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Bardo Pond

Dilate

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2001
Besonderheiten/Stil: Postrock; Psychedelic; Spacerock
Label: Matador Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Isobel Sollenberger Flöte, Violine, Vocals
Michael Gibbons Gitarre
John Gibbons Synthesizer, Gitarre, Percussion
Clint Takeda Bass

Tracklist

Disc 1
1. Two Planes 7:26
2. Sunrise 5:26
3. Inside 11:43
4. Aphasia 6:02
5. Favorite Uncle 5:58
6. Swig 4:22
7. Despite the Roar 7:07
8. lb. 8:31
9. Hum 3:43
10. Ganges 11:23
Gesamtlaufzeit71:41


Rezensionen


Von: Fabian Lutz @


Dilate ist der ideale Einstieg in die numehr ziemlich unübersichtliche Diskografie der dronefreudigen Psychrocker Bardo Pond. Neben dem gewohnten noisigen, effektüberladenen Rock treten auf Dilate viele akustische bis folkige Elemente, der Sound bleibt meist mäandernd bis entspannt, wenn auch immer schwer. Ein gutes Beispiel dafür bietet "Sunrise", der zunächst akustisch und mit der geisternden Stimme Isobel Sollenbergers beginnt, dann in einem leise noisedurchzogenen Mantra endet: "Watching it happen". Das ist eindringlich, psychedelisch, mit seinen Geigentönen gegen Ende auch etwas schräg und mit exotischem Touch.

Trotz bisweilen treibender Rhythmik brechen die Songs selten aus ihren repetitiven Mustern, schichten lieber immer mehr Instrumente übereinander, während Sollenbergers Stimme sonnenverblendet unabhängig über die Arrangements leiert. Bestes Beispiel ist der 11-minütige "Inside". Der andere Mammutsong auf dem Album "Ganges" verfährt ähnlich, statt Sollenbergers Stimme dröhnen hier orientalische Klangflächen. Massiver Gitarreneinsatz ist auch hier selbstverständlich. Bardo Pond machen eben keinen frickeligen oder virtuosen Hendrixkram, sondern bekifften Drone-Rock. In seiner Trockenheit streift der bisweilen auch das Gelände des Stoner Rock. "lb." zum Beispiel ist ein dickes Brett, schwere Gitarrenriffs und ein energisches Drumming bringen den Körper in Bewegung. Darüber singt Sollenberger übers Ficken. So muss es sein. Mittendrin bricht der Song dann ab, wird deutlich schneller und zur halben und einzigen Raserei auf dem Album.

Träumerischer ist der Opener "Two Planes", der mit postrockig-verhallten Gitarrentönen in eine meditative Stimmung führt, die durch die leisen Noise-Gitarren mehr gepuffert als attackiert wird. Vergleichbar damit auch "Despite the Roar", der ähnlich wie "lb." mittendrin jedoch schnell und rockig wird und dann skurrilerweise nach "Bohemian Like You" klingt. Anhören, wer es nicht glaubt. Atmosphärische Interludes wie "Swig" und "Hum" und der halbe Folksong (!) "Favorite Uncle" weiten das träumerisch-gedehnte Album. Nur "Aphasia" wird seinem Titel außerordentlich gerecht und klingt äußerst schräg, woran die sonderbaren Flötentöne erst recht nichts ändern. Zäh bleibt er aber ebenfalls und festigt endgültig den Maßstab eines eher zahmen, traumhaften Bardo-Albums. Ideal für die schwüle, schwere Sommerzeit.

Anspieltipp(s): Two Planes, lb.
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.7.2017
Letzte Änderung: 30.10.2017
Wertung: 12/15
Einstiegstipp!

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Bardo Pond

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Lapsed 12.00 1
2009 Peri / Game Five And A Half 9.00 1
2016 Acid Guru Pond 11.00 1
2017 Under The Pines 10.00 1

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