SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
21.5.2018
Alan Simon - Big Bang
20.5.2018
cosmic ground - cosmic ground IV
Tyndall - Durch die Zeiten
19.5.2018
Senogul - III
Tyndall - Reflexionen
Cracked Machine - I, Cosmonaut
Eldberg - Eldberg
Frequency Drift - Letters To Maro
18.5.2018
Laura Meade - Remedium
art of illusion - Cold War Of Solipsism
17.5.2018
Kai Rüffer Fractal Band - I
Mata - Atam
Spock's Beard - Noise Floor
16.5.2018
Dennis Young - Synthesis
The Fierce and The Dead - The Euphoric
Anna von Hausswolff - Dead Magic
15.5.2018
Enob - La Fosse Aux Débiles
14.5.2018
Cavern Of Anti-Matter - Blood-Drums
ARCHIV
STATISTIK
24634 Rezensionen zu 16855 Alben von 6562 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

National Health

Missing Pieces

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1996 (Aufnahmen von 1975-1979 und 1995)
Besonderheiten/Stil: Canterbury
Label: Voiceprint
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Dave Stewart Keyboards
Alan Gowen Keyboards
Phil Miller Guitars
Phil Lee Guitars
Mont Campbell Bass
Pip Pyle Drums
Bill Bruford Drums
Steve Hillage Guitars
Neil Murray Bass
John Greaves Bass

Gastmusiker

Amanda Parsons Vocals on 3
Barbars Gaskin Vocals on 11

Tracklist

Disc 1
1. Boureé (Campbell) 0:53
2. Paracelsus (Campbell) 5:36
3. Clocks and Clouds (Stewart) 6:47
4. Agrippa (Campbell) 8:22
5. The Lethargy Shuffle & The Mind-Your-Backs Tango (Stewart) 9:19
6. Zabaglione (Campbell) 7:47
7. Lethargy Shuffle Pt. 2 (Stewart) 4:36
8. Croquette For Electronic Beating Group (Campbell) 3:51
9. Plakaton (Pyle) 0:25
10. The Towplane & Glider (Gowen) 5:12
11. Starlight On Seaweed (Campbell) 3:07
12. Walking The Dog (extract) 0:25
Gesamtlaufzeit56:20


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Diese Scheibe umfaßt Stücke, die während der komplizierten Anfangsphase von National Health, meist als Demo-Aufnahmen, eingespielt wurden. National Health entstand irgendwann im Laufe des Jahres 1975 durch die Verschmelzung der Bands Hatfield and the North und Gilgamesh. Nach einer Reihe von gemeinsamen Konzerten dieser beiden Bands im Herbst 1973, bei denen man auch als Doppelquartett aufgetreten war, entstand die Idee, eine neue Band - eine Art Rockorchester (Oktett plus Sängerinnen) - zu gründen. Nach den Aufnahmen zum 2. und letzten Hatfield Album und Gilgameshs erstem Album wurde dann versucht, diese Idee zu verwirklichen (versucht, weil es nie geklappt hat ein solches Oktett auf die Beine zu stellen).

Das erste Lineup von National Health (wie es auf Track 8 der vorliegenden CD, dem ersten Demo der neuen Band, zu hören ist) bestand aus Stewart, Gowen, Miller, Lee und Pyle von den beiden Mutterbands (R. Sinclair, Bassist von Hatfield und Clyne und Travis Bassist und Drummer von Gilgamesh, hatten offenbar kein interesse an dem Projekt) und als neuem Bassisten Mont Campbell (vormals bei Egg und kurze Zeit bei Gilgamesh, vor den Aufnahmen zu deren ersten Album). Pyle verließ die Band aber wieder und wurde durch Bill Bruford ersetzt, der nach dem Ende von King Crimson in jazzigere Gefilde vorstossen wollte. Diese Band nahm wiederum ein Demotape auf (Tracks 5, 6, und 10 der CD). Phil Lee hatte danach keine Lust mehr und wurde durch Steve Hillage ersetzt, dedessen Band Gong gerade dabei war auseinanderzufallen. Diese Besetzung spielte die Tracks 1-4 und 7 im Rahmen mehrerer Radio-Sessions ein.

So, nun haben wir es fast geschafft! Steve Hillage steigt wieder aus (um sein Solo-Projekt "Steve Hillage" zu verwirklichen), Bill Bruford übergibt die Drumsticks wieder an Pyle (um ebenfalls an seiner ersten Solo-Scheibe zu arbeiten - siehe Bruford) und Campbell den Bass an Neil Murray, und wir haben endlich die Besetzung, die das erste National Health Album eingespielt hat (allerdings mit Gowen als "Gast", da auch er die Band - allerdings nur vorübergehend - verlassen hatte). Wie man sieht ist diese Archiv-Veröffentlichung ein Sammelsurium diverser Canterbury-Größen und den einen oder anderen wird zudem die Mitwirkung von Bruford und Hillage (positiv) überraschen.

Musikalisch wird diese CD dagegen kaum überraschen. Canterbury eben! Man kann die Musik dieser CD aber (ohne die beiden "Scherz-Tracks" 9 und 12) grob in 2 Gruppen einteilen. Da sind einmal die Stücke von Stewart und Gowen, die eine Art Mischung aus Gilgamesh und Hatfield darstellen, und den zukünftigen Sound von National Health definieren - etwas weniger jazzig als Gilgamesh und etwas weniger lyrisch als Hatfield. Clocks and Clouds z.B. ist typisch Hatfield, mit bezauberndem Gesang von Amanda Parsons.

Zur anderen Gruppe gehören die Stücke von Campbell. Zwar auch klar dem Canterbury-Sound verhaftet, sind sie doch komplexer, komplizierter, raffinierter und ein wenig mehr an klassische-musikalische Vorbilder angelehnt. Diese Stücke alleine sind schon das Geld für diese CD wert! Schade, dass Campbell die Band bald darauf verlassen und seitdem kaum noch etwas von sich hat hören lassen (erst 1996 hat er mit "Music from a round Tower" ein erstes Solo-Album veröffentlicht)! "Starlight On Seaweed" war Teil des frühen des Live-Repertoires von National Health, war aber nie aufgenommen worden und wurde daher von Stewart und Barbara Gaskin für diese CD erst 1996 eingespielt - eine Art Bonustrack, wie Stewart im Booklet schreibt.

"Missing Pieces" ist eine schöne und interessante Scheibe, die mir persönlich sogar besser gefällt, als die beiden nachfolgenden Studioalben von National Health. Der Klang ist durchweg sehr gut und Dave Stewart hat das Booklet verfaßt (mit ein paar interessante Anmerkungen zu den einzelnen Stücken und Musikern). Empfohlen!

Anspieltipp(s): Agrippa, Zabaglione
Vergleichbar mit: Hatfield and the North, Gilgamesh, Egg
Veröffentlicht am: 14.5.2003
Letzte Änderung: 22.9.2006
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Von: Jochen Lohr @ (Rezension 2 von 2)


Missing Pieces ist eine Ansammlung von Demo- und Radioaufnahmen aus der Frühphase von National Health, die wie Achim beschrieben hat, massiv durch Lineupwechsel geprägt war.

Die Stücke weisen dementsprechend einen höheren Reichtum an stilistischer Abwechslung auf, Stücke wie Bourée/Paracelsus(inc. Bourée reprise) sucht man z.B. in dieser enorm klassisch inspirierten Form auf den anderen National Health-Alben vergebens. Dieser Abwechslungsreichtum macht auch einen großen Teil des Charmes aus, den die Scheibe versprüht. Dabei sind die von den Studioalben bekannten National Health-Trademarks auch hier vertreten, sie werden nur durch die oben beschriebene Klassik-Note ergänzt. Insgesamt scheinen mir die Stücke hier allerdings noch ruhiger als auf den regulären Alben. Der im Zusammenhang mit National Health häufig von mir zitierte Plätscher-Effekt kommt dadurch leider auch hier zum Tragen. Am besten gefallen mir wie üblich die Momente, in denen ein bisschen druckvoller gejazzt wird, leider sind die hier besonders rar gesäät. Eine Note im zweistelligen Bereich kann ich deshalb nicht vergeben.

Anspieltipp(s): Lethargy Shuffle Part 2
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.8.2006
Letzte Änderung: 6.8.2006
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von National Health

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1977 National Health 10.67 6
1978 Of Queues And Cures 12.67 3
1982 D.S. al Coda 8.00 2
2001 Playtime 11.00 2
2005 Dreams Wide Awake - 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum