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TNNE

Wonderland

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: Progressive Promotion Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Patrick Kiefer vocals
Alex Rukavina keyboards
Gilles Wagner drums
Michel Casadei della Chiesa bass

Gastmusiker

Claudio Cordero all guitars
Cédric Gilis additional guitars on 5, Solo on 9
Fred Hormain saxophone

Tracklist

Disc 1
1. My Childish Mind 8.27
2. Eye of a Storm 6.42
3. Katrina killed the Clown 7.12
4. Wonderland 6.49
5. Final Fantasy 5.24
6. Frozen in Time 7.41
7. Glittering Lights 4.05
8. Eight Weeks 8.26
9. Le fil du temps (Bonus) 4.22
Gesamtlaufzeit59:08


Rezensionen


Von: Marc Colling @


Neoprog. Das böse Wort. So viele Bands spielen diesen Neoprog, von IQ, It Bites, RPWL, Sylvan über Anima Mundi und Glasshammer. Oft klingt das alles wie schon tausendmal gehört, manchmal aber entdeckt man Feinheiten die unsere Aufmerksamkeit wecken. Das ist mir hier öfters passiert, sei es wegen eines überraschenden Saxophones oder der wesentlich kreativeren Gitarrenläufe und Riffs gegenüber früheren Aufnahmen, ob als No Name, der alten Band von Rukavina, oder jetzt eben TNNE.

TNNE sind ja die Nachfolgeband von eben diesen No Name. Alex Rukavina war/ist in beiden Bands als Keyboarder der alleinige Songschreiber und somit besteht eine gewisse Nähe. Es dominieren die Keyboards, allerdings hat die Gitarre durch Ausnahme- und Gastgitarrist Claudio Cordero aus Chile, der in seiner mexikanischen Hauptband Cast sein Können schon oft unter Beweis gestellt hat, einen wesentlich größeren Einfluss auf den Gesamtsound als frühere Gitarristen. Das rockt in manchen Passagen ganz ordentlich bis hin zu Metaleinschlag wie in EYE OF A STORM, das den Kessel zum kochen bringt.

Ansonsten erwartet den Fan melodischer Neoprog der besseren Prägung. Die Kompositionen sind abwechslungsreich genug um keine größeren Leerläufe aufkommen zu lassen. Mal rockend/mitreißend, mal zwischen hymnisch und todtraurig. Die Gitarre sorgt für belebende Momente mit tollem Riffing und hörenswerten Soli. Doch auch Drummer Gilles Wagner setzt seine Duftmarken durch sein kraftvolles und variables Spiel. Fast alle Songs können überzeugen, außer vielleicht FINAL FANTASY das nicht genug durchdacht ist und somit zu gefällig daher kommt.

Daneben gibt es aber auch Tracks wie FROZEN IN TIME, wo alles stimmt. Das unglaubliche Gitarrenspiel, die modernen aber nicht Effekthascherischen Keys, das intelligente und spannende Arrangement. Alles passt. Der Gesang von Patrick Kiefer tut ein übriges, dass das Gesamtklangbild melodiös und emotional ist. Seine Stimme ist vielleicht nicht die kräftigste, besitzt aber viel Wärme und Emotion. KATRINA KILLED THE CLOWN ist seine vielleicht beste Leistung, denn hier vereint er alle möglichen Gemütszustände. Sehr gut.

Fans der alten Marillion Fraktion, aber nicht nur die, könnten an diesem Album durchaus Gefallen finden. Neoprogfans sowieso. Es ist erstaunlich, dass Bands mit wenig finanziellen Mitteln immer wieder qualitativ überzeugende Alben in ihrem Bereich raus hauen. Im langsam zu Ende gehenden Jahr ist diese CD im Neoprogbereich eines der interessantesten Alben bisher. Im Vergleich zu früheren Aufnahmen der Band klingt es auch professioneller und weniger verspielt. Empfehlung.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: siehe im Text
Veröffentlicht am: 17.10.2017
Letzte Änderung: 17.10.2017
Wertung: 12/15
braucht ein paar Durchgänge, kommt dann aber. Tolle Gitarrenarbeit, das war mir den 12. Punkt wert

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von TNNE

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 The Clock That Went Backwards 11.00 1

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