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Solaris

Nostradamus Book of Prophecies

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Neoprog
Label: Periferic Records
Durchschnittswertung: 6.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Csaba Bogdán guitar
Róbert Erdész organ, synths
László Gömör drums
Gábor Kisszabó bass
Attila Kollár flute, vocals
Tamás Pócs bass

Gastmusiker

Zsuzsa Ullmann vocals
György Demeter vocals
Ferenc Gerdesits tenor vocals
Tamás Bátor bass vocals
János Varga guitar
Zsolt Vámos guitar
Ferenc Muck saxophone

Tracklist

Disc 1
1. book of prophecies

1. part 1 2:45
2. part 2 13:11
3. part 3 4:33

20:35
2. the duel 7:18
3. the lion's empire 6:40
4. wings of the phoenix 4:52
5. ship of darkness 5:51
6. wargames 4:28
7. the moment of truth

1. part 1 5:00
2. part 2 1:53

6:53
8. book of prophecies - radio edit 3:25
Gesamtlaufzeit60:02


Rezensionen


Von: Holger Grützner @ (Rezension 1 von 2)


Da glaubte ich im Sommer 2002 per CD Kauf eine wichtige ungarische Progband kennenlernen zu können, die ich bisher verpasst hatte - und nun????

"Erben Omegas", "einzige ernstzunehmende Progband Ungarns in den 80ern"; ja sogar "Osteuropas eigenständigster Beitrag zum Prog" .... Über derartige Ehrentitel war ich mittlerweile wiederholt gestolpert, wenn ich im net unterwegs war - und nun???

Dass es sich um ein Nostradamus-Konzeptalbum handelte, störte mich auch nicht weiter - und nun?

Die Band gibt es seit 20 Jahren. Das gemahnt zur Vorsicht bei Schlußfolgerungen von einer einzigen Platte aus, die noch dazu dem Spätwerk zuzurechnen ist, denn Spätwerke von Progveteranen ..... Da kommen auf zwei "Jauchzet, frohlocket!" im Falle von Camel, 2400 Fälle von "nun tuet Buße!" (Yes, ELP, Genesis, Eloy, Pink Floyd, ....).

Was hält man hier nun konkret in Händen:

Ein Werk in bombastischer Aufmachung (Cover, booklet), welches sich müht, auch musikalisch so zu wirken .... aber ....

Da scheint ursprünglich wirklich eine tolle Idee die Grundlage gewesen zu sein; jedoch sei es, dass irgendein Produzent dann dazwischen gefunkt hat, oder die Band selbst zu sehr das im Osten leider tief verinnerlichte Prinzip der "Schere im Kopf" anwenden zu müssen glaubte: Das Resultat klingt seltsam kastriert.

Diverse Zündschnüre sind zwar gelegt, das Streichholz nähert sich, die Lunte brennt - aber der Typ mit dem nächsten Instrument stampft sie sofort wieder aus.

Man will es augenscheinlich zu vielen Leuten recht machen: Bisschen Flöte à la Tull, bisschen Bombast à la alte Genesis, bisschen Gitarrenhärte à la Marillion als Verpackung, dazwischen dann verblüffend perfekte Bass-Soli-Ansätze (immer viel zu kurz), Chöre à la Therion, und auch dem Mann, der 7 verschiedene Keyboards bedient, gelingt ab und an ein Lauf - sterile Langweiligkeit beherrscht er aber auch, scheint sie gewissermaßen zu bevorzugen und beteiligt sich somit auch zu sehr am aufgeblasenen Drumherum.

Alle beklauen sich fortwährend selbst. War dieses Flötensolo im Track 6 nicht schon 2x vorher da? Kann der Gitarrist nur diesen Chorus? (Nein! Plötzlich klingt er kurz wie Satriani - aber da kommt der Chorus schon wieder! Warum durfte er nicht länger?) Der Bassist mag die "Schooldays Phase" von Stanley Clarke. Ok. Aber gleich 3x Reminiszenz auf einem Album?

Als es um die Prophezeiung von Kriegen gehen soll, wird per Synhesizer gesturzflugt und geschossen ... hm ..das haben wir aber von Mr. Hendrix und Mr. Young per GUITAAAAR! schon ergreifender gehört. Warum durfte der Gitarrist nicht ran? Kann der nur ... ach nee, das hatten wir ja schon.

Hier spielen ganz bestimmt Könner. Aber das Ganze klingt, als ob Toto oder Boston beschlossen hätten, "mal so richtig Prog zu machen".

Innerhalb der Band-Diskographie stellt das Album mit Sicherheit keinen Totalaussetzer dar, wie "Open your eyes" bei Yes oder das Mama-Album bei Genesis, andererseits ist, wer sich für verrockten Nostradamus interessiert, mit den Haggard-Alben unvergleichlich besser beraten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Camley Clarke bzw. Jethrotillion
Veröffentlicht am: 2.1.2003
Letzte Änderung: 28.7.2003
Wertung: 5/15

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 2 von 2)


Die Gelegenheit, mit Kollege Holger mal ziemlich einer Meinung zu sein, darf ich mir nicht entgehen lassen.

Kastraten, um bei Holgers Bild zu bleiben, neigen zur Fettleibigkeit. Das hat uns das Schicksal Farinellis gelehrt. Und in der Tat: Solaris´ Nostradamus wirkt ebenfalls wie aufgeschwemmt, lässt Ecken, Kanten und stützende Säulen allzu oft vermissen. Die Musik ergeht sich stattdessen häufig in Wohlfühl-Ästhetik à la Andreas Vollenweider, gepaart mit pathetischen Populär-Chören im Geiste von Vangelis.

Durch all dieses Gewaber wird die Tatsache überlagert, dass die Gruppe sehr ordentlich rocken kann, dass es auf der Platte längere effektvolle Instrumentalpassagen gibt, die sich - ohne übermäßig komplex zu sein - sehr überzeugend anhören.

Der Sound bleibt durchweg kathedralisch-mächtig. In den besseren Teilen des Albums kann man sich gut darin einrichten. Aber irgendwann heften sich die Vokalisten dann doch wieder auf die Spur der Drei Tenöre und funktionieren alle guten Ansätze unaufhaltsam zum rockmusikalischen "O sole mio" um.

Wie gesagt: Ich zelebriere die Einigkeit mit Holger. Die geringe Punktzahl, die er vergeben hat, kommt mir allerdings sehr hart vor. Einige Qualitäten hat die CD bei allen Abstrichen ja dennoch, v.a. in den von Holger so benannten "Jethrotillion"-Teilen. Freunde opernhaften Pomps werden auch darüber hinaus auf ihre Kosten kommen (obwohl ich´s eigentlich lieber Operette nennen würde).

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.8.2003
Letzte Änderung: 2.8.2003
Wertung: 8/15

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