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Eloy

The Tides Return Forever

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994 (Neuauflage 2011)
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: A.C.I.
Durchschnittswertung: 9.2/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Frank Bornemann Gesang, Gitarre
Michael Gerlach Keyboards
Klaus-Peter Matziol Bass

Gastmusiker

Nico Barretta Schlagzeug
Jocelyn B. Smith Gesang bei "The Tides Return Forever"
Steve Mann Akustische Gitarre bei "The Tides Return Forever"
Ralf Vornberger Akustische Gitarre bei "The Tides Return Forever"
Dirk Michaelis Akustische Gitarre bei "Childhood Memories"
Mehrere Backgroundsängerinnen und -sänger

Tracklist

Disc 1
1. The Day Of Crimson Skies 5:03
2. Fatal Illusions 9:22
3. Childhood Memories 6:22
4. Generation Of Innocence 6:10
5. The Tides Return Forever 6:40
6. The Last In Line 4:01
7. Company Of Angels 9:45
8. The Tides Return Forever   (Remix 2011) 6:41
Gesamtlaufzeit54:04


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 5)


Mitte der 90er begannen Eloy wieder zu einer richtigen Band zu werden. Erster Schritt war der Wiedereinstieg von Klaus-Peter Matziol, der schon auf den klassischen Eloy-Alben spielte. Dazu prangt auf "The Tides Return Forever" erstmals seit 1983 wieder das "klassische" Eloy-Logo, das schon die Hüllen von "Power and the Passion" bis "Performance" zierte. Dazu noch die Bemerkung im CD-Beiheft "this album was recorded with analog vintage keys". Sollten sich Eloy etwa auf ihre alten Stärken besonnen haben?

Die Antwort ist eindeutig: Ja! Zumindest gilt dies für den größten Teil des Albums. Nicht nur hat Frank Bornemann den Versuch aufgegeben, Jon Anderson zu imitieren, auch musikalisch geht es in Richtung klassischer Eloy-Alben. Dabei wird durchaus auch mal die eigene Bandgeschichte zitiert: das Intro zu "Fatal Illusions" klingt verdächtig nach dem Titel "Astral Entrance" von 1979 (und der wiederum klingt arg nach Pink Floyds "Shine On You Crazy Diamond", aber das ist eine andere Geschichte).

Auch die Melodic-Hard-Rock-Eskapaden der Bornemann/Gerlach-Alben "Ra" und "Destination" haben Eloy weitgehend hinter sich gelassen, symphonischer Prog ist wieder angesagt. Songs wie "The Day Of Crimson Skies" könnten ohne weiteres auch vom Album "Planets" (1981) stammen, besonders Michael Gerlachs Keyboards erinnern stark an diese Phase der Band.

Daneben gibt es auch zwei ruhigere, balladenhafte Stücke, die mir ganz besonders gefallen. Da ist einmal das leicht melancholische "Childhood Memories", bei dem die Keyboards in bester 70er Jahre Manier schwelgen. Hier meint man tatsächlich, den damaligen Eloy-Keyboarder Detlev Schmidtchen zu hören! Der Song ist vielleicht etwas einfacher gestrickt, aber seine Atmosphäre ist einfach unwiderstehlich. Das andere Stück ist der Titelsong, der auch mein Favorit auf dieser CD ist. Von sanften Keyboards und akustischer Gitarre eingeleitet, steigert sich der Song plötzlich in bombastische Höhen mit tollen Gesangseinsätzen von Jocelyn B. Smith. Klasse! Ich will aber nicht verhehlen, dass dieser Song sehr Pink-Floyd-inspiriert klingt, gerade in den Passagen mit Jocelyn B. Smith.

Als kleine Negativpunkte dieser CD sind "Generation of Innocence" und noch mehr "The Last in Line" zu nennen, simple Rocknummern, die noch aus der "Destination"-Zeit stammen könnten. Auch der pathetische Chorgesang des abschließenden "Company of Angels" (ein Song über Jeanne d'Arc, auch auf "Destination" wurde dieses Thema behandelt) überzeugt mich nicht so ganz.

Insgesamt ist "The Tides Return Forever" eine deutliche Verbesserung gegenüber den enttäuschenden Vorgängern. Empfehlenswert für jeden, dem die klassischen Eloy-Alben gefallen.

Anspieltipp(s): Childhood Memories, The Tides Return Forever
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.1.2003
Letzte Änderung: 4.12.2011
Wertung: 10/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 5)


Wohl der musikalischen Experimente leid, besann sich Frank Bornemann nach langer Durststrecke und einigen weniger geglückten Alben endlich wieder auf seine kompositorischen Stärken und vollzog mit "The tides return forever" die geglückte Rückkehr zum klassischen Eloy-Sound.

Wesentlich sinfonischere und ausladende Strukturen bestimmen dieses Album, auch wenn immer noch einige Melodic Rock Elemente auf diesem Album zu finden sind, die sich aber bei weiten nicht so in den Vordergrund drängen, wie auf den Vorgängeralben. Wie auch beim Nachfolgealbum "Ocean 2" verfällt Bornemann mitunter in Selbstzitate, was aber letztendlich den positiven Gesamteindruck dieses Albums nicht trüben kann.

Nach der Veröffentlichung dieses Albums ging man übrigens ebenfalls auf erfolgreiche Deutschland Tour, so dass man nach längerer Bühnenabstinenz die Hannoveraner auch endlich wieder live bewundern konnte.

Anspieltipp(s): The day of crimson skies, The tides return forever
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.1.2005
Letzte Änderung: 19.4.2012
Wertung: 10/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 3 von 5)


Was unterscheidet eigentlich symphonischen Prog vom melodiösen Hardrock?

Diese CD ist im Vergleich zu "RA" oder "Destination" nicht soo anders, wie meine geschätzten Vorschreiber schreiben.

Die meisten Songs sind straighte Rocker, die von der Grundanlage genau so auf "RA" gepaßt hätten. Der Unterschied besteht hauptsächlich in den Keyboardsounds - da Gerlach hier analoge Klänge vorzieht - und Herrn Matziol. Die Gitarren von Bornemann bleiben hart und treibend. Auch Baretta als Schlagzeuger ist nicht wesentlich lebendiger als die Drumcomputer. Nur selten wird er als Mensch erkennbar (besonders im letzten Stück).

Ausnahmen sind die beiden ruhigeren Stücke "Childhood memories" (die übliche ELOY-Ballade, kurz hinter der Kitschgrenze) und der Titeltrack, der die ersten drei Minuten gut ist, dann aber auch pompös schmalzig wird. Nur die Orgel im Hintergrund bzw. die akustische Gitarre sind schön. Der letzte Titel ist genau so operettenhaft und erinnert stark an "Ro setau" vom Nachfolger.

Daher für mich keine so wesentliche Neuerung. Ein hübsches ELOY-Album, aber ohne wirkliche Neuerungen. Also alles schon mal so gehört, daher ohne Lokalbonus auch nur 9 Punkte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.1.2005
Letzte Änderung: 28.9.2011
Wertung: 9/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 4 von 5)


Laut diversen Internetquellen war dieses Eloy-Album zu einem gesuchten Sammler-Objekt mutiert, weil es wohl nicht mehr erhältlich und eines der wenigen nicht nochmals aufgelegten Alben war. Nun dieser Missstand - wenn es denn einer war - erledigt sich nun Ende 2011, denn "The Tides Return Forever" macht seinen Titel war und liegt in einer remasterten Neuauflage vor. Es gibt ein neues Cover (siehe oben bei den Coverscans alt vs. Neu) und einen Bonustrack, der allerdings nicht wirklich neu, sondern nur ein Remix des Titel-Tracks ist. Nun, für Fans, die sich nach dem Album verzehrt haben und dafür wohl Preise von 50 EUR aufwärts einkalkulieren mussten, ist das sicherlich eine gute Nachricht.

Ich bin nun nicht so der Eloy-Fan, was ich allerdings selbst nicht ganz verstehen kann, da mir ansonsten symphonische, elegische Rockmusik mit hohem Melodieanteil durchaus zu gefallen weiß. Eloy-Alben haben es dagegen immer schwer, meine Begeisterung zu entfachen. So gesehen finden ich "The Tides Return Forever" durchaus eine positive Erscheinung. Natürlich dominiert hier (wieder, muss man aus historischer Sicht sagen) der typische Eloy-Sound mit elegischen Breitwand-Gitarren, ebensolchen Keyboards und eher einfacher Rhythmusarbeit von Bass und Schlagzeug. Hübsche Melodien und Atmosphären mit starken Floyd-Anleihen illustrieren den doch eher getragenen Melodic Rock. Gut in den 70ern war die Band sicherlich noch deutlich symphonischer unterwegs, jetzt Mitte der 90er Jahre hat man halt ein bisschen mehr 'Härte' an Bord und geht insgesamt etwas geradliniger zu Werke. Trotzdem wird der Bombasttopf z.B. im Titeltrack oder auch im ursprünglich letzten Song des Album "Company Of Angels" ordentlich angerührt. Lustige Versuche flotte Rockmusik zu machen, wie "The Last In Line" oder "Generation Of Innocence", wirken eher unbeholfen.

Das Eloy es durchaus könnten beweist allerdings der Album-Opener "The Day Of Crimson Skies". Hier treffen die Hannoveraner die richtige Mischung aus Symphonik, Melodic Rock, treibenden Rhythmen, leicht düsterer Stimmung und verhaltener Vertrackheit. Ein richtig guter Song, vielleicht mein persönlicher Eloy-Lieblingssong (zumindest von den Alben, die ich so kenne, was natürlich bei weitem nicht alle sind).

Wer seine Eloy-Sammlung komplettieren will, kann dies nun tun und bekommt dabei sicherlich kein schlechtes Eloy-Album dazu. Wer das Album schon besitzt, hat sicherlich keinen Grund, sich diese Neuauflage zu besorgen (es sei denn der Klang des Originalalbums wäre sehr schlecht, was ich mangels Kenntnis dessen nicht beurteilen kann).

Anspieltipp(s): The Day Of Crimson Skies
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.12.2011
Letzte Änderung: 19.1.2014
Wertung: 8/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 5 von 5)


Aus gegebenem Anlass habe ich meine "The Tides Return Forever"-Ausgabe von 1994 hervorgekrammt, um diese mit der Ausgabe von 2011 zu vergleichen. (Hätte ich bloss früher gewusst, dass es sich bei der ersteren um eine gesuchte Rarität handelt...) Und siehe da, diese Originalausgabe klingt für meine Gehörgänge schon transparent und frisch genug, so dass ich eine Klangverbesserung für nicht unbedingt nötig gehalten hätte.

Im Übrigen hat mich "The Tides Return Forever" damals anfänglich sehr enttäuscht. Möglicherweise habe ich versucht die Scheibe bei sog. unpassender Stimmung kennenzulernen. Inzwischen halte ich das Album für eine für Eloy-Verhältnisse unterhaltsame Verschmelzung von den besten Eloy-Momenten der 80er mit unprätentiöser Pop-Eingängigkeit und einem gesunden Schuss Rock-Bombast. Es ist schon beeindruckend, wie die folkig eingefärbten Teile von "Company of angels" mit den Metal-Bombast-Teilen des Stückes kontrastieren.

Die Neuauflage von 2011 ist bei den gleichen Einstellungen des Verstärkers schon mal wesentlich lauter als die von 1994. Man konnte tatsächlich die bessere Hörbarkeit aller Instrumente (in erster Linie der Bassgitarre) erreichen und damit die Klangtransparenz noch weiter erhöhen. Bei "The Tides Return Forever (Remix 2011)" bekomme ist bei dem plastischen Klang glatt den Eindruck, Herr Bornemann singt mir direkt ins Ohr.

Nicht dass die Originalabmischung von 1994 so etwas dringend nötig gehabt hätte, aber die Neuauflage von 2011 wirkt noch ein Stück kraftvoller und dadurch in typischer Eloy-Manier noch euphorischer

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.12.2011
Letzte Änderung: 5.12.2011
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Eloy

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Eloy 7.50 2
1973 Inside 10.75 4
1974 Floating 9.33 3
1975 Power and the Passion 8.60 5
1976 Dawn 9.00 5
1977 Ocean 11.71 7
1978 Live 12.67 3
1979 Silent Cries & Mighty Echoes 10.60 5
1980 Colours 10.00 2
1981 Planets 10.67 3
1982 Time to Turn 10.00 3
1983 Performance 8.67 3
1984 Metromania 8.67 3
1988 Ra 6.50 4
1991 Rarities - 1
1992 Destination 6.00 2
1993 Chronicles I 11.00 1
1998 Ocean 2 - The Answer 10.50 4
2003 Timeless Passages 10.50 2
2009 Visionary 8.25 4
2010 The Legacy Box (Doppel-DVD) - 1
2014 Reincarnation on Stage 10.50 2
2017 The Vision, The Sword and The Pyre Part 1 10.33 3

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