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Novalis

Konzerte

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977 (CD-Veröffentlichung 2008)
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog
Label: Brain
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Detlef Job Gitarre, Gesang
Heino Schünzel Bass, Gesang
Fred Mühlböck Gesang, Gitarre, Flöte
Lutz Rahn Keyboards
Hartwig Biereichel Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Bolero 0:51
2. Dronsz 2:41
3. Es färbte sich die Wiese grün 9:04
4. Impressionen 10:00
5. Wer Schmetterlinge lachen hört 9:14
6. Wunderschätze 11:33
7. Sommerabend

1. Wetterleuchten
2. Am Strand
3. Der Traum
4. Ein neuer Tag
5. Ins Licht

19:19
8. Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren   (CD-Bonustrack) 3:07
9. Astralis   (CD-Bonustrack) 8:55
10. Irgendwo, irgendwann   (CD-Bonustrack) 4:28
Gesamtlaufzeit79:12


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Im Juni 1976, kurz nach Erscheinen des Albums "Sommerabend", suchten Novalis per Zeitungsannonce einen Sänger und fanden ihn in dem Österreicher Fred Mühlböck, der einige Jahre zuvor nach Lübeck gezogen war. Von Januar bis April 1977 gingen Novalis mit Mühlböck auf eine Tournee, von der das Livealbum "Konzerte" mitgeschnitten wurde, das leider bis heute nicht als CD veröffentlicht wurde.

"Konzerte" enthält mit einer Ausnahme sämtliche Stücke des Albums "Novalis", sowie zwei der drei Stücke des Nachfolgers "Sommerabend". Das englischsprachige Debut ist hingegen nicht vertreten.

Hauptunterschied zu den Studioversionen ist natürlich der neue Sänger Fred Mühlböck, der gleich noch die Querflöte als zusätzliches Instrument mitbringt. Diese wird nicht für Ian-Anderson-mäßige Eskapaden eingesetzt, sondern lediglich an einigen Stellen zur dezenten, aber stimmungsvollen Untermalung, so in der Anfangs- und Schlusssequenz von "Sommerabend".

Mit Fred Mühlböcks Gesang konnte ich mich nie so recht anfreunden, er hat so einen gewissen Hang zur pathetischen Überhöhung. Bei den späteren, etwas rockigeren Novalis-Songs fällt das nicht so auf, aber bei den hier vorhandenen Stücken, die aus einer eher "pastoralen" Phase der Band stammen, passt sein Gesang manchmal einfach nicht dazu. Wenn er z.B. in "Wunderschätze" anfängt "Wer einsam sitzt in seiner Kahahammähärrr..." zu intonieren, finde ich das schon ein bisschen unpassend - da hat mir die unspektakuläre Art von Heino Schünzel einfach besser gefallen. Immerhin hat sich Mühlböck in der lyrischen Anfangssequenz von "Sommerabend" auf die Flöte beschränkt und Heino Schünzel das Singen überlassen. Beim Novalis-Klassiker "Wer Schmetterlinge lachen hört" klappt es mit Mühlböcks Gesang besser, da man dem Song ein flotteres Tempo verpasst hat.

Von diesen kritischen Bemerkungen über den Gesang sollte man sich jedoch nicht abhalten lassen, immerhin gibt es genug Leute, die Mühlböck als Sänger vorziehen, wie man in anderen Novalis-Rezensionen auf diesen Seiten lesen kann. Sollte "Konzerte" jemals auf CD erscheinen, kann man als Novalis-Fan bedenkenlos zugreifen.

Anspieltipp(s): Wer Schmetterlinge lachen hört
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.7.2003
Letzte Änderung: 24.7.2003
Wertung: 10/15

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Von: Holger Grützner @ (Rezension 2 von 2)


Was für ein Jahresausklang! Novalis "Konzerte" ist da! Endlich auf CD!

Mit Bonustracks, die sich lohnen, gehört zu werden!

Ist die Freude diesmal ungetrübt?

Durchaus. Aber etwas stört mich schon noch:

Der Ravelsche Bolero als Intro für eine Romantikrockplatte? Das passt wie Punk zu Diane Krall oder Aggro-Rap zu Yes. Da hätte sich doch von Bruckner bis Wagner tausendundeine Alternative angeboten! Egal:

Es folgt ein kurzes "Dronß". Das ist der einzige Track dieser Platte, der in der Studioversion interessanter ist.

Der Spaß beim Zuhören entsteht erst mit der "Wiese", die sich recht lebendig grün färbt: Mühlböck, Mühlböck über alles! Ich seh' das wirklich komplett anders als Jochen: Die Stimme passt, das Temperament passt, die Artikulation nicht minder - was Besseres als DIESEN Sänger zu finden, konnte der Band nicht passieren!

Die "Impressionen" waren in der Studioversion ein unscheinbares Keyboardstück und bleiben es auch live. Stören aber auch nicht.

"Wer Schmetterlinge lachen" hören will, sollte es in DIESER Version tun. SO muss das klingen! Dieses Stück war für mich die eigentliche Kaufmotivation und ich dachte: Besser wird's hinterher nicht mehr. Der Sommerabend droht!

Aber erstmal gibt es noch "Wunderschätze" und nomen est omen eine echte Überraschung: Keinem der anderen Songs bekommt die dynamischer gespielte Bühnenversion so gut, wie diesem. Zwar hängen an den "Schmetterlingen" mehr private Erinnerungen, aber schweren Herzens geb ich zu: die "Wunderschätze" sind der Höhepunkt der CD.

Und der "Sommerabend"? Wiederholen sich jetzt 18 Minuten Vollmurks wie auf dem Studiowerk gleichen Namens? Ich drück's mal in Schulnoten aus: Die Studiofassung war 5, weil die Musik von Eloy geklaut, in der Mitte rumpelrockig geschreddert und die textliche Reimerei nicht gekonnt waren. Live bin ich nun für 3+, denn der Text ist immer noch peinlich, aber erstens rettet Mühlböcks Stimme die Sache ein wenig und zweitens hat man den Gesang so nach hinten gemischt, dass das Weghören erleichtert wird. Ohne Text oder mit improvisiertem oldfieldschem oooooshemaaaa wäre ich sogar für 2.

Musikalisch hat sich gegenüber der Studiovariante einiges getan: Zwar hört man zunächst ein wenig Pink Floyd Einfluss (One of these days und/oder echoes) heraus, aber ruppiger für den Provinzstadthallengebrauch vereinfachter, bis dann Flugzeuggeräusche eine Temposteigerung einleiten, die zu diesem gefürchteten schnellen Mittelteil überleiten. Den muss man aber gar nicht mehr fürchten, denn statt Garagengitarre gibt es eher Keyboardoverkill. Rahn ist nun mal der Virtuose der Band. Die Gitarre im Hintergrund ? Gut so!

Es schließen sich 3 Bonustracks an. "Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren/Astralis/Irgendwo irgendwann" - also alle 3 von der LP "Brandung" und alle 3 im Sound besser, weil man inzwischen Profi geworden war und besseres Equipment zur Verfügung hatte, als bei den vorangegangenen Liveaufnahmen. Allerdings gilt es ein paar geringfügige Verspieler oder einzelne Misstöne in Kauf zu nehmen. Kleinigkeiten! That's live! Rock it!

"Irgendwo, irgendwann" rockt auch wirklich!

Fazit: Für mich nach "Vielleicht bist du ein Clown?" die zweitbeste von Novalis.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: etwas ruppiger/lebendiger als Jane live at home
Veröffentlicht am: 27.11.2008
Letzte Änderung: 30.3.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Novalis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Banished Bridge 9.00 4
1975 Novalis 8.75 4
1976 Sommerabend 8.75 4
1977 Brandung 8.50 2
1978 Vielleicht bist du ein Clown? 12.00 1
1979 Flossenengel 11.00 2
1981 Augenblicke 9.50 2
1982 Neumond 4.00 1
1983 Sterntaucher 8.00 1
1984 Bumerang 5.00 1
1985 Nach uns die Flut 2.00 1
1993 Novalis lebt! 8.00 1
2009 Letztes Konzert 1984 6.00 1
2017 Schmetterlinge 13.00 1

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