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IQ

The Seventh House

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: Giant Electric Pea
Durchschnittswertung: 11.25/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Peter Nicholls Gesang
Paul Cook Schlagzeug
Mike Holmes Gitarre, Keyboards
John Jowitt Bass
Martin Orford Keyboards

Gastmusiker

Tony Wright Saxophon

Tracklist

Disc 1
1. The Wrong Side Of Weird 12.24
2. Erosion 5.44
3. The Seventh House 14.23
4. Zero Hour 6.58
5. Shooting Angels 7.24
6. Guiding Light 9.58
Gesamtlaufzeit56:51


Rezensionen


Von: Oliver Mensing (Rezension 1 von 4)


Clever gemacht! Wer IQ auf ihrer derzeitigen Tour livehaftig erlebt, kann gegen ein Entgelt von "nur" 35 Mark (EURO sei Dank) ihr neues Album 'The Seventh House' erwerben und somit ca. 3 Monate vor der offiziellen Veröffentlichung die CD sein eigen nennen. Die Rechnung geht natürlich auf: mind. 90 % der Besucher kaufen das Teil und manche gleich zwei- bis dreifach um den Freundeskreis zu versorgen. Und da praktisch kein Vertrieb zwischengeschaltet ist, bleibt der Löwenanteil der Erlöse bei der Band.

Zur Musik: Ein typisches IQ-Album mit allen liebgewonnenen Details wie satte Keyboards, melodiöses Gitarrenspiel und druckvoller Bass/Drum-Arbeit. Darüber schwebt die unverkennbare Stimme des Ausnahmesängers Peter Nicholls (wenn einer mit dem frühen Gabriel mithalten kann, dann er).

Insgesamt geht das Album in Richtung des 'Ever'-Werks von 1993. Also keine Weiterentwicklung nach dem superben Subterranea-Oberhammer (für mich das unerreichte IQ-Meisterwerk). Bitte nicht negativ verstehen! The Seventh House ist ein schönes Album geworden. Es ist doch wohl klar, dass nach Subterranea eine erneute Steigerung kaum möglich war.

Alle sechs Songs haben ihre Stärken. Besonders gut gefallen mir Erosion (das mich auch live sehr beeindruckt hat) und der Longtrack The Seventh House (sehr abwechslungsreich). Sehr interessant ist auch der Songaufbau von Shooting Angels. Nach einem harmonischen Key-Intro folgt ein stampfender Rhythmus und leitet den Gesangspart ein. Ein Saxophon hält Einzug und macht diesen Song zu einem weiteren Album-Highlight (inkl. wundervollem Gitarren-Solo)! Klasse!

Tja, Ihr Herren Arena, Marillion und wie Ihr alle heißt, IQ haben es mal wieder vorgemacht wie eine tolle (Neo-)Prog-Scheibe zu klingen hat.

Sehr, sehr gute 13 Punkte!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.8.2002
Letzte Änderung: 29.8.2002
Wertung: 13/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 4)


Nach "subterranea", welches die IQ-Fangemeinde in zwei Lager gespalten hatte, legten die britischen Alt-Neoprogger mit "the seventh house" nach dreijähriger Pause ihr siebtes Studioalbum vor. Und wieder scheinen sich an dieser Scheibe die Geister zu scheiden. Für die einen "endlich" wieder Prog im Stile der "alten" Platten mit wenigen longtracks und ohne unnötige kleine "Füller-Stückchen", für die anderen nach dem vermeintlich genialen letzten Studiooutput ein Rückschritt. Ich gehöre zur ersten Gruppe. Für mich eine der besten Platten des Jahres und daher meine Kaufempfehlung.

"The wrong side of weird" beginnt mit Spannung aufbauendem Synthesizer und legt dann sehr rockig los. Eine monotone bassline macht Druck, Peter Nicholls intoniert besser als je zuvor und bleibt sich und seinem Stil trotzdem treu. Eine unverwechselbare Stimme. Über einen ruhigen Mittelteil mit Klavier und Gesang geht das Stück wieder über in eine knackig-rockige Passage mit harten Gitarrenriffs und trockenen drums, die sich mit tollen Gesangsharmonien abwechseln, schliesslich eine Temposteigerung mit Gitarrensolo.

"Erosion" beginnt mit sphärischen Synthies und leisem Gesang Spannung aufzubauen und kracht dann ähnlich los wie der opener. Licht an : fetter Bass, knackige drums, Keyboardteppich und eine mal schrille, mal rockige Gitarre. Dazwischen immer wieder spärlich instrumentierte Dunkelheit.

Mit dem Titelstück folgt das beste Werk der Platte. Eine wunderbare Komposition mit allen IQ-typischen, liebgewonnenen Eigenschaften. Tolle Harmonien, mal Spannung hier, mal Ruhe da, mal straight rockig, mal vertrackt, doch immer hörbar und dem song dienlich. Jowitts Bassspiel ist treibend und stets spürbares Fundament, Holmes Gitarrensoli unverkennbar stimmungsvoll, Cooks Schlagwerkzeuge gewohnt solide und Orford legt geniale Teppiche vom Allerfeinsten und lässt immer wieder lässige pianolines durch den Hörraum perlen. Ab 9:25 beginnt das grande finale und damit die besten 5 Minuten des Albums.

"Zero hour" ist zu Anfang etwas banal und gewöhlich. Nach einem gefälligen Saxophon-Zwischenspiel kommen dann witzige "Captain Future"-keyboards bis das Stück über ein nettes Gitarrensolo ausgeblendet wird. Eine ordentliche Nummer, mehr nicht.

"Shooting angels" ist ebenfalls nichts besonderes, höchstens solider Durchschnitt und irgendwie vertraut. Die Stimmungen wurden in den ersten drei Stücken der Platte auch schon besser rübergebracht. Unterm Strich das schlechteste Stück der Platte.

Last but not least "guiding light" : ein würdiger Abschluss des Albums, in welchem nochmals varianten- und abwechslungsreich musiziert wird. Ein getragenes Piano-Gesangs-Intro wird von harten ansteigenden Harmonie-Stufen im 5/4-Takt abgelöst. Grosses Kino ! Dann ein frickeliges Gitarrensolo, Mellotron und wieder Gitarre im SteveRothery-Stil. Habe ich erwähnt, dass das Album klasse klingt ? Ab 6:10 gibts nochmal voll auf die Ohren. Dann grosses Finale mit hymnischem Ausklang.

"The seventh house" macht viel Spass, enthält vier gute bis sehr gute songs, die facettenreich komponiert sind und trotzdem kompakt und eingängig bleiben. "Shooting angels" und "Zero hour" sind ordentlich. Das Ganze erscheint in sauberem, ausgewogenem Klang. Kein Meisterwerk, aber ein gutes Album, welches sich irgendwo im Bereiche von "Ever" klassieren wird.

Anspieltipp(s): seventh house
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.5.2003
Letzte Änderung: 4.5.2003
Wertung: 10/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 3 von 4)


Natürlich hat sich die Band einen großen Stein in den Weg gelegt, der da heißt "Subterranea". Nach dem Album wird es kaum möglich sein, mit "The Seventh House" den hohen Erwartungen standzuhalten. Alles in allem kann man jedoch sagen, dass IQ eine gute Nachfolgescheibe eingespielt haben, die insgesamt doch zu überzeugen weiß.

Mit nur 6 Songs kann man natürlich auf einige Longplayer hoffen. Und so startet das Album auch gleich mit einem 12minüter, dessen Stil in Richtung "The Darkest Hour" vom Ever Album tendiert. Allerdings kommt trotz toller Momente nicht die wahre Freude auf. Da wirken einige Passagen aneinandergereiht und bringen das Bild eines "runden" Hörgenusses etwas durcheinander. Eher ein mittelprächtiger IQ-Song. Bei "Erosion" war ich anfangs etwas enttäuscht, komme jetzt jedoch nicht mehr davon. Die beginnenden Keyboardteppiche werden von einer tollen Gesangslinie unterstützt, bevor es richtig losrockt. Besonders die Gitarren sind für IQ-Verhältnisse ziemlich kernig. Bass und Schlagzeug drücken eine wahre Soundwand durch die Boxen. Da ist Feeling drin. Für mich das Highlight auf dem Album (obwohl der kürzeste Song!!). Mit dem Titelsong kann man jedoch ein ähnliches Highlight präsentieren. Mit über 14 Minuten ist es der längste Song des Albums und gehört in die Sparte großartiger Longsongs von IQ. Der Song tendiert auch wieder Richtung "Ever" Album und kann locker mit einem "Further Away" mithalten. Die langsame Steigerung fabriziert einen guten Spannungsbogen, der sich im Instrumentalpart erstmals entlädt, um dann nur nochmal etwas anzusteigen und in einem tollen Finale zu enden. "Zero Hour" ist ein recht gefühlvoller ruhiger Song. Hier wird das Piano häufig eingesetzt und auch die Akustikgitarre kommt zu Ehren. Erwähnenswert sind die Saxophonpassagen. Im Mittelteil wird die Gesangslinie von "Erosion" vom Keyboard zitiert. Auf die gesamte Distanz gesehen wirkt besonders der erste Teil des Songs sehr langatmig und dahinplätschernd. Die abschließende Instrumentalpassage kann dann nochmal etwas Stimmung reinbringen, insgesamt aber eher ein schwacher Song. "Shooting Angels" ist dann sehr eingängig. Die Gesangsmelodien wissen zu überzeugen, die Instrumentierung ist eher einfach gehalten (erinnert ein wenig an die "Nomzamo"-Zeit). Der Refrain setzt sich auf Dauer im Ohr fest und einmal gehört, summt man ihn schon mit. Sehr gefühlvoll auch hier wieder der Saxophoneinsatz. Mit "Guiding Light" kommt dann der krönende Abschluß. Mit Piano und Gesang beginnt das 10 minütige Stück und läßt noch nicht erahnen, welcher Bruch nach ca. 3.20 Minuten vollzogen wird. Plötzlich eine Keyboardfanfare - dann der Einsatz der Band - und schon befindet man sich in einem gefühlvollen Instrumentalpart, der ordentlich brummt. Ein gefühlvoller Übergang sorgt für eine tolle Keyboard-Solo-Linie. Dann übernimmt die Gitarre, unterlegt mit typischen IQ Keyboardchören. Das erinnert an große Werke wie "The Enemy Smacks". Knapp vier Minuten wird so instrumental aufgetischt, bevor das Ende mit Einsatz des Gesanges eingeleitet wird. Irgendwann ist die Pianolinie des Anfanges auch am Ende wieder da und man verläßt glücklich den Hörgenuß.

IQ können mit "The Seventh House" einen guten Nachfolger zu ihrem Highlight "Subterranea" liefern. Sicherlich sind mit "The Wrong Side Of Weird" und "Zero Hour" nicht gerade die stärksten Momente von IQ vertreten, aber "Erosion", "Guiding Light" und der Titelsong sollten in keiner Sammlung anspruchsvoller Musik fehlen. Von daher ist das Album durchaus zu empfehlen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.5.2003
Letzte Änderung: 17.1.2004
Wertung: 10/15

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Von: Franco Cappelletti (Rezension 4 von 4)


Ich besitze alle Alben von IQ und höre sie mir gelegentlich immer mal wieder an, um zu sehen, wie sich Vorlieben und Einschätzungen verändern...

Heute war "The Seventh House" dran, und ich weiß nicht, woran es liegt, aber - ich habe nunmehr ein neues Lieblingsalbum dieser Band.

Ich finde "Subterranea" gut, aber zu lang, "Dark Matter" noch besser, aber mit Schwächen, die ersten paar Alben noch zu unausgereift, aber hier haben wir m.E. alle Trademarks dieser Band vereint: So muß anspruchsvoller Neo-Prog sein; dieses Album ist von vorne bis hinten ausgereift und professionell gemacht, ich muß nichts skippen (ja, mir gefällt sogar "Shooting Angels" als poppige, nicht-anstrengende Abwechslung), und mit dem Titelsong haben IQ wohl den größten Song ihrer Geschichte geschaffen: Abwechslung und Atmosphäre pur, klasse Instrumental- und Gesangsleistungen - in diesem Track hat sich IQ verewigt, da gibt es nicht das Geringste zu meckern.

Die Produktion ist ebenfalls ausreichend knackig, so daß einer entsprechenden Bewertung nun nichts mehr im Wege steht...

Anspieltipp(s): The Seventh House
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.4.2005
Letzte Änderung: 18.4.2005
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von IQ

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1983 Tales From The Lush Attic 12.00 3
1985 The Wake 11.00 2
1985 Living Proof 10.00 2
1987 Nomzamo 8.00 2
1989 Sold on you (single) - 1
1989 Nine in a pond is here 8.00 1
1989 Are you sitting comfortably? 6.00 1
1991 J'ai Pollette D'arnu 8.50 2
1993 Ever 10.50 2
1996 Forever Live 11.00 3
1997 Subterranea 12.25 4
1998 Seven stories into '98 8.50 2
1999 The lost attic (a collection of rarities 1983-1999) 6.75 4
2000 Subterranea - The Concert 10.00 2
2002 Subterranea - The Concert (DVD) 11.00 1
2003 The archive collection - IQ20 10.00 2
2004 The twentieth anniversary show (DVD) 10.67 3
2004 Dark Matter 10.80 6
2006 Stage - Dark Matter Live In America And Germany 2005 (DVD) 11.00 2
2007 Forever Live : Live at the Stadthalle Kleve Germany : June 12 1993 (DVD) 11.50 2
2008 Frequency Tour CD 7.00 1
2009 Frequency 10.00 5
2010 The Wake - Live at De Boerderij - 1
2011 Re:Mixed - 1
2012 Live from London (DVD) 11.00 2
2012 IQ30 - Live In Zoetermeer 10.00 1
2014 The Road of Bones 10.67 3
2015 Live On The Road Of Bones 11.00 1
2017 Scrape Across The Sky 11.00 1
2017 Tales From A Dark Christmas 11.00 2

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