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Between the Buried and Me

Automata II

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; New Artrock; Progmetal; sonstiges
Label: Sumerian Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tommy Giles Rogers Jr. lead vocals, keyboards
Paul Waggoner guitars, backing and lead vocals
Dustie Waring guitars
Blake Richardson drums
Dan Briggs bass, keyboards

Gastmusiker

Cameron MacManus trombone, baritone sax
Jonathan Wiseman trumpet

Tracklist

Disc 1
1. The Proverbial Bellow 13:16
2. Glide 2:13
3. Voice Of Trespass 7:58
4. The Grid 9:45
Gesamtlaufzeit33:12


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Also. Between the Buried and Me haben ihr neues Album "Automata" in zwei Alben gespalten - aus offensichtlichen Gründen, wie ich vermute. Naja. Man kann das wohl kreativ finden, lese ich im Netz. Ich nicht. Ein Konzeptalbum ist es, worum es geht, ist in unserer Rezension zum ersten Teil nachzulesen.

Gleich vorweg: "Automata II" ist definitiv die bessere Hälfte des "Automata"-Konzeptalbums. Es gibt viel mehr Variationsbreite im Sound, es zeigt in dieser Hinsicht mehr Entdeckerfreude als der erste Teil, der stärker im Death Metal-Bereich angesiedelt war.

"The Proverbial Bellow" ist mit 13 Minuten der längste "Automata"-Track. Ein episches Stück von großer Vielfalt - sogar ein Banjo kommt vor. Es beginnt mit einem schweren, krummtaktigen Riff, ganz im Stile Hakens. Dann spielt sich die Band durch ein zweieinhalb Minuten langes instrumentales Intro, das zu den großartigsten Momenten von "Automata" gehört. Es folgt ein New-Artrock-Teil, der aber weitaus intelligenter ist als das allermeiste, was einem aus diesem Subgenre sonst so entgegenschlägt. Vor allem Drummer Blake Richardson sorgt hier für die notwendige rhythmische Irritation. Das Ganze steigert sich zur Polyrhythmik im Death-Metal-Klanggewand, bis zur Hälfte der Haken-Teil noch einmal erklingt. Überhaupt scheinen sich die beiden Bands mittlerweile, und vor allem mit diesem Stück, näherzustehen also ohnehin schon. Aber auch andere Einflüsse werden aufgegriffen, Porcupine Tree hier, King Crimson da - es gibt einen fantastischen, hochkomplizierten Part, in dem die beiden Gitarristen ihre Saiten zu einem derart dichten Gewebe vernetzen, dass man sich wundern muss, dass sie sie überhaupt wieder entwirrt kriegen.

Das schrullige "Glide" ist ein Karneval-/Kabarettstückchen mit Piano und Akkordeon, das im Grunde eine Art Einleitung zum Metal-Swing von "Voice of Trespass" ist. Hier lässt das Diablo Swing Orchestra grüßen. Das abgefahrenste Stück auf "Automata" wartet mit Swing-Rhythmen auf, mit deathig gestimmten Gitarren, Gebrüll, Jazzgitarre, Bläsern und "Babedibap"-Vocals, bis - heftiger Progmetal das Stück kapert, und es in doomige Gefilde stürzt. Herrlich: Überraschend, schmissig, pfundig!

"The Grid", obwohl immer noch dicht, lässt in der Spannung dann ein wenig nach. 6/8-Passagen mit Klargesang verbreiten ein pathetisches Feeling, und die dazwischengeschalteten Metal-Passagen treten nach und nach zurück. Den Abschluss des Stücks - und der beiden Alben - bildet ein epischer Part, der mit Akustikgitarre und Piano beginnt, und nach und nach Klangschicht für Klangschicht darüberlegt, einschließlich der unvermeidlichen Geigen. Paul Waggoner steuert schließlich noch ein wunderbar emotionales Solo bei.

Alles in allem muss man sich am Ende wohl erst recht fragen, warum dieses Album zwei Alben sein musste. Es ist am Stück doch recht gut hörbar, angefangen mit dem dunklen, wuchtigen Death Metal-Start von Teil I, und endend mit dem epischen "The Grid", das eine zweite Hälfte beschließt, in der die Band die Energie, die sie in der ersten aufgebaut hatte, in alle möglichen Richtungen fließen lässt. Als ein Album sollte man das hören, als ein Album hätte man's veröffentlichen sollen. Schon wegen der Steigerung zum Ende hin: "Automata II" ist die bessere Hälfte von "Automata".

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.8.2018
Letzte Änderung: 17.8.2018
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Between the Buried and Me

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Colors 12.00 1
2009 The Great Misdirect 13.00 1
2011 The Parallax: Hypersleep Dialogues 12.00 1
2012 The Parallax II: Future Sequence 14.00 1
2015 Coma Ecliptic 13.00 2
2018 Automata I 11.00 1

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