Apropos Wahnsinn: „In the Mouth of Madness“ und das nachfolgende „Cakewalk on Easy Street“ (Easy Street? Hieß so nicht der Hit des fiktiven australischen Rock’n’Roll-Daddy?) setzen noch mal den Dampf-Faktor ne Stufe rauf, sodass man die ruhige und himmlisch-harmonische Nummer „June“ fast als Erlösung empfindet. „Then the sun came up...“ singt Morse und wieder wühle ich verzweifelt in meinem Gedächtnis: Wo habe ich das nur schon mal so ähnlich gehört? Vermittelt erste Sahne End-60-er Hippie-Feeling. Wunderschön. „Strange World“ ist n flockiger Rocker, während die letzten beiden Longplayer wieder die volle Retro-Klassik-Prog-Dröhnung geben. „Harms Way“ im Intro und zum Schluss ist wirklich Über-Prog wie Genesis zu ihren besten Zeiten, bevor dann bei „Flow“ noch mal Yes grüßen lassen.

Und bei all diesen vielen Reminiszenzen haben Spock’s Beard einen ganz eigenen Sound entwickelt. Nicht unbedingt innovativ, aber mit ungemeiner Spielfreude zelebriert und allem, was des Proggers Herz erfreuen kann (vorausgesetzt man erträgt auch mal mainstreamigen Schmalz, eher in den Strophen und Refrains als in den instrumentalen Teilen).

Anspieltipp(s): The Good don't last, In the Mouth of Madness
Vergleichbar mit: klassischem Prog, Mainstream
Veröffentlicht am: 8.8.2002
Letzte Änderung: 4.8.2011
Wertung: 13/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 3 von 3)


Auch diese CD ist remastered und mit Bonustiteln neu erschienen.

Auf "Kindness Of Strangers" sind Spock´s Beard nicht mehr ganz so auf den Plagiats-trip wie beim Vorläufer, obwohl man YES und andere immer noch raushört und die mich störenden Dinge auch noch vorkommen (bzw. die unmotivierten Klaviereinlagen zu Beginn von "Harm's way"). So gefallen mir weniger die Tracks 6 & 7, obwohl es dort wirklich schöne Passagen gibt als Ganzes weniger, als z.B. No. 2 & 3.

Dafür bieten sie auf der Positivseite wieder guten Chorgesang, mächtige Orgelriffs, Mellotron und andere Dinge mehr, die Freunde des 70er-Jahre Progs erfreuen.

"June" klingt für mich wie der Versuch von CSN&Y im Prog, wirklich gut gesungen von den Jungs.

Als Bonus gibt es diesmal: "The good don't last" (der Teil ab Minute 2:27 im Original), "In the mouth of Madness" und "Cakewalk on Easy street"(wird nach 4 Minuten ausgeblendet) als Radioedit bzw. "June" & "Strange world" als Homedemo.

Gefällt mir etwas besser als der Vorläufer, weil nicht mehr so offensichtlich geklaut wird. Ist mir aber manchmal immer noch zu unmotiviert und streckenweise auch zu süß.

Anspieltipp(s): In the mouth of madness
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.4.2004
Letzte Änderung: 4.8.2011
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Spock's Beard

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 The Light 11.80 4
1996 The official live bootleg 11.00 1
1996 Beware Of Darkness 11.25 4
1998 From the vault 4.00 1
1998 Live: The Beard Is Out There 11.00 1
1999 Live at the Whisky and Nearfest 8.50 2
1999 Day For Night 9.00 2
1999 Skin (Single) 3.00 2
2000 Don't Try This @ Home Either (The "from the vaults" series vol.3) 6.00 2
2000 V 11.25 4
2000 Don't try this at home 8.50 2
2000 Nick 'n Neal - Live In Europe - Two Seperate Gorillas (The "from the vaults" series vol.2) 3.50 2
2001 All On A Sunday (Single) 1.00 2
2001 There & here (The "from the vaults" series vol.4) 7.00 1
2002 Don't Try This At Home (DVD) 10.00 1
2002 Snow 11.00 2
2003 Feel Euphoria Ltd. Edition 7.20 5
2004 The Making of Snow - 1
2005 Octane 8.57 7
2005 Gluttons For Punishment - Live in '05 9.00 2
2006 Spock's Beard 8.75 4
2008 Live (DVD) 11.00 2
2010 X 11.00 5
2012 The X-Tour Live 11.00 1
2013 Brief Nocturnes and Dreamless Sleep 10.33 3
2015 The Oblivion Particle 10.50 2
2015 The First Twenty Years 10.00 2

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