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The Great Discord

The Rabbit Hole

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; ArtPop; Gothic; Progmetal; sonstiges
Label: The Sign Records
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Fia Kempe vocals, keyboards
André Axell guitars
Gustav Almberg guitars
Rasmus Carlson bass
Aksel Holmgren drums

Gastmusiker

Mark Holcomb (Periphery) guitar solo on "Omen"

Tracklist

Disc 1
1. Dimman 1:18
2. Noire 4:06
3. Gadget 3:31
4. Darkest Day 4:32
5. Tell Tale Heart 4:38
6. The Red Rabbit 4:15
7. Neon Dreaming 4:47
8. Downfall 0:51
9. Cadence 3:51
10. Omen 3:40
11. Persona 5:19
Gesamtlaufzeit40:48


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


Was ist in diesem Kaninchenbau zu finden? Nun, in diesem Fall wohl etwas Morbides. Knochen, Würmer und faulige Innereien, durch die sich fette, glänzende Maden hindurchfressen. Es ist also kein Bau, sondern eine Gruft. The Great Discord erzählen auf diesem Konzeptalbum Geschichten aus der Gruft. Der Hörer soll ihnen folgen, „auf eine verdrehte Reise durch die dunkelsten Ecken der Seele“ (Promotiontext). Thema, Aufhänger und Vorlage des Seelentrips ist ausgerechnet ein Klassiker der Weltliteratur: „Alice im Wunderland“.

Alice´s weißes Kaninchen ist hier rot (Red Rabbit). Rot von Blut, denn ihm wurde offensichtlich der Kopf abgebissen. "Progressive-Death-Pop" nennt die Band denn auch ihre aus Metal, Prog, Dark Wave und Operette bestehende Mischung.
Die Schweden, allen voran Frontfrau Fia Kempe, die gern mal herumläuft wie ein unbeseelter Klon des Phantoms der Oper, zeigen in ihren Promo-Videos bemerkenswerten Mut zur zähnefletschenden Hässlichkeit.

Die Musik folgt indes nicht ganz der faszinierend abstoßenden Identität des Bewegtbildes. Die Stimmung auf diesem zweiten Album der nordischen Formation, die es trotz beachtlicher Anstrengungen immer noch nicht zu einem Wikipedia-Eintrag geschafft hat, bleibt immerhin pessimistisch und düster. In den besten Momenten der 40 Minuten toben überfallartige Riff-Anschläge, thrashige Drumkanonaden, dunkle Synth-Chöre und Double Bass-Attacken brachial und ab und an disharmonisch (discord!) durch weite Hallräume. Sie werden dominiert von dem Rufen, Klagen und Schreien der weißgekalkten Sängerin mit den bösartig funkelnden schwarzen Kontaktlinsen und dem wilden Kopfschmuck (Noire, Gadget, Darkest Day, Tell-Tale Heart, The Red Rabbit).

Die Popausflüge in Cadence, Teilen von Persona und der Pflichtballade Neon Dreaming sind zwar atmosphärisch angelehnt, mögen in ihrer Zurückhaltung nur so gar nicht zum Rest passen.
Auf dieser, im Vergleich zum Vorgänger glattpolierteren Produktion bieten die Musiker eine obskure Mischung aus Pain of Salvation und Siouxsie and the Banshees. Der Bandkörper besitzt trotz seiner nur durchschnittlichen instrumentalen Fähigkeiten mit der exaltierten Furie in der ersten Reihe ein bunt schillerndes Alleinstellungsmerkmal. Der Klang ist gut und ausladend, aber es finden sich zu viele hinlänglich bekannte Metal- und Dark-Wave-Versatzstücke.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.9.2017
Letzte Änderung: 23.9.2017
Wertung: 8/15

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