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Bridge To Imla

The Radiant Sea

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Elektronische Musik
Label: Winterlight
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michael Brückner electronics, synthesizer, keyboards and sound design
Hans-Dieter Schmidt synthesizer, keyboards, EWI (electronic wind instrument) and flute

Tracklist

Disc 1
1. Prologue: The Kuroshio Current 6.40
2. Tsushima Basin 1.56
3. Shatsky Rise 7.09
4. The Aleutian Current 3.15
5. Hikurangi Plateau 3.05
6. Mariana Trench 4.52
7. Louisville Ridge 4.47
8. The California Current 1.34
9. Richards Deep 7.14
10. Raukumara Plain 7.19
11. Emerald Fracture Zone 6.43
12. Fobos-Grunt 4.13
13. The Humboldt Current 5.24
14. Galathea Depth 5.22
15. Epilogue: Ring of Fire 4.24
Gesamtlaufzeit73:57


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Hans-Dieter Schmidt macht seit 1986 elektronische Musik unter dem Projektnamen Imaginary Landscape. Zudem war er in der Zeit von 1977 bis 1984 als Keyboarder bei den Formationen Finnegan’s Wake und Feinbein aktiv. Außerdem hat Schmidt schon für Brückners Album “100 Million Miles Under The Stars” die Flöte beigesteuert.

Michael Brückner ist seit ca. 1992 als elektronischer Klangtüftler tätig und hat seitdem unzählige Alben im Eigenvertrieb, oder bei diversen Labels veröffentlicht.

2013 hat Brückner einige Drones und Soundscapes mit dem Gedanken an die Zusammenstellung „Fukushima Drones“ aufgenommen. Das hierfür ungenutzte Material wurde dann an H.-D. Schmidt geschickt, damit dieser seine Einfälle hinzufügen konnte. So fing der regelmäßige Datentausch an, der schließlich zur Entstehung von „The Radiant Sea“ des neuen Elektronik-Duos Bridge to Imla führte.

Als Mastering Engineer hat der in den Kennerkreisen bekannte Elektronik-Musiker Robert Rich die Hand angelegt.

„The Radiant Sea“ ist gewissermaßen als ein Ambient-Konzeptwerk über den Pazifischen Ozean, über seine Schönheit und seine Gefährdung durch die menschliche Gattung angelegt. Die musikalische Reise beginnt in Japan, bei Fukushima und endet an der amerikanischen Westküste.

Ein wenig Vorstellungskraft vorausgesetzt, kann der offene Hörer die von den Herren Schmidt und Brückner geschmackvoll dargebotene Ambient-Soundscapes-Reise durch die Tiefen und Weiten des Pazifischen Ozean durchaus als musikalischen Genuss empfinden.

Neben symphonisch und mächtig angelegten Dark Ambient-Passagen, den zarten Synthesizer-Strukturen und den durchaus pazifisch blubbernden Synthies wurden den Festplatten auch einige den traditionellen Instrumenten nachempfundene Klänge entlockt. Es gibt also die spartanischen Pianobeiträge, die romantischen Geigensolos und fragile Vibraphon-Beiträge, die es einem gar nicht so schwermachen, sich die Zerbrechlichkeit und die Schönheit der Natur vorzustellen, die dem Pazifischen Ozean innewohnen.

Das einzige wirklich bei den Aufnahmen verwendete konventionelle Instrument ist die Flöte in „The Humboldt Current“.

In meinem wahrscheinlich liebsten Stück des Albums, „Richards Deep“ (und nicht nur dort) wird das Klangbild um diverse perkussive, darunter glockenähnliche Klänge erweitert.

Einige frei anmutende Dialoge für Piano und Synthesizer erreichen die Leichtigkeit, die ich in elektronischer Musik vor allem mit Vangelis verbinde.

Die Musik wirkt auf mich fast so tiefgründig wie Marianengraben und so düster und atmosphärisch, wie man sich eben einen Tiefseetauchgang vorstellt. Durch die Tracktitel wie „Hikurangi Plateau“ kann man zudem seine Geographiekenntnisse verbessern.

„The Radiant Sea“ dürfte nicht nur Drone- und Dark Ambient-Fans, sondern auch Freunden der „kosmischen“ Musik gefallen. (Nicht umsonst heißt es immer wieder, die Menschheit wird die Planeten des Sonnensystems besser erforscht haben, als die Tiefen der irdischen Ozeane).

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.11.2017
Letzte Änderung: 29.11.2017
Wertung: 11/15

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2018 one january evening 11.00 1

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