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Pharaoh Overlord

Siluurikaudella

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: instrumental; Krautrock
Label: Ektro Records
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Janne Westerlund
Julius Jääskeläinen
Jussi Lehtisalo
Pekka Jääskeläinen
Tomi Leppänen

Tracklist

Disc 1
1. Vesitorni 22:29
2. Valujuhla 12:45
3. Piirros 17:59
Gesamtlaufzeit53:13


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Siluurikaudella erschien 2010 als siebtes Album des Circle-Nebenprojekts Pharaoh Overlord. Die Besetzung ist die gleiche wie auf dem fünf Jahre später erschienenen Circle, ansonsten jedoch unterscheidet es sich radikal von diesem (dem bislang einzigen anderen mir bekannten Album der Band).

Dabei ist auch Siluurikaudella im Krautrock verwurzelt. Aber es gibt eben sehr verschiedene Arten von Krautrock. Wo auf Circle die Bezugspunkte Harmonia oder La Düsseldorf sind, finden sich auf Siluurikaudella drei ausgedehnte, freie Klanggebilde in der Art von… ja, von was eigentlich? Manche Sachen von Can, etwa auf Tago Mago, gehen in eine ähnliche Richtung.

Das einleitende Vesitorni („Wasserturm“; für den Albumtitel habe ich keine Übersetzung gefunden. Nachtrag: ein Leser hat mich dankenswerterweise darauf hingewiesen, dass der Albumtitel "Im [Erdzeitalter] Silur" bedeutet) zeigt sich radikal in seiner Verweigerung von jeder Art Rhythmus oder Melodie. Sanftes Gitarrenzirpen, knarziger Bass, dazu rhythmusfreies Getrommel, das Ganze in Tempo und Dynamik arg verhalten. Manchmal bricht in diesem Klanggebilde für einige Momente so etwas wie ein Anflug von Hektik aus, wird die Musik drängender - um jedoch rasch wieder in die gewohnte Introvertiertheit zurückzufallen. Diese konsequente Anti-Musik ist sicherlich krass und auch faszinierend - zumindest eine Zeit lang, denn auch wennn ich strukturfreien Klänge durchaus zugetan bin: mit über zwanzig Minuten Laufzeit ist dieses Stück klar überdimensioniert, die Hälfte hätte es auch getan.

Das mit zwölf Minuten kürzeste Stück Valujuhla ist genauso strukturfrei, hier geht es aber wesentlich heftiger zur Sache. Derb und brutal krachen die Gitarren, der Bass donnert, das Schlagzeug rumpelt - alles immer noch frei von Melodie und Rhythmus, aber voller aggressiver Dynamik. Erinnert mich an manche Kompositionen von John Zorn. Klasse, das dürfte ruhig zwanzig Minuten dauern!

Leider fällt das abschließende Piirros 3 wieder in den Trott des ersten Stücks zurück, was bei einer Laufzeit von 18 Minuten das Hören erneut zu einer echten Geduldsprobe macht. Ganz neckisch sind allerdings ein paar Slide-Guitar-Effekte, die dem Stück einen ganz leichten Bluegrass-Touch verleihen.

Somit ist Siluurikaudella eine reichlich durchwachsene Angelegenheit. Das Konzept an sich ist durchaus faszinierend, wird aber zu stark ausgewalzt und lediglich in Valujuhla überzeugend ausgeführt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.9.2017
Letzte Änderung: 12.10.2017
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pharaoh Overlord

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2011 Horn 9.00 1
2015 Circle 10.50 2

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