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10 cc

Look Hear! (Are You Normal?)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Rock / Pop / Mainstream
Label: 7T's Records ‎
Durchschnittswertung: keine Wertung (1 Rezension)

Besetzung

Eric Stewart guitars, piano, percussion, lead & backing vocals
Graham Gouldman guitars, bass, percussion, lead & backing vocals
Rick Fenn guitars, lead vocals (3,4), backing vocals
Duncan Mackay Yamaha CS80 synthesizer, grand piano, electric piano, organ, clavinet, harpsichord, vocoder, tubular bells
Paul Burgess drums, percussion
Stuart Tosh percussion, backing vocals

Tracklist

Disc 1
1. One-Two-Five 5:10
2. Welcome To The World 3:40
3. How'm I Ever Gonna Say Goodbye 3:36
4. Don't Send Me Back 3:16
5. I Took You Home 5:13
6. It Doesn't Matter At All 3:59
7. Dressed To Kil 3:26
8. Lovers Anonymous 5:05
9. I Hate To Eat Alone 2:53
10. Strange Lover 3:40
11. L.A. Inflatable 4:31
12. One-Two-Five (Edited Single version, 2008 Bonus Track) 4:04
13. Only Child (2008 Bonus Track) 3:13
Gesamtlaufzeit51:46


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


Der Schreiber dieser Zeilen gehört zu der Minderheit, die nach dem Split von 10 cc mit der Musik von Stewart/Gouldman wesentlich mehr anfangen konnte, als mit den Veröffentlichungen der progressiveren Hälfte. Das ist nach einer gewissenhaften Prüfung und zahlreichen Durchläufen auch heute noch so. „Look Hear“ - früher auch unter dem Namen „Are You Normal“ im Handel - gehört zu den am meisten unterbewerteten Pop-Rock Alben der frühen 80er Jahre. Die Platte erschien im März 1980, als die Popularität von 10cc rückläufig zu werden begann, aber noch nicht die Kreativität der beiden verbliebenen Gründungsmitglieder. Für das heutzutage zu erwerbende Re-Release (2008) hat man den Aufnahmen ein sorgfältiges Remastering angedeihen lassen. Hatten Stewart/Gouldman „Deceptive Bends“ 1977 noch im Alleingang eingespielt, waren bei dieser Produktion unter anderem Duncan Mackay (u.a. Camel, Alan Parsons, Kate Bush) und Rick Fenn (Mike Oldfield, Rick Wakeman), die auch ein paar Songs beisteuerten, mit von der Partie.

„How Dare You“, die letzte Produktion der Band als Quartett, krankt an einer Richtungslosigkeit, die andere gerade als interessant empfinden mögen. Der Nachfolger, das kommerziell sehr erfolgreiche „Deceptive Bends“ von Stewart/Gouldman, enthält die beiden bekannten Songs Good Morning Judge und The Things We Do For Love, wegen denen sich seinerzeit viele auf dieses Album Album gestürzt haben. „Bloody Tourists“, das als Gesamtkunstwerk nicht so überzeugen konnte, wartet mit dem Nummer-Eins-Hit Dreadlock Holiday auf. Donald A. Guarisco von Allmusic meinte dazu “die eingefleischten Fans könne es beglücken, der Gelegenheitshörer solle besser ein Greatest-Hits-Album erstehen“. Das dürfte im Wesentlichen auch auf „Deceptive Bends“ zutreffen. Die Singleauskopplungen von "Look Hear" (One Two Five, It Doesn´t Matter at All) haben es auf das Greatest Hits-Album nicht geschafft, sie verkauften sich unter Wert.

"Look Hear" ist, verglichen mit den beiden Vorgängern, stilistisch eine wesentlich rundere Sache; mit ansprechenden Kompositionen, die durch überzeugende Melodien, unerwartete Tonartwechsel und solistischen Einlagen in den Mittelteilen über die gesamte Laufzeit spannend bleiben. Der eine oder andere Song schrammt dabei zugegebenermaßen dicht an der Kitschgrenze vorbei (I Took You Home, It Doesn´t Matter at All), aber das ist bei der im Vergleich angeführten Konkurrenz natürlich nicht anders (der Pop-Liebhaber steht ohnehin auf Kitsch, so wie der Retroprogfan auf Bombast).

Der prima instrumentierte und arrangierte Art-Pop/Rock der gehobenen Klasse demonstriert cleveren Umgang mit Studiotricks (wem´s gefällt: Tonspur auf Tonspur) und Pop-Historie zu gewohnt satirischen Texten. Hier ist das legendäre Yamaha-Flagschiff CS 80 mit typischen Sounds zu hören.

Im Vergleich zu „Deceptive Bends“ und „Bloody Tourists“ erscheinen die Songs also weniger simpel gestrickt, Peinlichkeiten wie Squeeze Me Like Toothpaste (wobei die Vorstellung auf der anderen Seite wieder ganz amüsant ist) sind nicht vorhanden.

Das Problem dieses „vergessenen Albums“, so wird es aus der Distanz gesehen, waren die fehlenden Singlehits. Die Klangqualität ist auch nach heutigen Maßstäben noch ziemlich gut, was nicht zuletzt am 2008 durchgeführten Remastering liegen dürfte. „Look Hear“ hat alles, was 10 cc bis dahin ausgezeichnet hatte - bis auf das Gespann Godley & Creme.

Anspieltipp(s): L.A. Inflatable, Welcome to the World, Lovers Anonymous
Vergleichbar mit: Wings (London Town), Alan Parsons Project (Eye in the Sky)
Veröffentlicht am: 27.11.2017
Letzte Änderung: 27.11.2017
Wertung: keine als Pop-Rock-Derivat 10-11

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von 10 cc

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 10 cc 12.00 1
1974 Sheet Music 13.00 1
1975 The Original Soundtrack 13.00 1
1976 How dare you! 14.00 1
1978 Bloody Tourists - 1
2012 Tenology - 1

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