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Naked Sun

Naked Sun

(Archiv-Tipp 11/2012)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1991
Besonderheiten/Stil: HardRock; Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream; Progmetal
Label: Noise International
Durchschnittswertung: 13.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Zero Bass, Vocals
T. B. Quagmire Drums, Percussion, Vocals
Max Vanderwolf Lead Vocals, Alto Sax
Franz Liebkins Keys, Vocals
Matthias Q-Tip GTR, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. The Moment (A Moment Later, C.M.F.) 6.44
2. A Song On Fire 4.35
3. A Title For Glen 1.25
4. Rite To Life 5.20
5. Rest Area 0.03
6. Stillborn 8.05
7. Bleeding Line 0.25
8. Blackberry Saturday 6.19
9. Psycho Activate 4.05
10. Rock Corpse 0.50
11. Next Stop, Chapel Perilous 12.11
Gesamtlaufzeit50:02


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Jo, Naked Sun, was für ein seltsames Album, kauft's Euch und habt Spass... eigentlich würde das als zusammenfassende Rezi an dieser Stelle genügen. Allerdings befürchte ich, dass der geneigte Leser vielleicht doch noch etwas mehr wissen möchte... und dann feststellen wird, dass dieses Album nicht so ohne weiteres zu bekommen ist.

Ihr wollt mehr wissen? Hmmm... schlecht, denn Naked Sun entziehen sich geschickt allen Schubladen, allen Vergleichen, so dass es ziemlich schwierig ist, einen Eindruck des hier Gebotenen zu vermitteln. 1991, die Hits des Jahres kamen von den Scorpions ("Wind Of Change") und Brian Adams, aber immerhin schafften es auch Metallica ("Enter Sandman") in die Charts. Im folgenden Jahr lösten Nirvana den Grunge-Hype aus. Da sollte man meinen "handgemachte" Rockmusik hätte zumindest die Chance auf einen Achtungserfolg gehabt. Na ja, aber Prog und Artverwandtes war damals ganz bestimmt nicht angesagt und so blieben Naked Sun so unbekannt, dass es dieses Album nicht einmal zu einer Erwähnung in unseren "babyblauen Annalen" geschafft hat. Schande ;-)

Irgendwie düster legt das Album los... dräuende Klänge vom Keyboard, kleine Zwischenspiele von der Gitarre, bis die Stimme von Max Vanderwolf einsetzt und alles beherrscht. Cool und schräg zugleich, der Song hat so ein David Bowie-Feeling und schlägt damit ein bisschen aus der Art.

Weil danach wird nur noch abgerockt. Hard Rock gepaart mit Bombast-Einschlägen und dazu der wirklich aussergewöhnliche Gesang von Vanderwolf, das sind die bestimmenden Ingredenzien für die nächsten Minuten. Dabei rocken die Jungs zwar durchaus aus straight durch ihre Songs, aber es gibt immer genug kleine Einlagen, mal vom Schlagzeug, mal von der Gitarre und Gimmicks, wie die eine oder andere schräge Sax-Linie, so dass keine Langeweile aufkommen kann. Der Bass darf bollern. Die Gitarre darf heftigst bratzeln. Die Keyboards dienen allenfalls zur Unterstützung des Stimmungsaufbaus und spielen daher keine vordergründige Rolle. Und Vanderwolfs - zum wiederholten Male angemerkt - ungewöhnliche Stimme reisst jeden auch noch so platten Refrain aus dem Nichts und hinterlässt beim Hörer ein zufriedenes Grinsen.

So gönnen sich Naked Sun nur eine Ruhepause, die etwa 8 Minuten "Stillborn". Ein wahrhafter Antiklimax auf diesem Album, fast schon filigran-zerbrechlich wirkend, eine Ballade mit dramatischer Grundstimmung.

Zum Abschluss packen Naked Sun dann wirklich noch einen Prog-Rock-Hammer erster Güte aus. Auf über 12 Minuten wird eine rockige Show mit allerlei verspielten bis bombastischen Elementen geboten. Hier dürfen dann auch mal die Tasten ein bisschen mehr mittun. Und darüber brilliert Sänger Vanderwolf mit wirklich opernhaftem Gesang. Und nicht nur hier erinnern Naked Sun mich desöfteren an proggigere Queen... toll!

Kleine Zwischenspiele wie die Soundcollagen "A Title For Glenn" und "Bleeding Line" sowie das absolut köstliche 'Commercial' "Rock Corps" (meiner Meinung nach eine Verhöhnung amerikanischer Werbung für die Armee, nur das hier eben 'Rock'-Soldaten gesucht werden *grins*) zeigen, dass die Band ihrem Schaffen auch ziemlich humorvoll gegenüber steht. Das kommt noch viel zu selten bei "unserer" Musik vor.

Ein Prog-Rock-Crossover-was-auch-immer-Album der besonderen Art. Alles klar?

Anspieltipp(s): A Song On Fire, Blackberry Saturday
Vergleichbar mit: ziemlich unvergleichbar... aber: David Bowie und Queen jammen mit Nirvana um die Wette, nur um mal einen Eindruck zu vermitteln
Veröffentlicht am: 20.2.2005
Letzte Änderung: 20.2.2005
Wertung: 12/15
...kratzt aber fast schon an 'höheren' Weihen...

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Von: Andreas Hofmann @ (Rezension 2 von 2)


Interessanterweise finde ich oft Musik dann am besten, wenn ich mich ernsthaft frage, für wen die beteiligten Musiker sie überhaupt gemacht haben. Wenn man das Gefühl hat, dass es eigentlich nicht wirklich jemanden außer den Musikern selbst geben kann, der dafür in Frage kommt, dann kann man sich relativ sicher sein, echte Musik vor sich zu haben. Im Fall des Debütalbums von Naked Sun ist die Frage nach der Zielgruppe auf jeden Fall bereits angebracht, wenn man sich das Label Noise International ansieht, das sich eher um Bands wie Celtic Frost, Grave Digger, Kreator, Overkill, Rage, Running Wild, Tankard, Warrant sowie Helloween und Gamma Ray gekümmert hat. Was zur Hölle hat Labelchef Karl-Ulrich Walterbach seinerzeit (dummerweise genau zum Beginn der Grunge-Ära, aber selbst ohne diese wäre die Band wohl damals unbeachtet geblieben) also dazu gebracht, eine Band zu signen, die sich mit bescheuerten Künstlernamen schmückte, äußerlich wie eine überdrehte Glam-Hippie-Truppe rüberkam und eine von 80er-Schwanzrock infizierte Bombastprog-Mischung spielte, die einerseits fast schon übertrieben augenzwinkernd, andererseits aber so beeindruckend und versiert dargeboten wurde, dass man sich bis heute fragen muss, wo diese Könner eigentlich abgeblieben sind!?! Könner sind (oder waren) sie vor allem, weil sie es geschafft haben, ein Debütalbum aufzunehmen, dessen sieben Songs (bei den restlichen Tracks handelt es sich um mehr oder minder humorvolle Comedy-Einlagen) jeweils mindestens einen magischen Moment beinhalten, der auch Jahre später noch nicht abgenutzt oder gar weniger magisch erscheint als beim ersten Hören.

Die Platte im Schnelldurchlauf:

"The Moment (A Moment Later, C.M.F.)" - Der erste magische Moment auf diesem Album ist möglicherweise der entscheidende, denn wenn bei 1:07 Max Vanderwolfs Gesang einsetzt, ist das Album für manch einen vielleicht schon vorbei; seine Stimme mit den Attributen "eigenwillig" und "penetrant" zu beschreiben, wäre nämlich sicherlich nicht ganz falsch. Überhaupt handelt es sich bei diesem Song, der nur sehr langsam aus dem Kreuz kommt und mit Textzeilen wie "Traces of your inspiration / trickles down like perspiration" eine gewisse Geschmacklosigkeit nicht verleugnen kann, um einen recht gewagten Opener, den man auch gut und gerne überskippen kann, wenn man ohnehin bezweifelt, dass die Platte so gut ist, wie einem der Rezensent gerade weismachen will.

"A Song On Fire" - Auch das effektvolle, aber geradezu gewöhnlich wirkende Riffing sowie die (hier noch sehr in den Hintergrund gemischte) Schweineorgel bei diesem Song werden einem Zweifler nicht unbedingt die Skepsis nehmen, aber wer sich vom Gesang nicht abschrecken lässt, kann sich zumindest schon mal dem mehr als gefälligen Groove hingeben und dabei merken, dass die Jungs was können. Das überraschende Break bei 2:59, nach dem "A Song On Fire" kurzzeitig eine ganz andere Richtung einschlägt, sorgt dann vermutlich sogar für ein erstes Aufhorchen…

"Rite To Life" - Zu Anfang hat man das Gefühl, Jon Lord sei bei Led Zeppelin eingesprungen (die Schweineorgel ist hier auf jeden Fall deutlich lauter), dann singt/schimpft Vanderwolf auf einmal kurz wie Johnny Rotten von den Sex Pistols, bis dann plötzlich bei 1:52 ein wunderbar groovender Faustreck-Headbang-Part beginnt, der kurz vor dem Ende noch mal aufgegriffen wird. Bei der cowbell from hell (ab 3:32) wundert man sich fast, dass Vanderwolf nicht einen völlig übertriebenen W. Axl Rose zum Besten gibt, aber auch so hört man genau, wo dieser Part ursprünglich mal abgeguckt wurde.

"Stillborn" - Nach diesen zwei hardrockigen Krachern folgt hiermit erstaunlicherweise eine Ballade, aber diese exakt neun Minuten sind von vorne bis hinten einfach nur beeindruckend und mussten von daher wohl derart effektvoll platziert werden (ans Ende konnte man den Song nämlich nicht packen, aber dazu später). Das Keyboard-Solo ab 3:44 ist ebenso exzellent wie der Fusion-Part ab 5:24, der in einen bombastischen Piano-Lauf mündet, mit dem das letzte Drittel von "Stillborn" eingeläutet wird (soviel zum Thema, dass das Keyboard "keine vordergründige Rolle" spielt!)

"Blackberry Saturday" - Aus diesem Stück hätte man auch einfach nur einen gradlinigen Rocker mit viel Wucht machen können, aber schon das Saxophon zu Beginn sowie das erste Chick Chorea-Keyboard-Break bei 0:18 deuten an, dass hier mehr drinsteckt. Der bei 2:53 beginnende 7/8-Teil überrascht daher nicht, sondern bestätigt diesen guten ersten Eindruck nur. Ein Rocker mit viel Wucht bleibt "Blackberry Saturday" erstaunlicherweise dennoch.

"Psycho Activate" - Wer bei dem Titel ADHS erwartet, bekommt dies auch durchaus geliefert. Vanderwolf gibt hier alles, aber wer den Song vorschnell als überspannt-nervig abtut, liegt falsch, denn nach schmissigen Gitarren- und Keyboard-Soli im Mittelpart gibt es bei 2:42 ein überraschendes Yes/Genesis-Keyboard-Break, das man auf keinen Fall verpassen sollte.

"Next Stop, Chapel Perilous" - Dieser Longtrack taucht zwar sicherlich in keinem Ranking der besten Longtracks auf, muss sich aber definitiv vor keinem der dort anzutreffenden üblichen Verdächtigen verstecken, denn im Prinzip gibt es hier so viele Stimmungen und Wendungen, dass man als magischen Moment eigentlich nur den Schlussakkord bei 12:09 nennen muss, denn spätestens jetzt ist der Augenblick bekommen, an dem einem klar werden sollte, was für einen großartigen Song man gerade kredenzt bekommen hat! Exemplarisch genannt seien das Doublebass-untermalte Gitarrensolo ab 3:43, das sphärische Keyboardsolo ab 7:54 und der groovige Bass/Schlagzeug-Part ab 9:01.

Zusammengefasst bleibt festzustellen, dass das Debütalbum von Naked Sun, welches bereits zur Veröffentlichung im Jahre 1991 irgendwie dated und unpassend klang, auch 2012 kein bisschen aktueller und zeitgeistiger geworden ist. Doch auch mehr als zwei Jahrzehnte später muss man sich fragen, warum es nicht bei jedem Prog-affinen Hardrocker bzw. Hardrock-affinen Progger im Regal steht!?! Man kann womöglich nicht einmal davon reden, dass hier eine richtige Band einfach nur zum falschen Zeitpunkt aus ihrem Proberaum gekrochen ist, denn wenn man sich Bandfotos, Pseudonyme, Songtexte und wohl auch das Plattenlabel ansieht und sich außerdem den in jeder Hinsicht überkandidelten Sänger anhört, dann weiß man auch genau, was Naked Sun falsch gemacht haben. Es fiel und fällt einfach zu schwer, die Band wirklich ernstzunehmen, und damit fällt man beim gemeinen Progger wohl schon mal sofort durch. Auf ihrem Nachfolger "Wonderdrug" haben sie diesen Fehler leider ebenso wiederholt wie Max Vanderwolf später auf seinem Soloalbum. Selbst schuld also?

Sei's drum – das selbstbetitelte erste Album ist sicherlich nicht nur aufgrund der genannten imagebedingten Begleitumstände besonders; herausragend wird es vor allem durch die Musik von Naked Sun, die dann vielleicht doch auch für andere Leute und nicht nur für sich selbst musiziert haben. Weniger als 15/15 kann ich dafür selbst mit den schlechtesten Absichten nicht geben, denn am Ende ist hier doch alles stimmig – das beknackte Image, die aufwändigen Kompositionen, die sattelfeste Umsetzung derselben, die druckvolle Produktion, der seltsame Opener und sogar Max Vanderwolfs merkwürdiges, aber eben einzigartiges Organ!

Anspieltipp(s): Next Stop, Chapel Perilous
Vergleichbar mit: humorvolle Dream Theater auf Koks
Veröffentlicht am: 17.10.2012
Letzte Änderung: 24.10.2012
Wertung: 15/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Naked Sun

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 Wonderdrug 10.00 1

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