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Emerson, Lake & Palmer

The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.One

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2001 (Konzertaufnahmen von 1971 und 1972)
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog
Label: Sanctuary Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Keith Emerson keyboards
Greg Lake vocals,bass,guitars
Carl Palmer drums

Tracklist

Disc 1
1. The Barbarian 5:09
2. Take a Pebble 19:04
3. Tarkus 25:19
Gesamtlaufzeit49:32
Disc 2
1. Knife Edge 6:57
2. Rondo 18:40
3. Piano Interlude (includes parts of the Fugue) 1:18
4. Hoedown 4:25
Gesamtlaufzeit31:20
Disc 3
1. Hoedown 3:52
2. Tarkus 25:08
3. Take a Pebble 4:54
4. Lucky Man 3:03
5. Piano Improvisation (Take a Pebble conclusion) 11:04
Gesamtlaufzeit48:01
Disc 4
1. Abaddon's Bolero 7:35
2. Pictures at an Exhibition 14:40
3. Nutrocker 3:43
4. Rondo 22:30
Gesamtlaufzeit48:28
Disc 5
1. Tarkus 25:24
2. The Endless Enigma 8:20
3. The Sheriff 3:05
4. Take a Pebble 4:38
5. Lucky Man 3:36
Gesamtlaufzeit45:03
Disc 6
1. Take a Pebble 9:50
2. Pictures at an Exhibition 16:49
3. Hoedown 3:49
4. Grand Finale (Rondo) 19:27
Gesamtlaufzeit49:55
Disc 7
1. Hoedown 3:51
2. Tarkus 22:49
3. The Endless Enigma 8:54
4. The Sheriff 3:11
5. Take a Pebble 20:51
6. Pictures at an Exhibition 15:13
Gesamtlaufzeit74:49


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


"The original bootleg series from the Manticore vaults" ist eine offizielle Bootleg-Ausgabe im Originalzustand belassener Amateuraufnahmen, deren schlechte Soundqualität auf billige Cassettenrecorder schließen läßt. Unter den ELP-Fans sind diese Bänder seit Jahren im Umlauf.

Da es sich bei "Vol. One" um ELP-Konzertaufnahmen von September 1971 bis August 1972 handelt, die das Trio sozusagen in den besten Jahren zeigen, scheint mir die schlechte Aufnahmequalität zweitrangig zu sein. Hier werden wir Zeuge von unvergleichlichen Prog-Events (denn die ELP-Konzerte aus jener Zeit können getrost so bezeichnen werden), die sich unsereins nicht entgehen lassen sollte.

Darüberhinaus lernt man auf dieser Box Sachen kennen, die man auf den regulären Scheiben vergebens suchen würde. So beinhaltete beispielsweise die frühe Version von "Take a pebble", (aus dem Gallic Park, NY-Konzert vom 1.9.1971, hier auf beiden ersten CD's zu finden, früher unter dem Titel "The Stratasphere Vs The Spectre" bekannt), neben Zitaten aus "Tank" auch ein Country-Gesangsthema. Die mitreißende Darbietung der "Tarkus"-Suite vom gleichen Konzert ist sicherlich eines der Highlights dieser Box. Ebenso wie heute noch begeisternde, kurzzeitig exzessive Nutzung des Moog-Synthesizers. Um so erstaunter war 1971 das Publikum über diese bisher unbekannten Effekte, wie ein Bericht des bei dem Konzert anwesenden Robert Moog belegt. Damals gehörte auch "Rondo", (remember The Nice?), mitsamt einem Drumsolo, zum Standart-Repertoire. Während der Hammond-Orgie von "Rondo" darf man sich die publikumswirksamen, berühmten Instrument-Mißhandlungen ausmalen, die hörbare Begeisterung hervorrufen. Ziemlich nervtötend klingt hier leider "Hoedown" : waren die Batterien von Cassettenrecorder am Ende, oder wurde das Stück nur besonders langsam gespielt? Wie auch immer, mit diesen Tonschwankungen ist das Stück sowieso kaum auszuhalten.

Die CD's 3 und 4 beinhalten ein Konzert vom 21.April 1972, das kurz vor der Veröffentlichung von "Trilogy", in Louisville Town Hall, Kentucky, USA, stattfand und als Bootleg "The Iridescent Concubine" hieß. Die Konzertbesucher konnten also zum ersten Mal in ihrem Leben "Abaddons Bolero" hören, und zwar noch vor dem Erscheinen der neuen ELP-Scheibe. Die Qualität der Bänder ist schon wieder sehr bescheiden (immerhin etwas besser als auf den ersten beiden CD's), dafür bietet das eröffnende "Hoedown" stolze Synthies, die das Thema auch mal kurz variieren. Die wahnsinnige Spielfreude und Energie, die sich bei "Tarkus", "Pictures at an exhibition" und bei den Pianoparts von "Take a Pebble" erahnen läßt, die unglaublichen Synthie-Verrücktheiten von "Tarkus", "Rondo" und "Pictures..." und schließlich die Hammond-Exzesse von "Rondo" entschädigen m.E. einigermaßen für den schwachen Klang. Unglaublich, was für ein Wahnsinnstempo dieser Carl Palmer ein ganzes Konzert lang halten konnte...Auf "Rondo", gegen Ende des Gigs, liefert er noch ein vortreffliches, kraftstrotzendes Schlagzeugsolo ab.

CD's 5 und 6 (und damit das Konzert vom 28 Juli 1972, in Long Beach Arena,California) überraschen angenehm mit weiterer, diesmal bedeutender Steigerung der Soundqualität, dafür scheinen die drei Herren nicht ganz so viel Spaß gehabt zu haben, wie auf den vorigen 4 CD's. Hier hört man endlich ganz deutlich das überzeugende Bass-Spiel von Greg Lake, das man auf den vorigen CD's meistens nur erahnen konnte. Die anderen Instrumente klingen auch endlich etwas transparenter und räumlicher, so dass diese Aufnahme, früher mit "Celestial Doggie:The Lobster Quadrille" betitelt, nicht nur für Hartgesottene geeignet scheint. Für mich ist sowieso die "Tarkus"-Suite ein Höhepunkt jedes ELP-Konzertes, so auch am 28 Juli 1972, wo die obligatorischen Improvisationen gegen Ende von "Tarkus" sich fast zu ordentlicher Jam-Session entwickeln. Klangtechnisch ist mir "The Endless Enigma" sogar sympathischer als die Studioaufnahme, da fetter rüberkommend. Bei "Take the Pebble/Lucky man" und "Pictures at an exhibition" habe ich den Eindruck, als würde der jugendliche Elan der Musiker langsam ein wenig nachlassen, aber was soll's, es ist immer noch wahre Freude. Zu Anfang von "Grand Finale (Rondo)" gibt es völlig abgedrehte Sequencerpassagen, anschließend kommt der erweiterte The Nice-Klassiker in voller Pracht daher, mit bravourösen Synthie- und Schlagzeugsolos.

Und, zum Abschluß, bekommt man auf der CD No 7 ein heißes ELP-Event vom 13.8.1972 in Saratoga Performing Arts Center, Saratoga Springs, serviert, als Boot unter dem Namen "Iconoclast Madness" bekannt. Die recht annehmbare Soundqualität der vorigen zwei CD's wird hier nicht ganz erreicht, einige fehlende Tape-Sekunden oder Klangeintrübungen beeinträchtigen ein wenig den Hörgenuß. Trotzdem, "Tarkus" fällt mal wieder prächtig aus, schneller und temperamentvoller als auf der Studioplatte. Die immer gegen Ende dieses Meisterwerkes ansetzenden Improvs leiten bei jedem der frühen Konzerte das imposante Finale ein. Bei den Piano-Soloparts von "Endless Enigma" wurde das Publikum dermaßen laut, dass Mr. Lake sich veranlaßt sah, einige klärende Worte an die Menge zu richten, nachdem Emerson sein Spiel kurz unterbrochen hatte. Schließlich wäre hier noch eine energiegeladene Aufführung von "Pictures at an Exhibition" zu vermelden.

Die ersten 4 CD's sind leider nur etwas für die ganz Abgehärteten (Stereo? no chance...) : da verschwinden schon mal Bass und Schlagzeug hinter der Keyboardwand, man hört einige (glücklicherweise kurze) Fankommentare in der Nähe des Aufnahmegerätes, manchmal verschwimmt alles, oder wirkt flach und breiig (Nuancen? Der war gut...), und es gilt mindestens zwei Gleichlaufschwankungen (davon eine von der üblen Sorte) des Tonbandes auszuhalten. (Ach, meine Herren E,L und P, sowas ließe sich mit heutiger Technik doch leicht beseitigen...). Das bessert sich glücklicherweise auf den CD's 5 und 6, so dass hier wahrscheinlich nicht nur die absolut Unerschrockenen von einer akzeptablen Konzertaufnahme sprechen werden. Die CD No 7 liegt soundtechnisch irgendwo dazwischen.

Subjektiv würde ich die allermeisten dieser Aufnahmen als brauchbare offizielle Boots bezeichnen, wenn auch manchmal die Geduld arg strapaziert wird oder ein wenig Fantasie und Toleranz unabdingbar erscheint. Fest steht : die Keyboards hört man immer und die bösen Bootlegger sollten nicht so oft so weit weg von der Bühne stehen...

Fazit : mit etwas gutem Willen kann man sich als zu spät Geborener ungefähr vorstellen, wie es denn wohl gewesen wäre, bei einem ELP-Konzert Anfang der 70er mit dabei gewesen zu sein. Es wird dabei deutlich, dass die Bühnenshows dieses einmaligen Trios um einiges temperamentvoller ausfielen als dessen ersten vier Studioalben.

Anspieltipp(s): die CD's 5 und 6
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.11.2002
Letzte Änderung: 23.12.2004
Wertung: 11/15
Notenabzug wegen der schwachen Soundqualität

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Emerson, Lake & Palmer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Emerson, Lake & Palmer 11.60 6
1971 Pictures at an Exhibition 12.00 5
1971 Tarkus 10.75 5
1972 Trilogy 12.00 4
1973 Brain Salad Surgery 12.00 4
1974 Welcome Back My Friends To The Show That Never Ends 12.50 2
1977 Works, Volume 2 4.63 8
1977 Works, Volume 1 7.25 4
1978 Love Beach 6.43 7
1979 In Concert 6.00 1
1992 Black moon 4.50 4
1992 The Atlantic Years 12.00 1
1993 Works Live 10.00 1
1993 The Return of the Manticore 12.00 3
1993 Live At The Royal Albert Hall 10.50 2
1994 In The Hot Seat 1.60 5
1997 Live in Poland 8.00 1
1999 Pictures at an Exhibition. Collectors Edition (DVD) 12.67 3
2001 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.Two 12.00 1
2002 Re-Works 7.00 1
2002 Best of the Bootlegs 9.00 1
2002 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.Three 8.00 1
2002 Works Orchestral Tour, Olympic Stadium, Montreal 1977 / The Manticore Special (DVD) 10.00 1
2002 Live at the Isle Of Wight Festival 1970 7.00 2
2004 Inside Emerson Lake & Palmer. 1970 - 1995. An independent critical review (DVD) 10.00 1
2004 Welcome Back (DVD) 9.00 1
2004 Masters From The Vaults (DVD) 10.00 1
2005 Beyond The Beginning (DVD) - 1
2005 Live at Montreux 1997 (DVD) 6.00 1
2006 The Birth Of A Band - Isle of Wight Festival Sat August 29th 1970 (DVD) 10.00 1
2006 The Original Bootleg Series From The Manticore Vaults Vol.Four 5.00 1
2007 From the Beginning - 1
2009 Works Deluxe Edition - 1
2010 High Voltage - 1
2010 Live High Voltage 10.00 1
2011 Live At The Mar Y Sol Festival '72 12.00 1
2011 Live At Nassau Coliseum '78 11.00 1
2011 ...welcome back my friends High Voltage Festival 2010 40th Anniversary 9.00 1
2013 Live in Montreal 1977 8.00 1

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