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Delusion Squared

Anthropocene

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Neoprog; New Artrock
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Steven Francis guitars,vocals,drums & additional programming
Emmanuel de Saint Méen bass,keyboards & backing vocals

Gastmusiker

Emilie de Neef flute and backing vocals
Steve Hill lyrics and vocal advisor
Arnaud Regnier-Loilier visual arts
Rober McClung add.vocals

Tracklist

Disc 1
1. Devolution 7.15
2. An ominous way down 7.24
3. Necessary evil 5.25
4. Walls and protection 4.31
5. To this day 5.56
6. Under control 5.16
7. Heirs of time 5.31
8. The promised Land 6.21
9. Original sin 5.48
10. The great leap 5.30
11. Prayer 6.19
Gesamtlaufzeit65:16


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


…und da waren es nur noch zwei… Nach drei Alben mit der Sängerin Lorraine Young machen die beiden Multiinstrumentalisten Steven Francis und Emmanuel de Saint Méen als Duo weiter, fast als wäre nichts gewesen. Dazu besitzen die beiden offenbar genügend Kreativität und nachdem Delusion Squared 2009 als Duo startete, liegt die Vermutung nahe, dass die meiste kompositorische Arbeit sowieso und schon immer in den Händen von de Saint Méen und Francis lag.

Der interessierten Hörerschaft sind Delusion Squared bereits nicht zuletzt durch ihre ausgefallenen Konzeptgeschichten aufgefallen. Wir erinnern uns: die ersten drei Alben boten eine textlich zusammenhängende Geschichte, die sich um dystopische Szenarios drehte.

Auch auf dem 2018 veröffentlichten Album „Anthropozene“ geht es – wie es der Titel schon sagt – um die Auswirkungen der Menschheit auf ihren Heimatplaneten. In (fast) jedem Song beschäftigen sich die beiden Musiker mit der Frage, wie könnte es mit diesem unserem Planeten weitergehen, was könnte man gegen den drohenden Untergang der sog. Zivilisation unternehmen. Nach meiner Einschätzung wäre es für den bedrohten Planeten am sichersten, wenn man die Menschheit mit den interstellaren Raumschiffen auf einen anderen Planeten verfrachten würde. Diese Variante behandeln Delusion Squared in dem Stück namens „The promised Land“. (Es steht allerdings zu befürchten, dass man die Probleme der Menschheit auf die Art nur woanders forstsetzen würde).

In musikalischer Hinsicht werden solche gehaltvollen Themen im Falle von Delusion Squared mittels eines atmosphärisch-melodischen Artrocks behandelt, der auf mich sehr oft allzu brav und unspektakulär wirkt. Die meisten Songs muten für meine Begriffe nicht gerade an, als würde es in den Texten um die Zukunft der Menschheit gehen. Eine heile Welt-Musik zu den dringendsten Problemen der Menschheit, das finde ich doch nicht unbedingt zueinander passend. Einiges an Schwung und Biss würde der Musik vermutlich guttun. Selbst wenn einige gesampelte Stimmen aus den Medien die Lage als sehr ernst beschreiben, so wirkt die Musik dazu auf mich öfter doch eher leicht und optimistisch, zu den Ausflügen in die unbeschwerten Neoprog-Gefilde neigend.

Aber es gibt glücklicherweise immer wieder die kleinen und netten Überraschungen, die man nicht verschweigen sollte. Wie beispielsweise die instrumentalen Einwürfe und die flotten Melodien von „Walls and Protection“, oder die rockigen Akzente von „Under control“ und „Original Sin“. Am interessantesten klingt das Gebotene für mich, wenn Rockigeres auf Elektronisches trifft – ein wenig im Geiste von OSI – was leider ziemlich selten vorkommt.

Unter dem Strich halte ich „Anthropozene“ für eine gut gemachte, aber nicht sonderlich aufregende – und stellenweise für meine Ohren sogar etwas blutleere - Verschmelzung von Artrock, Artpop und Neoprog, bei der die Thematik der Texte doch ein wenig wie ein Fremdkörper wirken kann. Wer solche Musik in einer ruhigen und sehr ausgeglichenen Variante mag, der sollte die Scheibe mal antesten. Beim nächsten Mal – wenn möglich – bitte mehr Stücke im Stil von „Original Sin“, damit auch ich schreiben kann: es geht doch!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.4.2018
Letzte Änderung: 16.4.2018
Wertung: 8/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Die Franzosen Steven Francis und Emmanuel de Saint Méen machen nach dem Weggang von Sängerin Lorraine Young als Duo weiter. Francis übernimmt dabei den Gesang, der unauffällig bleibt und etwas an Barclay James Harvest erinnert. Die Musik bewegt sich in dichten Klanglandschaften die meist einen düster-melancholischen Grundton besitzen. Dennoch ist die Musik weder traurig noch deprimierend, was im Gesamtkontext stimmig ist. Die Kompositionen sind sich teils sehr ähnlich, da muss zumindest ab und zu Schwung rein wie bei WALLS AND PROTECTION, UNDER CONTROL und vor allem ORIGINAL SIN. Das lockert die pessimistischen Texte etwas auf.

Doch sind diese Momente insgesamt zu selten. Das Problem ist die bestehende Homogenität des Albums, es fehlt einfach die Abwechslung. Was sonst oft vermisst wird (der sogenannte rote Faden) wird hier übertrieben dargestellt. Hätte die Band sich wenigstens auf LP-Länge mit ca. 45 Minuten geeinigt, käme das Album besser. So aber stellen sich mit der Zeit Momente ein, wo dich deine Konzentration auf das Gehörte im Stich lässt. Die Musik plätschert dann an dir vorbei wie beim schwachen THE PROMISED LAND.

Delusion Squared erschaffen dennoch eine harmonische Klangwelt zwischen Pink Floyd, Machines Dream und Millenium. Also nichts für Hardcore-Progger. Mal sanft fließend, dann kurzzeitig rockig-rhythmischer, doch immer wieder schnell in der Wohlfühlzone. Das ist die Art von Mucke, die mir meist gut gefällt, und auch hier sehe ich keine allzu großen Schwächen, außer der erwähnten Homogenität und dadurch subjektiv wahrgenommenen zu langen Albumlänge.

Freunden von melodisch-lyrischem und sphärischem Prog würde ich das Album trotzdem empfehlen. Der von mir dargestellte negative Punkt der Homogenität ist für andere Ohren vielleicht genau der, der am besten gefällt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: siehe im Text
Veröffentlicht am: 9.5.2018
Letzte Änderung: 9.5.2018
Wertung: 9/15
leicht wie eine Sommerbrise, aber man sehnt sich nach dem Gewitter mit dem Sommerregen

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Delusion Squared

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Delusion Squared 11.00 1
2012 II 9.00 3
2014 The Final Delusion 10.00 2

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