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Inner Ear Brigade

Dromology

(Tipp des Monats 2/2018)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Canterbury; Jazz; Jazzrock / Fusion; RIO / Avant
Label: AltrOck
Durchschnittswertung: 12.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Bill Wolter Guitar, compositions
Chris Lauf Drums
Stephen Wright Electric Bass
Melody Ferris Vocals
Ivor Holloway Tenor, Alto, and Soprano Saxophone
Eli Wallace Keyboards (1,2,4,5)
Theo Padouvas Keyboards (3,6,7) composer on (6)
David Shaff Trumpet (3,7)
Aharon Wheels Bolsta Tabla (5)

Tracklist

Disc 1
1. Dark Sleep Fortress 6:40
2. Black and White Taste 5:56
3. Shaman Coin Toss 6:52
4. Bobotut 6:12
5. Dromology 8:55
6. Targa Floria 4:22
7. Birdie in the Wall 6:57
Gesamtlaufzeit45:54


Rezensionen


Von: Volkmar Mantei @ (Rezension 1 von 2)


Sechs Jahre nach ihrem grandiosen Debüt legt die Band aus Oakland/San Francisco mit „Dromology“ ein neues Album vor. Und leider sind nur sieben Songs drauf. Wie sie schon loslegen! Sehr saftig, schön komplex und außerordentlich gut komponiert. Was die Kalifornier uns präsentieren, ist ein warmer, kerniger, komplexer, schöngeistiger, hinreißend tiefer und mitreißender Schwung aus Progressive Rock, Jazz und Jazzrock mit Elementen aus Rock in Opposition, Canterbury, Kammermusik und Avantgarde Jazz. Trompetensoli zum Niederknien, exzellente Rhythmusarbeit, die bitte nie mehr aufhören möge, nie aufdringlich oder laut, sondern in steter Verneigung vor National Health, Matching Mole und Artverwandtem.

Die Dame an der Stimme singt zart und melodiebetont. Doch die Melodien sind keine leichte Muse, eher von ausgeprägt jazztonaler Melodik, leicht und doch intensiv. Dazu das erlesen flüssig herzhafte Keyboardspiel, die schiere Leichtigkeit der verrückt anspruchsvollen Komposition. Diese Handwerker haben ausgiebig geübt, bis sie ihre Handwerkskunst soweit ausgeprägt und fertig hatten wie ihre Songs. Die sind ein unglaublicher Reiz für Canterbury-süchtige Ohren, so enorm gut gehen die Songs ins Ohr, dass ich gleich noch einmal hören muss. Ist das oberflächlich, zu einfach? Keineswegs. Es ist nur perfekt präsentiert. Und es hat Ecken und Kanten. Ist themenreich, vielfarbig und hochemotional. So ein Song kann in luftiger Lyrik beginnen, schwere Gewässer durchfahren, dabei Beinaheunfälle mit Verve und Sinn für riskante Manöver fahren und schließlich mit Sinn für das Epische symphonische Kaskaden erschaffen. Stets kompositorisch von disharmonischen Jazzattributen durchzogen, ist das mal idyllische, oftmals dabei schwer komplexe Geschehen stark rockfreudig. Und wenn ein sphärisch-lyrisches Motiv seine Noten abgearbeitet hat, nimmt das Gebläse das Thema auf die Schippe, mit kurzem Sprung geht es von der einen Idee deftig in die nächste. So saftig und hochgeschwindkeitserlesen war noch kein Canterburyianer unterwegs. Schwermut ist weit und breit nicht auszumachen, selbst wenn, wie stets mit Beigeschmack in der vokalen Note, immer etwas mitreißende Melancholie attraktiv im Raum steht.

Vielleicht ist das Material etwas stark vokallastig, es gibt eben viel Text, aber keinesfalls zu wenig Instrumentaldramatik.

Ich bin sowas von Fanboy!

Anspieltipp(s): Dark Sleep Fortress
Vergleichbar mit: National Health, Matching Mole, Hatfield and the North
Veröffentlicht am: 28.10.2017
Letzte Änderung: 27.10.2017
Wertung: 13/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Inner Ear Brigade zum zweiten! In den fast sechs Jahren seit dem Vorgänger Rainbro hat sich einiges geändert - zumindest, was die Besetzung betrifft. Da wurden einige Leute ausgetauscht. Geblieben sind dabei u.a. Sängerin Melody Ferris, deren Stimmkünste weiland nicht unerheblich zu meinem Hörvergnügen beitrugen, sowie Gitarrist Bill Wolter, aus dessen Feder auch hier wieder die meisten Kompositionen stammen.

Musikalisch halten sich die Veränderungen freilich in Grenzen. Die Innenohrbrigade hat auf ihrem Zweitling wieder einen jazzig-canterburiesken Avant-Prog im Programm, der gelegentlich noch mit zappaesken oder retroproggigen Elementen angereichert ist. Verschlungene Linien der Bläser vereinen sich mit verzwirbelter Gitarre und perlendem E-Piano, souverän grundiert von der Rhythmussektion, dazu als Krönung wieder der einerseits elfenhaft anmutende, andererseits stets leicht angeschrägt wirkende Gesang von Melody Ferris. Alles zusammen purzelt vordergründig locker und beschwingt aus den Boxen, offenbart seine Ecken und Kanten erst bei genauerem Hinhören. Die Musik kann dabei auch vorübergehend in freejazzige Bereiche abdriften, aber auch mal kerniger rocken mit böse grummelnder Gitarre und kräftiger Orgel.

Da kommen einem immer wieder große Namen der Szene in den Sinn - mein Vorschreiber hat sie bereits aufgezählt. Letzten Endes macht die Brigade aber ihre ganz eigene Musik. Stark! Auf Bandcamp kann man einige Stücke anhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.1.2018
Letzte Änderung: 13.1.2018
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Inner Ear Brigade

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 Rainbro 12.00 2

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