SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
23.7.2017
Dungen - Dungen
Placebo - Placebo
Il Castello di Atlante - Arx Atlantis
Accordo dei Contrari - Violato Intatto
22.7.2017
Pure Reason Revolution - The Dark Third
Downlouders - Arca
Gulââb - Veils of Mystery
Prospekt - The illuminated Sky
Wheel - The Path EP
21.7.2017
Bardo Pond - Dilate
Pantaleon - Virus
Cast - Power And Outcome
Electric Orange - Time Machine 1992​-​2017
20.7.2017
Mouth - Vortex
Michael's Statement - Silent Creatures
The Ryszard Kramarski Project - The Little Prince
19.7.2017
Soul Secret - Babel
18.7.2017
Turbine Stollprona - Effekthascherei
ARCHIV
STATISTIK
23678 Rezensionen zu 16188 Alben von 6291 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Magma

Merci

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1984
Besonderheiten/Stil: Zeuhl
Label: Seventh Records
Durchschnittswertung: 7.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Christian Vander Vocals,Piano,Celeste,Keyboards, Percussion
Stella Vander Vocals
Guy Khalifa Vocals
Benoit Widemann Synthesizer
Francois Laizeau Drums,Drum Programming
Marc Eliard Bass
Liza Deluxe Backing Vocals

Gastmusiker

Simon Goubert Synthesizer (1,3)
Phillipe Slominski Trumpet on (1,3,4)
Christian Martinez Trumpet on (1,4)
Michel Goldberg Saxophone on (1,3)
Jean Pierre Fouquey Rhodes Piano on (2)
Michel Gaucher Saxophone on (2)
Freddy Opsepian Trumpet on (2)
Christian Guizen Trombone on (2)
Alex Ferrand Vocals on (3)
Jean-Luc Chevalier Guitar on (3)
Patrick Gauthier Synthesizer on (3)
Paul Bayle Saxophone on (3)
Denis LeLoup Trombone on (3,4)
Arrigo Lorenzi Soprano Sax on (3)
Maria Popkiewicz Backing Vocals on (4)
Jerome Naulay Trombone on (4)
Zaka Percussion on (4)
Michel Graillier Rhodes Piano on (5)
Klaus Blasquiz vocals (1)

Tracklist

Disc 1
1. Call from the dark 7:20'
2. Otis 5:20'
3. Do the music 4:25'
4. Otis (ending) 1:25'
5. I must return 6:32'
6. Eliphas Levi 11.15'
7. The night we died 3:40'
Gesamtlaufzeit39:57


Rezensionen


Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 1 von 2)


Nach längerer Pause erschien diese LP/CD 1984. Tja, ist es MAGMA oder nicht? Das Cover gibt die beste Antwort, unter dem Schriftzug MAGMA steht etwas kleiner: Christian Vander - und das zeigt, das dies eher eine Soloplatte ist. Die einzelnen Songs sind den auch über einen Zeitraum von 2 Jahren aufgenommen worden, und von der Band MAGMA ist neben dem Ehepaar Vander auch nur noch Benoit Wideman dabei. Nur bei "I must return" gibt Klaus Blasquiz ein viel zu kurzes Gastspiel. Es war eine Zeit, in der das Lineup der Band ständig wechselte und OFFERING langsam am Entstehen war. Der Untertitel der Platte: "6 Geschichten über den Tod".

Entsprechend ist auch die Musik: Wer MAGMA erwartet, wird enttäuscht sein, kaum Kobaia, keine hypnotischen Schlagzeug/Bass-Linien, sondern schon im ersten Stück "Call from the dark" als Einstieg ein Bläserriff, dann rattert ein Linndrumcomputer (!!) los und Stella Vander(?)singt "Ooh ohh baby, you give me the moon now baby"... dann antwortet Guy Khalifa als männliche Leadstimme - Funk pur. Nett anzuhören, aber nicht weltbewegend. Das nächste Stück fängt mit einer kurzen Bläsermeldodie an, dann steigt ein E-piano und der Linndrum ein, und Christian Vander beginnt leise zu singen. Wer "Dondai" von ATTAKH kennt - das gleiche Muster hier. Der Song wird unmerklich aufgebaut, die ganze Instrumentierung dient nur der Untermalung des Gesangs: und nach knapp 3 Minuten bricht Vander mit seiner Stimme aus, er schreit, flüstert, der Song gewinnt an Spannung, die Backingvocals und die Bläser setzen ein, das Tempo wird erhöht, und Benoit Wideman (zumindest vom Synthieklang her) spielt ein kurzes, aber sehr schönes Solo, und nach einem letzten "geflüstertem "Otis" geht es nahtlos ins nächste Lied. Hier wird etwas Kobaia gesungen (zumindest im weiblichen Backingchor), ansonsten nutzt Vander seine Stimme nur als Instrument, nur ab und so im Refrain ein "Do the music". Teilweise erinnert dieser Track an MAGMA. Wieder ein geflüstertes "Otis" und dieser Song wird ruhig mit Kirchenorgelsound zum Ende geführt. "I must return" - wieder eine Bläsereröffnung, der Song beginnt richtig fröhlich. Hier wechseln sich in den einzelnen Strophen die Leadsänger ab, neben Vander, Khalifa, Stella Vander auch noch einmal kurz Klaus Blasquiz (wo ist der heute bloss?? wer etwas weiss - mir sofort sagen), ansonsten wie der erste Song, nicht ganz so funky, eher hymnisch. "Elaiphas Levi" ist der einzige Song, der nicht von Vander ist, sondern er stammt von Rene Garber. Und dieses Stück allein rechtfertigt den Kauf der Platte schon. Eine immer wiederkehrende Pianophrase unterliegt dem Stück, dazu singt Vander oder auch seine Frau fast zärtlich den rezitativen Text. Hier ist quasi das MAGMA-Skelett. Das Stück hypnotisiert durch die Wiederholungen. Und Vander zeigt hier seine Verehrung für John Coltrane. Er baut das Pianosolo von "My favourite things" ein. Mittendrin sanfte Flöten, tolle Backingvocals. Der letzte Song besteht nur aus Piano und Stimmen. Die weiblichen Backingvocals singen eine hymnische Melodie in Kobaia, nach knapp 2 Minuten hört der diese Melodie auf, und der Song endet langsam mit einfachen Ahhs und Ooohhs.

Als Fazit: Wer die alten MAGMA liebt, wird wahrscheinlich wenig mit dieser Platte anfangen können. Trotzdem lebt gerade in den ruhigen Stücken das hypnotische, fast schon rituelle Element von MAGMA wieder auf - und zeigt den Weg, den Vander mit OFFERING gehen wird.

Anspieltipp(s): Otis, Eliphas Levi
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.4.2002
Letzte Änderung: 30.6.2002
Wertung: 8/15

Zum Seitenanfang

Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Mitte der 80er war funkig-jazziger Pop ziemlich angesagt. Zeitgleich gab es vergleichsweise Ähnliches auch von Magma zu hören. Zufall? Aufspringen auf den Zug? Oder doch ein plausibler Entwicklungsschritt?

Freilich ist das, was man hier hört, nicht glatt gewaschener Chartskram. Da steckt noch einiges an Anspruch in Rhythmik und Arrangement drin. Man höre nur die Disconummer Do the Music. Oder den sphärischen Ausklang des Albums (The Night we died).

Aber hinter dem Ofen hervorlocken lässt sich damit der Magma-Fan eigentlich nicht... Okay, Otis hat irgendwie einen tiefen Ausdruck. Aber so richtig gut ist eigentlich nur das an den französischen Magier Eliphas Levi (1810-1875) erinnernde gleichnamige Stück. Das hätte auch den alten Magma gut gestanden. Eine leichte Beschwingtheit mit dezent mystischer Atmosphäre und gemächlicher Entwicklung. Sehr hübsch.

Bei diesem oft doch zu glatten und recht durchwachsenen Album ist leider nicht mehr viel übrig von dem, was Magma so legendär machte. Dennoch ist Merci in seinen besseren Augenblicken, was vorwiegend die ruhigeren sind, durchaus hörenswert. Die flotteren Nummern, speziell Call from the Dark, sind aber schon eine Prüfung...

Anspieltipp(s): Do the Music, Eliphas Levi
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.10.2009
Letzte Änderung: 8.3.2012
Wertung: 7/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Magma

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Magma 10.75 4
1971 1001° Centigrades 9.20 5
1973 Mekanïk Destruktïw Kommandöh 14.50 3
1974 Wurdah Ïtah 11.00 2
1974 Köhntarkösz 11.50 2
1975 Live (Hhai) 12.00 1
1976 Inédits 7.50 2
1976 Üdü Wüdü 10.00 2
1977 Attahk 9.50 4
1981 Retrospektïw 3 6.00 2
1981 Retrospektïw 1-2 11.50 2
1984 Concert Bobino 1981 7.50 2
1989 Mekanïk Kommandöh 13.67 3
1992 "Les Voix" Concert 1992 10.00 1
1996 Concert 1976 Opéra de Reims 12.00 1
1996 Theatre du taur Concert - Toulouse 1975 9.00 1
1996 Concert 1971 Bruxelles - Théâtre 140 10.00 1
1998 Simples 4.00 1
1998 Floe Essi / Ektah 7.00 1
1999 BBC 1974 Londres 11.50 2
2001 Theusz Hamtaahk Trilogie 15.00 5
2004 Concert Bobino 1981 (DVD) 5.00 1
2004 K.A 12.83 6
2004 Uber Kommandoh - 1
2006 Mythes et légendes Volume I (DVD) 14.00 4
2006 Mythes et légendes Volume II (DVD) 13.25 4
2007 Mythes et légendes Volume III (DVD) 14.33 3
2008 Studio Zünd - 1
2008 Mythes et légendes Volume IV (DVD) 12.50 2
2009 Live in Tokyo 13.00 1
2009 Ëmëhntëhtt-Ré 13.33 3
2012 Félicité Thösz 11.40 5
2013 Mythes et légendes - Epok V 11.50 2
2014 Zühn Wöhl Ünsaï - Live 1974 12.00 2
2014 Rïah Sahïltaahk 10.00 2
2015 Šlag Tanz 10.00 1
2015 Köhnzert Zünd 13.33 3

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum