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Steve Hackett

Somewhere in South America... Live in Buenos Aires

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003 (nur erhältlich als Paket DVD plus 2 CDs)
Besonderheiten/Stil: live; DVD; ArtPop; Klassischer Prog
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: 13/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Steve Hackett guitar, vocals
Roger King keys
Gary O'Toole bass, vocals
Terry Gregory bass, vocals
Rob Townshend sax, flute

Tracklist

Disc 1
1. The Floating Seventh 01:24
2. Mechanical Bride 06:46
3. Medley 05:11
4. Serpentine Song 06:41
5. Watcher Of The Skies 05:06
6. Hairless Heart 02:53
7. Firth Of Firth 02:58
8. Riding The Colossus 04:11
9. Pollution 02:39
10. The Steppes 06:10
11. Gnossienne #1 03:44
12. Walking Away From Rainbows 04:03
Gesamtlaufzeit51:46
Disc 2
1. Sierra Quemada 06:21
2. The Wall Of Knives 00:46
3. Vampyre With A Healthy Appetite 06:38
4. A Tower Struck Down 03:15
5. Lucridus 01:48
6. Darktown 05:22
7. Camino Royale 07:59
8. Intros 00:41
9. In Memoriam 08:42
10. Horizons 02:02
11. Los Endos 07:43
Gesamtlaufzeit51:17


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Hier kommt ein komplettes Live-Konzert von Steve Hackett mit Band auf DVD und 2 CDs (DVD und CDs sind inhaltsgleich). Der Mitschnitt entstand auf der Südamerika-Tournee in Buenos Aires, vermutlich in 2002, leider gibt es hierüber keine genauen Angaben.

Steve Hackett hat sich inzwischen von allen musikalischen Fesseln und Konventionen entfernt, was dazu führt, dass man in diesem Konzert von Rock über Art-Pop bis zur modernen Klassik und gar Free Jazz-Einlagen alles erleben kann. Unglaublich, wo gibt es eine solche Bandbreite zu bestaunen? Das Ganze wird von Steve mit seiner sehr guten Band (die auch das nächste Studioalbum, angekündigt für Juni 2003, bestreiten wird) souverän und spielfreudig dargeboten. Einzig das stellenweise ziemlich dominante Saxophon ist gewöhnungsbedürftig bis nervig, je nachdem wie man zu diesem Instrument steht (Ich mag's nicht so besonders).

Die bekannten Sachen werden in guten, zumeist unspektakulären Versionen dargeboten. Ich will mal eher auf die neuen Sachen eingehen, da schon das Cover verkündet: "Several previously unheard songs are 'road tested' here". Als erstes findet sich hier gleich der Auftakt-Song "Mechanical Bride": Ein Klasse-Rocker mit sägendem, kreischendem Elektro-Hackett mit einer frappierenden (oder in diesem Zusammenhang: *frippierenden*) stilistischen Ähnlichkeit mit "21st Century Schizoid Man". Ein toller Song, der sich auch auf der Setlist des neuen Studioalbums "To Watch The Storms" befindet. Ebenso ein neuer Track ist der "Serpentine Song". Für mich leider der Tiefschlag des Albums: Hier wird zu süsslich gesäuselten Vokals (eklig) ein völlig belanglos dahinplätschernder Pop-Song geboten mit noch dazu ziemlich nervigen Flötenparts (klingt wie aus der Blöckflötenschule im Kindergarten). Leider ist auch dieses Teil auf der Setlist des neuen Albums :-( Dann kommt eine weiterer (meiner Meinung nach) neuer Song namens "Pollution", welcher ein sehr eigenwilliges Free Jazz-Experiment mit allerlei schrägen Keyboard- und Saxophon-Sounds darstellt. Sehr gewöhnungsbedürftig.... auch dieser Song scheint sich auf dem neuen Studioalbum wiederzufinden. Auf der zweiten CD findet sich mit "Lucridus" nur eine neue Nummer, die aber auch eher eine Art Free Jazz-Soundcollage darstellt. Interessant auch die Live-Präsentation von "Gnossienne #1" von der Satie-CD.

Die Höhepunkte des Konzerts (abgesehen von "Mechanical Bride") finden sich auf CD2: Tolle und schöne Versionen von "Sierra Quemada", "Camino Royale" und "Los Endos". Nicht umsonst können am ehesten die Instrumentalstücke überzeugen, denn singen ist sicherlich nicht die Stärke von Steve Hackett, so dass es wünschenswert wäre, er würde sich einen hauptamtlichen Sänger in die Band holen. Einen Sonderpunkt gibt es noch für die rein instrumentale (!) Version von "Watcher Of The Skies". Hier kommt die dem Song innewohnende Grundhärte deutlich zum tragen, so dass quasi ein ganz neuer Song entsteht.Hoffentlich bleibt die Band diesmal etwas länger zusammen, hier hat Steve einige tolle Musiker um sich geschahrt, die sowohl mit ihm wie auch untereinander sehr gut harmonieren.

Noch ein Wort zur DVD: Musikalisch gibt das Konzert wie beschrieben einiges her und zeigt Hackett und Band in guter Form. Leider ist optisch eher weniger geboten, so kann man also Steve Hackett und Kollegen beim statischen darbieten toller Musik "bewundern". Werbung für ein Hackett-Konzert ist das leider nicht gerade, aber wahre Fans dürfte das nicht abschrecken, alle anderen könnten wahrscheinlich auch mit den CDs leben ;-)

Anspieltipp(s): Sierra Quemada, The Steppes, Mechanical Bride
Vergleichbar mit: Steve Hackett in allen seinen musikalischen Phasen ;-)
Veröffentlicht am: 11.5.2003
Letzte Änderung: 2.1.2005
Wertung: 13/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Wenn man allein nach sportlichen Aspekten vorgeht, so könnte man sich besorgt fragen, ob es wohl an anhaltender Erfolglosigkeit lag, dass die bisherige Begleitmannschaft von Steve Hackett ausgewechselt wurde. Doch gibt es in der Musik einfach auch künstlerische Gründe, sich z.B. durch neue Mitspielern inspirieren zu lassen, einfach mal mit anderen Gesichtern zusammenzuarbeiten. Hörte man in diversen Interviews die Beurteilungen von Steve Hackett hinsichtlich seiner neuen Bandkollegen, so scheint es offensichtlich die richtige Entscheidung gewesen zu sein, denn der Gitarrist kriegt sich kaum mehr an Begeisterung für Roger King (Keyboards), Gary O'Toole (Schlagzeug), Terry Gregory (Bass) und Rob Townsend (Saxophon, Flöte) ein.

Sowohl als optischer wie auch hörbarer Beweis liegt "Somewhere in South America" vor, welches komplett bei einem Konzert in Buenos Aires im Rahmen der "Darktown"-Tour mitgeschnitten wurde. Steve Hackett und seine Mannen präsentieren sich in bester Spiellaune und spielerischer Perfektion, wechseln problemlos zwischen dem reichhaltigen, teils sogar unveröffentlichtem, aus allen Schaffensphasen stammenden Solomaterial des Künstlers und jenen Songs von eben dieser anderen Band, bei der Hackett in den 70ern eine zeitlang mitspielte. Die Rede ist selbstverfreilich von Genesis. Es gibt eben nur einen, der diesen typischen, leicht weinerlichen Gitarrensound beherrscht, so dass die teilweise umarrangierten, rein instrumental gespielten Klassiker "Watcher of the skies", "Firth of fifth", "Hairless heart" und "Los Endos" immer noch in vollem Glanz erstrahlen.

Doch auch bei der Auswahl aus dem eigenen Backkatalog bewies Hackett ein feines Näschen, die Mischung aus alten und neuen Titel passt einfach, wirkt von der inneren Dramaturgie stimmig und geschickt aufgebaut. Besondere Erwähnung verdienen dabei die zum Aufnahmezeitpunkt unveröffentlichten Titel, allen voran "Mechanical bride", welches mit seinem deftigen Saxophon Einsatz und komplexer Wucht im Arrangement Erinnerungen an King Crimsons "21st century schizoid man" aufkommen lässt.

Somit boten gerade die letzten Veröffentlichungen einiges für den Fan von Liveaufnahmen Hacketts, neben der 4-fach bzw. 5-fach Box "Live Archive" und dieser formidablen Box erhält man einen sehr umfassen Überblick über sein reichhaltiges Schaffenswerk.

Anspieltipp(s): Mechanical bride, Firth of fifth
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.1.2005
Letzte Änderung: 17.1.2005
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Steve Hackett

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Voyage Of The Acolyte 9.80 5
1978 Please Don't Touch 10.33 3
1979 Spectral Mornings 7.33 3
1980 Defector 9.33 3
1981 Cured 6.00 2
1983 Bay of Kings 7.50 2
1983 Highly Strung 7.00 2
1984 Till We Have Faces 5.67 3
1988 Momentum 10.50 2
1992 Time Lapse 10.00 2
1992 The Unauthorised Biography - 1
1993 Guitar Noir 11.50 2
1993 There Are Many Sides To The Night 14.00 1
1994 Timeless (MCD) 9.00 1
1995 Blues with a Feeling 1.00 2
1996 Genesis Revisited 10.50 2
1996 The Tokyo Tapes (DVD) 9.00 1
1997 A Midsummer Night's Dream - 1
1998 The Tokyo Tapes 9.00 2
1999 Darktown 10.67 3
2000 Feedback '86 2.33 4
2001 Live Archive 70's Newcastle 9.00 1
2001 Live Archive 70,80,90s 11.00 1
2002 Genesis Files - 2
2003 Live Archive - NEARfest 11.00 1
2003 To Watch The Storms 11.00 4
2003 Hungarian Horizons (Live in Budapest) 11.00 1
2004 Live Archive 04 10.00 1
2004 Once above a time (DVD) 10.00 1
2004 Live Archive 03 11.00 1
2005 Metamorpheus 9.50 2
2005 Live Archive 05 9.00 1
2005 Spectral Mornings ('Musikladen' show) (DVD) 11.00 1
2006 Wild Orchids 10.33 3
2006 Live Archive 83 8.00 1
2009 Out Of The Tunnel's Mouth 11.50 2
2011 Live Rails 10.00 2
2011 Beyond the Shrouded Horizon 10.50 2
2012 Genesis Revisited II 13.00 3
2013 The Bremen Broadcast - Musikladen 8th November 1978 13.00 1
2013 Genesis Revisited: Live At Hammersmith 15.00 1
2014 Genesis Revisited: Live At The Royal Albert Hall - 2
2015 Wolflight 11.00 1
2015 The Man, The Music 11.00 1
2016 The Total Experience Live In Liverpool 11.00 1
2017 The Night Siren 12.00 2

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