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Echolyn

Cowboy Poems Free

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000 (Neuauflage 2008)
Besonderheiten/Stil: New Artrock; RetroProg
Label: echolyn inc. BMI
Durchschnittswertung: 9.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Brett Kull Guitars, Lead and Backing Vocals, Misc Instruments
Christopher Buzby Keyboards, Backing Vocals, Alto Sax, Misc Instruments
Paul Ramsey Drums and Percussion
Ray Weston Bass, Lead and Backing Vocals, Misc Instruments
Jordan Perlson Drums and Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Texas Dust 5.16
2. Poem #1 1.33
3. Human Lottery 5.32
4. Gray Flannel Suits 4.47
5. Poem #2 0.59
6. High As Pride 6.45
7. American Vacation Tune 5.18
8. Swingin' the Ax 3.15
9. 1729 Broadway 6.01
10. Poem #3 1.50
11. 67 Degrees 5.21
12. Brittany 6.34
13. Poem #4 1.30
14. Too Late for Everything 4.33
Gesamtlaufzeit59:14


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 1 von 3)


Im Jahr 2000 reformierten sich Echolyn (etwas überraschend) wieder und brachten mit "Cowboy Poems Free" auch wieder ein neues Studioalbum heraus.

Und Echolyn haben nichts verlernt. Es wird gleich losgerockt, als hätte es nie eine fast fünfjährige Pause inklusive Auflösung der Band gegeben. Die erste Hälfte des Albums atmet dieses typische Echolyn-Feeling: Ein bisschen retro-lastige Prog-Songs mit heftigem Groove und "Kick Ass"-Faktor. Der neue Percussionist sorgt noch zusätzlich für Drive. Besonders "American Vacation Tune" und mein heimlicher Echolyn-Lieblingssong "Gray Flannel Suits" gehen ab wie ein Zäpfchen. In seiner geschickten Kombination aus ruhigen und "Abgeh-Parts" ist auch der gelungene Opener "Texas Dust" (und sein kleiner Bruder "Swingin' The Ax") ein besonderes Juwel. Und es wird wieder tadellos gesungen.

Dabei fällt sicherlich auf, das Echolyn zwar immer noch dieses Retro-Flair versprühen, aber insgesamt deutlich moderner klingen. Ich könnte zwar nicht genau festmachen, wie dieser Eindruck entsteht, aber es ist vielleicht eine Kombination aus den (vor allem gegenüber "As The World") wieder deutlich straighteren Kompositionen und der geschickten Verarbeitung anderen Sound-Einflüsse wie College- / Alternative-Rock, ein bisschen Pop oder gar einen Hauch Blues. Mainstream wird hier zwar natürlich nicht geboten, aber Echolyn waren noch nie so nah dran.

Mit zunehmender Spiellänge kann das Album den Anfangsdrive allerdings nicht ganz halten und wird etwas ruhiger. Balladeskere Titel wie "1729 Broadway" (in dem Keyboarder Buzby gar ein paar Sax-Töne beisteuert) und "67 Degrees" bestimmen nun das Bild. Trotzdem sorgen Echolyn auch hier mit gelungenen Chor-Arrangements und fremdartigen Klängen, wie den orientalischen Sounds in der Einleitung zu "Brittany", für gute Unterhaltung.

Ein gelungenes Comeback einer Kultband. Irgendwie kann man während und nach dem Genuss dieses Albums einfach nur gute Laune haben. Der gefürchtete Chris Buzby greift erstaunlich oft zur Orgel, die Gitarre darf schon mal einen Blues zitieren. Echolyn integrieren neue und moderne Einflüsse in ihren Sound und gehen eher unkompliziert zu Werke. "Cowboy Poems Free" sollte vor allem für diejenigen interessant sein, die vielleicht bisher mit dem Echolyn-Sound nicht so zurecht kamen. Fans brauchen das Album sowieso.

Übrigens: Echolyn spielen am 11. September 2005 als Headliner auf der FreakParade in Würzburg!

Anspieltipp(s): Texas Dust, Gray Flannel Suits
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.7.2005
Letzte Änderung: 30.7.2005
Wertung: 11/15

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 3)


Nach "As The World" wurde im Dezember 2008 nun auch "Cowboy poems free" neu aufgelegt. Das wird all jene freuen, die bislang vergeblich nach einem Exemplar dieses Albums Ausschau gehalten haben. Dabei wurde die Gelegenheit genutzt, die Songs neu abzumischen. Das Ergebnis ist erstaunlich. Wo der Originalmix einigermaßen matschig und dünn geklungen hat, ist er nun sehr viel klarer, präziser und druckvoller. Die Instrumente und vor allem auch der mehrstimmige Gesang kommen nun deutlicher zur Geltung. Auch das Artwork wurde komplett übearbeitet: neues Cover und ein neues Booklet, das mit seinen überwiegend in schwarz und braun gehaltenen Bildern aus dem Amerika der 30er und 40er Jahre nun viel besser zu den Songs passt, die eben in jener Zeit angesiedelt sind. Anders als bei "As the world", das eine komplette Bonus-DVD dabei hatte, gibt es bei "Cowboy poems free" keinerlei Goodies.

Zur Musik hat mein Vorredner bereits einiges gesagt. Darum nur kurz: Echolyn zelebrieren hier wieder ihren tighten, songorientierten Prog, der mit seinen zumeist mehrstimmig vorgetragenen Melodien gut ins Ohr geht und dort auch haften bleibt. Dabei halten sie auf "Cowboy poems free" gut die Waage zwischen Abgeh-Nummern und eher nachdenklich-melancholischen Stücken.

Diese Wiederveröffentlichung ist natürlich für all jene von Interesse, die der Platte bislang noch nicht habhaft werden konnten. Aber auch diejenigen, die bereits die Originalausgabe besitzen, können einmal darüber nachdenken, sie sich ob der besseren Abmischung erneut zuzulegen.

Anspieltipp(s): American Vacation Tune, Brittany
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.2.2009
Letzte Änderung: 28.9.2011
Wertung: 11/15

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Von: Jürgen Gallitz-Duckar @ (Rezension 3 von 3)


Prog ist für mich immer schon das weite Ausholen gewesen. Das Kreieren von mehr als nur Songs, das Entwerfen von Werken, das Komponieren von großen Würfen, von Songs die wie Minisymphonien wirken sollten. Von Kunst, anstatt Rock. Darum trennte man früher ja auch (und ich tu es heute wieder) nach Prog(ressive)-Rock und Art-Rock. Es hatte Sinn. Die einen wollten einfach normale Rocksong-Strukturen aufbrechen und erweitern, aber dabei immer auf rockender Basis das Liedgut verändern und etwas unzugänglicher, um die Ecke gespielter, als sagen wir mal Blues-Rock machen. Die anderen wollten Kunst erschaffen. Hatten gar nicht wirklich im Sinn nur ne Rockband sein zu wollen.

Nun, mir waren und sind die Künstler immer näher gewesen. Wofür sonst sollte man dieses schöne aber (zu) kurze Leben benützen, wenn nicht mehr zu wollen, als nur den Alltag ein bißchen aufzuspaßen.

Zu diesen epischen Entwürfen zieht es mich also meistens, wenn es um progressive Klänge gehen soll. Zu symphonischen, weit ausholenden Songmonstren. Darum war meine Progheimat auch immer Europa (die Ausnahme KANSAS bestätigt die Regel). Euro-Prog hat Gewicht. Ist bombastisch, lyrisch. melancholisch, depressiv, tiefgründelnd, hoch hinaus wollend. Ist Champagner oder ein guter Wein. US Prog ist Sonne. Ist Feiern. Spaß haben, einen drauf machen, noch ein Bier holen und ein bißchen zeigen was man denn so (durchaus beeindruckend) alles mit den Instrumenten kann.

Echolyn sind so eine US Progband. Eine fröhliche, liedhafte hardrockig-jammend-jubilierend-frickelig-weltmusizierende Truppe, die das was sie macht perfekt macht. Das ist alles toll gespielt und perfekt arrangiert. Natürlich möchte man sagen, denn US Musiker sind in aller Regel absolute Profis bei dem was sie tun, selbst wenn sie noch als Amateure unterwegs sind. Nur werd ich einfach nicht warm damit. Das geht nicht ans Herz. Das geht nichtmal ins Hirn. Das ist für mich Hintergrundberieselung auf höchstem Niveau, aber eben nur Berieselung.

Ich mühe mich nun schon mit dem fünften kompletten Hördurchgang ab und schweife zum fünftenmal nach ca. vier Songs (ich weiß es nicht ganz genau weil die Konzentration auf den Sound einfach weg ist) irgendwo anders hin. Ich fang das Album mittendrin an und es geht mir genauso. Da kommen keine Themen die mich packen, nix Ergreifendes das ans Herz geht, keine Atmosphäre die meine Häärchen aufstellt, nicht mal toll gemachter Kitsch. Da ist viel Gedudel, wechselnd im Minuten-, manchmal Sekundentakt. Mehr Jamrock als Prog. Zu viel Jam für mich, das ist nicht spannend, weil hier keinerlei Atmosphäre entstehen soll, keine Dramaturgie im Jam herrscht, einfach musikalisch nichts erzählt wird, obwohl es doch eine durchgehende Erzählung sein soll wenn man mal die Texte so liest. Das ist Musik für Zappler, die auch kein Fernsehprogramm länger als ne halbe Minute ertragen bevor der Finger wieder weiter will auf der Fernbedienung. Oder Buffetmusik. Hier ein Häppchen und da eines und weiter gehts nach vorn, denn von hinten drängen sie schon. Wie so ein nerviger Hollywood Actionfilm, bei dem es andauernd irgendwie rumsen muß, damit die Popcorn-Mampfer aufmerksamkeitstechnisch dabeibleiben können

Vielleicht bin ich zu altmodisch für sowas, vielleicht aber auch einfach nur zu sehr in sich ruhender Genießer.

Darum ? ich kann hier keine Empfehlung aussprechen. Wer typischen US-Prog wie sagen wir mal SPOCK?S BEARD für das Grösste überhaupt hält, wird aufs Ordentlichste von ECHOLYN bedient. Dieses andauernd üppige Gewusel, für das ich selbst bei den Bärten und Herrn Morse eine lange Zeit gebraucht habe um es irgendwie doch gut zu finden. Aber mehr davon muß dann wirklich nicht sein.

Für wens also mehr sein muß, Cowboy Poems Free (sehr schöner Albumtitel übrigens) erschien bereits im Jahre 2000, war inzwischen vergriffen und wurde nun mit komplett neuem Artwork (so sagt man, ich kenn die alte Ausgabe nicht) und rundum klangverbessertem Sound hier neu aufgelegt. Zumindest vom Artwork her kann ich das sehr schöne Digipak guten Gewissens den Genre-Fans empfehlen. Sehr stimmungsvoll. Wär der Sound doch nur auch so........

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.3.2009
Letzte Änderung: 30.3.2009
Wertung: 7/15
Nix für mich. An sich gut gemacht, aber ich finds todlangweilig

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Echolyn

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 Echolyn 13.00 1
1992 Suffocating The Bloom 12.00 2
1995 As The World 11.50 4
2002 Mei 11.00 7
2002 A Little Nonsense 12.00 2
2003 Jersey Tomato Vol.2 10.00 3
2004 Stars And Gardens (DVD) 12.33 3
2005 The End Is Beautiful 10.50 4
2012 echolyn (The Window Album) 12.50 2

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