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24968 Rezensionen zu 17121 Alben von 6671 Bands.
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Saga (Kan.)

The Security of Illusion

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1993 (Re-Issue 2015 durch EAR Music / Edel)
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR
Label:
Durchschnittswertung: 8/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Ian Crichton guitar
Jim Crichton bass
Jim Gilmour keyboards, vocals
Steve Negus drums, percussion
Michael Sadler vocals

Tracklist

Disc 1
1. Entracte (instrumental) 0:49
2. Mind Over Matter 4:41
3. Once Is Never Enough 5:28
4. Alone Again Tonight 4:15
5. I'll Leave It In Your Hands 4:43
6. The Security Of Illusion 5:43
7. Stand Up 4:21
8. Days Like These 4:46
9. Voila! (instrumental) 1:41
10. No Man's Land 5:20
11. Without You 6:46
12. The Security Of Illusion (acoustic) 4:44
13. Scratching the Surface (Live in Hamburg 2015)   (bonus track 2015 edition) 6:21
14. Ice Nice (Live in Hamburg 2015)   (bonus track 2015 edition) 5:33
Gesamtlaufzeit65:11


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @ (Rezension 1 von 3)


Für mich stellt "Security Of Illusion" einen Rückschritt gegenüber seinem Vorgänger The Beginner's Guide To Throwing Shapes dar. Saga spielen hier grösstenteils noch gradlinigeren Rock als zuvor. "Mind Over Matter", die Mitklatsch-Nummer "I`ll Leave It In Your Hand", "Stand Up" und "No Man`s Land" stehen exemplarisch für diese Seite der Kanadier, die für mich mit diesem Album einmal zu viel aufgekocht wurde. Dabei lässt die Scheibe zu Anfang aufhorchen. "Entracte" schürt die Hoffnung, dass die Saga-typischen Ingredienzien mit Neuem gewürzt werden. Das passiert in der Folge leider viel zu wenig. Die erwähnten Stücke hat man so zuvor für meinen Geschmack schon besser gehört. Für mich absolut verzichtbar. "Alone Again Tonight" ist eine unnötige Ballade, die man sich hätte schenken können.

"Once Is Never Enough" ist gut, ist trotz voller Breitseite an rockigem Riffing variationsreicher als die oben erwähnten Kompositionen. Das gleiche gilt für "Days Like These", welches mit einer der dichtesten und mächtigsten Soundwände aus Gitarre und Synthesizer aufwartet, die Saga je gebaut haben. Der etwas banale AOR-Sound der Strophe stört da nur unwesentlich.

Highlights der Platte sind der Titelsong, der für einmal ganz anders ist, als man Saga sonst kennt und das die Platte beschließende "Without You". Ersteres besteht praktisch nur aus Gesang und Akustik-Gitarre, begleitet von dezentem Schlagzeug und sanftem Keyboard-Teppich. Eines der Stücke, welches wie kaum ein zweites die tolle Stimme Sadlers zur Geltung bringt.

"Without You" schließlich erzeugt Spannung mit seinem Kontrastprogramm aus erdigen Toms, ruhigen Gesangspassagen mit Pathos, fetten Gitarrenriffs, schwebenden Keyboardteppichen und frickeligen Gitarrensoli, die sich bis in Tonhöhen schrauben, die ich einer gemeinen Gitarrensaite gar nicht zugetraut hätte.

Alles in allem ein verzichtbares Album.

Anspieltipp(s): Security Of Illusion, Without You
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.7.2009
Letzte Änderung: 4.8.2011
Wertung: 6/15
die starken Momente bis 9

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 3)


Wiederveröffentlichungswahn, Kapitel 47... heute: Saga.

EARMusic / Edel legt alle 11 (Studio-)Alben, die zwischen 1989 – 2007 erschienen sind, neu auf. Die einzelnen Veröffentlichungen der gesamten Reihe werden sich über ein gesamtes Jahr strecken, wobei alle zwei Monate chronologisch jeweils zwei Alben erscheinen. Los geht’s also heute (04.09.2015) mit „The Beginner's Guide To Throwing Shapes“ und „The Security of Illusion“. Alle Alben werden mit bislang unveröffentlichten Bonus Tracks ergänzt, die am 28. April in der Fabrik in Hamburg aufgenommen wurden. Es gibt hübsche Digipaks mit angepasstem Artwork (alt und neu, siehe oben beim Coverscan) und erweiterten Booklets, die ein paar Einblicke in die Entstehung des jeweiligen Albums gewähren. Dazu kommen noch zeitgenössische Fotos und Zeitungsausschnitte etc.. Schon hübsch, aber es fragt sich schon, wer ist die Zielgruppe? Saga-Fans haben die Alben ohnehin alle (und bei manchen Alben dieser Zeit würde man sich sicherlich gerade keine Neuauflage wünschen, es sei denn man steht auf S/M...).

Soundtechnisch ist die Neuauflage von „The Security Of Illusion“ natürlich top. Ein sehr gelungenes Remastering lässt die Musik in vollem Glanz, druckvoll, transparent und tiefgründig, erscheinen. „The Security Of Illusion“, das zweite Saga-Album nach der ganz dunklen AOR-Kitsch-Zeit, hat sowieso bei den Saga-Fans einen Allzeit-Stein im Brett, markiert es doch mit der Rückkehr von Jim Gilmour und Steve Negus die Wiederauferstehung der 'klassischen' Saga-Formation.

Die Magie ist weitgehend zurück. Dementsprechend gibt es hier die Saga-Trademarks wie üppige Gitarren-Keyboard-Duelle, schneidige Gitarren-Soli (Ian Crichton, ein unterschätzter Gitarren-Gott), stampfende, aber nicht blöde, Rhythmen, verziert mit Negus ganz eigener Becken-Behandlung und Michael Sadlers opernhaften Gesang an allen Ecken und Enden. „The Security Of Illusion“ hat natürlich auch Ausreißer in Richtung Kitsch-AOR, aber die fallen nicht so sehr ins Gewicht, und es ist eines der rockigsten Saga-Alben überhaupt. Mit dem Titeltrack „The Security Of Illusion“ ist ein sehr ungewöhnlicher, halb-akustischer Saga-Song enthalten. Am Ende des Originalalbums steht mit „Without You“ - vielleicht einer der am sträflichsten unterschätzen Saga-Tracks - ein echtes Highlight. Tribal Drums und erneut Ian Crichtons herausragende Gitarrenarbeit formen einen außergewöhnlichen Rock-Song. Jim Gilmour besingt vortrefflich "Days Like These". Witzig auch das eröffnende Instrumental, welches das Album als Teil von „Without You“ dann auch wieder beschließt. Für meinen Geschmack ein ziemlich starkes Saga-Album. Wer's also noch nicht haben sollte (und er Saga generell mag und nicht völlig AOR-avers ist), der sollte nun nicht länger zögern.

Die Live-Zugaben sind hier „Scratching The Surface“ (einer meiner persönlichen Saga-Favorites) und „Ice Nice“. Beide Stücke sind gut gespielt, Saga sind auch 2015 immer noch eine überzeugende Live-Band, auch wenn Jim Gilmour ganz schön mit den hohen Gesangsstellen von „Scratching The Surface“ zu kämpfen hat (man wird halt nicht jünger). Vermutlich wäre den Fans allerdings ein komplettes Live-Album von diesem Auftritt in Hamburg lieber gewesen, als ein über 11 Alben verteiltes. Ob die akustische Version des ohnehin schon im Original recht akustischen Titeltracks auch eine Zugabe der 2015er Version ist, vermag ich nicht zu sagen (meine Original-Ausgabe ist irgendwo in meiner Sammlung verschwunden). Aber mir wäre es zumindest nicht in Erinnerung.

Die Frage „Wer braucht's?“ ist hoffentlich nun auch geklärt.

Anspieltipp(s): Mind Over Matter, Days Like These, The Security Of Illusion
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.9.2015
Letzte Änderung: 4.9.2015
Wertung: 10/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 3 von 3)


Saga spielten 1993 mit „The Security Of Illusion“ im Original-Line-Up. Nachdem Gilmour (keyboards) und Negus (drums) zwischenzeitlich ausgestiegen waren, waren Fans von deren Rückkehr sehr begeistert. Ein Bekannter von mir, seinerzeit beinharter Saga-Fan, feierte das ausgelassen und erzählte jedem – ob er es wissen wollte oder nicht – wie großartig das sei.

Mit der Remaster-Serie, die Ear Music 2015 startete, kommt nun auch „The Security Of Illusion“ im neuen Gewand daher. Digipack, zusätzliche Informationen, Bonustracks aus dem Livegig vom April 2015 in Hamburg (hier. Scratching The Surface und Ice Nice) und ein amtlicher Klang. Schaden tut das nicht, die Musik darauf bleibt aber halt die gleiche. Ich persönlich finde das Album sehr durchwachsen und präferiere andere Veröffentlichungen der Band für mich. Nicht immer kann ich auf diesem Album den für mich so entscheidenden besonderen Moment festmachen. Am ehesten gelingt mir das noch bei den ruhigen Stücken. Die wunderbare Ballade „Alone Again Tonight“ ist beispielsweise eine gefühlvolle Spielwiese für Musiker und Sänger. Eben jener Michael Sadler kommt hier ziemlich stark rüber. Ähnlich mitfühlen kann ich beim Titeltrack, der die Gesangslinie hervorragend herausstellt. Ansonsten sehe ich bei den Songs weder Licht noch Schatten. Da ist viel Durchschnittsware dabei, sicherlich ordentliche Kost, mal besser (Mind Over Matter), mal schwächer (I'll Leave It In Your Hands) und vielfach recht simpel auf kommerziellen Erfolg gebürstet. Aber ein echter Hinhörer? Der fehlt mir.

Ein durchschnittliches Album liefern Saga beim Comeback von Negus und Gilmour ab. Mir ist da zu viel AOR drin, zu wenig Mut, etwas Neues zu wagen. Während man das auf „The Bginners Guide To Throwing Shapes“ in Ansätzen entwickelt hatte, ging die Band den Weg hier nicht weiter, sondern versuchte an Erfolge aus den 80ern anzuknüpfen. Im Folgejahr erschien dann auch noch das Popalbum „Steel Umbrellas“ und dann? Ja, dann traute man sich mit „Generation 13“ endlich etwas! Aber davon, liebe Hörer, erzähle ich euch dann ein anderes Mal.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.11.2015
Letzte Änderung: 14.11.2015
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Saga (Kan.)

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1978 Saga 12.50 4
1979 Images At Twilight 11.67 3
1980 Silent Knight 10.20 5
1981 Worlds Apart 8.50 2
1982 In Transit 14.00 2
1983 Heads Or Tales 8.50 2
1985 Behaviour 8.00 2
1987 Wildest Dreams 5.00 2
1989 The Beginner's Guide To Throwing Shapes 10.25 4
1991 Gotta Love It 10.00 1
1994 Steel Umbrellas 3.67 3
1995 Generation 13 12.00 5
1997 Phase One 12.00 2
1997 Pleasure & the Pain 3.00 1
1998 Detours 12.00 1
1999 Full Circle 10.75 4
2001 House Of Cards 10.75 4
2003 Marathon 8.25 4
2004 All Areas - Live In Bonn 2002 (Limited Edition) (DVD) 6.00 2
2004 Network 12.00 2
2005 The Chapters Live 11.00 1
2006 Trust 11.00 2
2006 It's Your Life (Single) 6.00 1
2007 Worlds Apart Revisited (DVD) 13.00 2
2007 10,000 Days 10.00 2
2007 Worlds Apart Revisited 11.00 3
2009 Contact 11.00 1
2009 Contact (DVD) 7.50 2
2009 The Human Condition 10.00 1
2011 Heads or tales Live 9.00 1
2012 20/20 12.00 1
2013 Spin It Again! Live in Munich (DVD) 11.00 1
2014 Sagacity 9.00 2
2017 The Polydor Legacy - 1
2018 So Good So Far - Live at Rock of Ages - 1

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