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Mike Oldfield

Heaven's Open

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1991
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 7.25/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Mike Oldfield Gesang, Gitarre, Keyboards
Simon Phillips Schlagzeug
Dave Levy Bass
Mickey Simmonds Orgel, Klavier
Andy Longhurst Keyboards
Courtney Pine Saxofon, Bassklarinette

Tracklist

Disc 1
1. Make Make 4:16
2. No Dream 6:02
3. Mr. Shame 4:22
4. Gimme Back 4:09
5. Heaven's Open 4:28
6. Music From The Balcony 19:44
Gesamtlaufzeit43:01


Rezensionen


Von: Oliver Mensing (Rezension 1 von 4)


Mit diesem Album trennten sich die Wege von Mike und Virgin. Zu groß waren die Differenzen zwischen Oldfield und der Plattenfirma geworden. Vertraglich war MO allerdings an eine Mindeststückzahl Veröffentlichungen gebunden. Mit Heaven's Open hatte er sein Soll erfüllt und konnte sich auf die Suche nach einem neuen Vertrag begeben. Erstaunlicherweise liefert Oldfield ein durchaus interessantes Werk ab und weist zwei Novitäten auf:

1. das Album erscheint unter Michael Oldfield

2. alle Vocal-Tracks werden von Oldfield persönlich gesungen

Oldfield hatte Unterricht bei einer Stimmtrainerin genommen und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Insgesamt machen die fünf Vocal-Tracks richtig Spaß: immer noch sehr poppig ausgefallen, aber um einiges anspruchsvoller als der Mist von Islands und Earth Moving.

Make Make ist eine schöne Mitsingnummer mit Ohrwurmcharakter und textlich eine Art Abrechnung mit Virgin; No Dream ein getragenes Stück mit emotional intensiver Grundstimmung und verzerrtem Gitarrenpart; Mr. Shame lebt von einem schönen Grundrhythmus und bietet zum Schluß einen tollen Refrain im Duett; Gimme Back bedient sich eines leicht reggaehaften Rhytmus; im Titeltrack fährt Oldfield noch einmal die gesamte Bandbreite seiner Stimme auf (warum hat er nicht früher schon mehr gesungen?) und stellenweise heavymäßige Gitarre. Meiner Meinung nach die interessantesten Vocaltracks seit Family Man und Five Miles Out!

Das eigentliche Highlight dieses Albums ist aber der instrumentale Longtrack Music From The Balcony. Wunderschöner Songaufbau mit einschmeichelnden Gitarren- und Keyboard-Melodien, plötzlich ein Break und laute Drums gepaart mit schrägen Gitarren-Sounds reißen jede Zuhörerin und jeden Zuhörer bei zu laut aufgedrehtem Verstärker vom Stuhl! Cool! Danach gibt es ein paar Computereffekte und man bekommt das Gefühl im Dschungel zu sein. Dann plötzlich wieder dieser berüchtigte Break und sämtliche Harmonie ist dahin! Danach gibt es wieder ruhigere Melodie-Einsprengsel die mich ein wenig an Amarok erinnern. Daran anschließend beginnt eine geschlossene Bandleistung, denn Oldfield wird auf dem gesamten Album von namhaften Musikern unterstützt (u.a. Mickey Simmonds am Piano und Simon Phillips an den Drums). Auch ein oldfield-untypisches Saxophon kommt zum Einsatz (mal was anderes!). Wumms! Und wieder dieser Break, diesmal noch heftiger! Danach geht es zum großen Finale über: Die durch das gesamte Stück ziehende Grundmelodie wird erneut aufgegriffen und bandtechnisch umgesetzt. Der Schluß klingt dann durch einen bereits bekannten synthetischen Effekt aus.

Heaven's Open ist mit Sicherheit kein Kultalbum, aber es beinhaltet (insbesondere im Longtrack) einige anspruchsvolle Details. Note 10 für die Vocal-Tracks und Note 12 für den Longtrack macht zusammen: 11!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.8.2002
Letzte Änderung: 29.8.2002
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 4)


Na ja, ganz so euphorisch stimmt mich "Heaven's Open" nicht. Das lange "Music from the Balcony" mit seinem stetigen Wechsel sanfter und lauter, dissonanter Passagen ist sicherlich gelungen, die fünf kürzeren Songs sind mir dann aber doch zu poppig, mit dem Reggae-Song "Gimme Back" als Tiefpunkt. Oldfields Gesang ist dagegen eine durchaus positive Überraschung.

Im Vergleich mit späteren Oldfield-Ergüssen ist "Heaven's Open" noch ganz passabel ausgefallen, hauptsächlich wegen "Music from the Balcony".

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.6.2004
Letzte Änderung: 12.6.2004
Wertung: 8/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 3 von 4)


Zwei Jahre vor „Heaven’s Open“ wurde „Earth Moving“ veröffentlicht. Ein Jahr vorher „Amarok“. Nun, wer dachte, dass „Heaven’s Open“ nun sicherlich im Sound näher an „Amarok“ liegen würde, eine Entwicklung, die jetzt nicht so überraschend gewesen wäre, der wird beim Hören von „Heaven’s Open“ bitterlich enttäuscht sein. Denn dieses 1991 entstandene Album lehnt sich deutlich mehr an seinen Vor-Vorgänger, als an den direkten Vorgänger an.

Die Platte besteht aus insgesamt sechs Titeln, wobei die fünf ersten allesamt kürzere Pop-Nummern darstellen. Und diese fünf Lieder sind vielleicht minimal besser als jene Songs, die auf „Earth Moving“ zu hören sind. Aber nicht viel mehr. Das ist immer noch sehr unambitionierter Pop. Langweilig, ohne eingängige Melodie oder sonstige, positive Überraschung. Mike Oldfield singt alle Stücke selbst ein – das macht er nicht schlecht, begeistern kann er damit allerdings auch nicht. Und wenn ich Reggae hören will, dann komme ich nicht auf die Idee mir Mike Oldfield reinzupfeifen, sondern lege da lieber die Originale ein. Solch Lieder wie „Gimme Back“ passen einfach nicht und man fragt sich, warum das jetzt auch noch sein musste.

Nun und wie sieht es mit dem Longtrack „Music From The Balcony“ aus? Klar, das ist der beste, der abwechslungsreichste und auch interessanteste Titel dieses Albums. Allerdings reicht er bei weitem nicht an jene Stücke heran, die in etwa derselben Länge auf Mike Oldfields Alben der 70er Jahre ihren Platz in der Musikgeschichte fanden. „Music From The Jungle“ wäre auch ein passender Titel für dieses Stück geworden, denn laufend kreischt, knarzt und fiept es, so als ob man sich direkt im Urwald befinden würde. Mal wird es eingängiger, dann wieder ein wenig unübersichtlicher und experimenteller. Mal ist die Stimmung ruhig, dann prescht der Rhythmus los, plötzlich taucht sogar ein Saxophon auf und immer wieder spielt sich diese unverwechselbare Solo-Gitarre Mike Oldfields in den Vordergrund. Leider wirkt das in seiner Gesamtheit allerdings ein wenig zusammengestückelt und ziellos und lässt den Hörer ein wenig verwirrt zurück. Aber immerhin, das ist jetzt zumindest mal wieder Musik in Richtung „Progressive Rock“.

Fazit: Durch das letzte Stück wird „Heaven’s Open“ deutlich besser als „Earth Moving“. Schade jedoch, dass dieser Vergleich überhaupt kommen muss. Aber die ersten fünf Titel auf „Heaven’s Open“ sind jenen auf „Earth Moving“ einfach in ihrer Machart zu ähnlich. Und “Music From The Balcony“ macht diese Platte nicht mehr zu einem guten Album. Noch nicht mal mehr zu einem richtig durchschnittlichen. Dazu begeistert auch dieses Lied deutlich zu wenig.

Anspieltipp(s): No Dream, Music From The Balcony
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.11.2012
Letzte Änderung: 16.11.2012
Wertung: 6/15
Eher wie "Earth Moving" als wie "Amarok"

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


"Heaven`s Open" hört sich tatsächlich danach an, was es sein sollte; nämlich ein Album, womit der Künstler sein Soll erfüllt hat (siehe ganz oben). Damit das möglichst schnell geht, hat der Altfeld Michael gleich noch darauf verzichtet, Sänger zu engagieren, wie er das sonst immer zu tun pflegte. Er singt sein Soll selber ein und tut das gar nicht mal schlecht. Aber das reicht natürlich nicht, um die fehlende Substanz des Albums irgendwie auszugleichen.

Ich mache es kurz; Soll erfüllen halt.

"Make Make" ist ein modern blubbernder Poptitel mit viel elektronischem Schnickschnack und ohne jede Seele, "No Dream" eine blutleere lowtempo Schnulze, die mich an die grauslichsten ASIA-Alben der 90er Jahre erinnert. "Mr. Shame" macht im gleichen Schlafwagentempo weiter, dauernd blubbern irgendwelche Synthesizer umher, die Melodien sind qualitätsfrei. Zu "Gimme back" wurde schon alles gesagt; warum Oldfield auch dieses Genre abgrasen musste, bleibt sein Geheimnis. Wahrscheinlich wollte er Virgin eins auswischen. Der Titeltrack ist das erste Stück, das sich irgendwo nach Oldfield anhört; eine typische Gitarre, typische Akkordfolgen und Harmonien. Allein, das hatten wir alles schon mal. Immerhin ist der Gesang intensiv. Braucht sonst aber niemand.

Kommt der Longtrack. Ich weiss nicht, was daran toll sein soll. Die meiste Zeit blubbert es wieder, knarrzt, sirrt, kreischt, affengebrüllt und ploppt. Dazwischen werden kurze typische Oldfield-Versatzstücke geschoben, die wir von früher her kennen, einiges aus Amarok. Lediglich eine kurze schräge Passage um Minute 3 lässt kurz aufhorchen. Diese wird in der Folge immer mal wieder ähnlich eingeflochten. Das Stück hört sich mitunter so an, als ob Oldfield auf einem Synthesizer wahllos gespeicherte Soundsamples drückt und diese über ein Grundgerüst aus sterilen Computerdrums und faden Klangflächen schichtet. Das Ganze ist in der ersten Hälfte mehr eine Soundcollage denn ein Lied mit Struktur. Leidlich spannend wird's kurz im Mittelteil, in dem mächtig hallende Drums und Pianoakkorde so etwas wie Atmosphäre aufbauen. Der Schluss bringt wieder typische Oldfieldmusik, oft wieder an Amarok-Schnippsel erinnernd. Der Meister hat soviel tolle, lange Kompositionen geschaffen, da kann man auf diese eine getrost verzichten. Nach einmal hören hat man es gehört.

Insgesamt ein absolut verzichtbares Album.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.9.2014
Letzte Änderung: 25.9.2014
Wertung: 4/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mike Oldfield

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Tubular Bells 13.00 7
1974 Hergest Ridge 12.50 6
1975 Ommadawn 13.00 5
1975 The Orchestral Tubular Bells 6.00 2
1978 Incantations 13.00 6
1979 Platinum 7.00 4
1979 Exposed 12.00 2
1980 QE2 9.33 3
1981 Music Wonderland - 2
1982 Five Miles Out 9.83 6
1983 Crises 6.17 6
1984 Discovery 6.75 4
1984 The Killing Fields - Soundtrack 11.00 2
1985 The Complete Mike Oldfield 11.00 2
1987 Islands 2.00 3
1989 Earth Moving 3.75 5
1990 Amarok 11.08 12
1992 Tubular Bells II 10.33 3
1993 Elements - 1
1993 The Best of Mike Oldfield Elements - 1
1994 The Songs Of Distant Earth 7.25 4
1996 Voyager 9.00 3
1998 Tubular Bells III 2.00 3
1999 The Millennium Bell 1.00 4
1999 Guitars 5.67 3
2002 Tres Lunas 1.00 2
2003 Tubular Bells 2003 11.50 6
2005 Exposed (DVD) 12.50 2
2005 Light + Shade 1.50 2
2006 Live at Montreux 1981 (DVD) 11.00 1
2008 Music of the Spheres 8.33 3
2014 Man on the Rocks 6.00 3
2015 The Best of: 1992-2003 8.00 1
2017 Return to Ommadawn 11.67 3

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