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The Enid

Live at Hammersmith

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1983
Besonderheiten/Stil: instrumental
Label: Mantella
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Robert John Godfrey Keyboards
Stephen Stewart Gitarre
Francis Lickerish Gitarre
Terry Pack Bass
William Gilmour Keyboards
Tony Freer Woodwinds, Keyboards
Dave Storey Drums
Martin Wallis Keyboards
Dean and Matthew Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. National Anthem 1:39
2. Judgement 9:18
3. In the Region of the Summer Stars 7:30
4. Mayday Galliard 7:11
5. Music from Charades (I) 8:07
6. Music from Charades (II) 5:29
7. The Song of Fand (Part One) 12:29
8. The Song of Fand (Part Two) 6:18
Gesamtlaufzeit58:01


Rezensionen


Von: Dirk Reuter @ (Rezension 1 von 2)


Musik von The Enid zu hören, erfordert sicherlich einige Konzentration und ist kaum als akustisches Wallpaper geeignet. Robert John Godfrey hat bei seinen Orchesterarrangements für die Frühwerke von Barclay James Harvest ( z.B. "Mockingbird" oder "Dark now my Sky") ahnen lassen, dass er ein Großer ist, der den Vergleich mit klassischen Komponisten nicht zu scheuen braucht. Aber irgendwie ist bei ihm alles ganz anders. Schon die Person Godfrey ist in England höchst umstritten. Abwechselnd beschimpft als "Faschisten", "Linke" oder "Anarchisten" wurde der Fanclub der Band sogar vom britischen MI5 bespitzelt. Musikalische Vorbilder sind laut seiner eigenen Aussage Rachmaninow, Mahler, Elgar, Pink Floyd, Ryuichi Sakamoto und Frank Zappa! Und - so seltsam diese Mischung sich anhört - genau so klingt die Musik von The Enid. Rockig mit vorwiegend symphonischen Anleihen, orchestral ohne Hinzuziehung eines Orchesters; im besten Sinne progressiv. Diese Live-Aufnahme aus dem Jahr 1979 dürfte einen guten Einstieg in das Schaffen der Band darstellen, insbesondere wegen des Kultstücks "Fand", das alle musikalischen Eigenschaften der Band zusammenfasst. Bis jedoch die ersten Töne des "Song of Fand" ertönen, stehen dem geneigten Hörer noch ein paar andere Werke bevor.

Das Album beginnt - typisch britisch, aber doch irgendwie anders - mit "God save the Queen". Leise, schwebend, Farbtupfer durch Kirchenorgel und Gitarre. So hat man die britische Hymne noch nie gehört.

Den Rest des Albums zu beschreiben fällt schwer. Deshalb hier eher Assoziationen zu den einzelnen Stücken.

"Judgement": Drohender Bolero-Rhythmus. Fripp und Ravel mit wuchtiger Gitarre, Keyboardfanfaren und beruhigendem Flötenspiel.

"In the Region of the Summer Stars": Titelstück des ersten Enid-Albums mit Camel-Anklängen und Orgel. Könnte auch für ein Ballett geschrieben sein.

"Mayday Galliard": Erik Satie meets Brian May. Flötentöne vereinen den Musikrevolutionär des frühen 20. Jahrhunderts mit dem Queen-Gitarristen.

Am Ende stehen zwei "Orchesterwerke" ohne Orchester. Wo "Music from Charades" vor allem im zweiten Teil noch etwas unentschlossen wirkt, zieht "Song of Fand" alle Register. Den leider meist pseudo-intellektuellen Besuchern klassischer Konzerte könnte man das Stück wohl problemlos als unbekannteres Werk eines Komponisten des 19. Jahrhunderts verkaufen, spielte man es beispielsweise mit dem London Symphony Orchestra in der Royal Albert Hall, statt mit den üblichen Rockinstrumenten in der verschwitzten Atmosphäre des Hammersmith, in dem im Jahr nach dieser Konzertaufzeichnung "Motörhead" loslegen sollten. Jedenfalls widerlegt Godfrey eindrucksvoll das 70er-Jahre-Vorurteil, der Synthesizer sei ein seelenloses Instrument.

Ein großes Album für ruhige Stunden !

Anspieltipp(s): Song of Fand, In the Region of the Summer Stars
Vergleichbar mit: nichts
Veröffentlicht am: 26.7.2003
Letzte Änderung: 26.7.2003
Wertung: 13/15
15 für "Song of Fand"

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 2)


"Live at Hammersmith" wurde am 3. März 1979 von der BBC aufgenommen und sollte ursprünglich auf dem Pye Records-Label erscheinen. Dieses hatte dann jedoch gewisse Geldprobleme, so daß es dazu vorerst nicht kam. Schließlich löste sich 1980 auch noch die Band auf. 1982 spielte der DJ Tommy Vance den kompletten "Song of Fand" in seiner Radioshow, was einen Sturm der Begeisterung hervorrief. Und als sich ein Jahr später The Enid (oder vielmehr Robert John Godfrey und Stephan Stewart) wieder zusammentaten und ihr eigenes Label gründeten, war es eben dieses Konzert, das dort 1983 als erstes erschien. Ursprünglich auf zwei LPs verteilt (betitelt Vol. 1 und Vol. 2) wurde es für die CD-Veröffentlichung zusammengeschnitten. Warum man dabei nicht die volle Länge einer CD ausgenutzt hat, bleibt mir schleierhaft. Der Vollständigkeit halber sei hier die originale Titelzusammenstellung angegeben:

Live At Hammersmith Volume 1: God Save the Queen, The Last Judgement, In the Region of the Summer Stars, Song of Fand
Live At Hammersmith Volume 2: Mayday Galliard, Humoresque, Cortege, Albion Fair, Encore (Land Of Hope And Glory)

Desweiteren ist dieselbe Aufnahme des "Song of Fand" als Bonus auf der "The Spell"-CD zu finden. Da hätte man doch genausogut stattdessen, entweder hier oder dort, "Albion fair" unterbringen können. Merkwürdige Veröffentlichungspolitik, das.

Wieauchimmer, The Enid beeindrucken auf dieser Platte durch eine saubere Umsetzung der Kompositionen auf die Bühne. Immerhin sind hier neun Leute am Werk, darunter bis zu fünf Keyboarder. Die müssen sich erst einmal aufeinander einspielen. Aber das klappt hervorragend. Vielleicht könnte man sagen, daß sie etwas rockiger an die Stücke herangehen als auf ihren Studioplatten. Daher könnte diese Scheibe ein guter Startpunkt sein, um sich mit dem für viele sicherlich ungewohnten Klangkosmos von The Enid vertraut zu machen. Leider muß man aber auch sagen, daß der Klang, obwohl von der BBC aufgezeichnet, nicht ganz optimal ist und man deswegen hier leichte Abstriche machen muß.

Anspieltipp(s): Music from Charades (i), Song of Fand
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 31.12.2005
Letzte Änderung: 31.12.2005
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Enid

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 In The Region Of The Summer Stars 10.00 2
1978 Aerie Faerie Nonsense 9.00 3
1979 Touch Me 12.00 1
1980 Six Pieces 10.00 1
1983 Something Wicked This Way Comes 9.00 1
1984 The Spell 9.50 2
1985 Salome 12.00 1
1986 The Liverpool Album - 2
1988 The Seed and the Sower 6.00 1
1994 Tripping The Light Fantastic 7.00 1
1995 Sundialer 7.00 1
1998 White Goddess 9.00 1
2010 Live At Town Hall, Birmingham 11.00 1
2010 Journey's End Orchestrations 11.00 1
2010 Journey's End 11.00 2
2012 Invicta 11.00 1
2014 First Light 12.00 1
2015 The Bridge 13.00 2
2015 The Bridge Show - Live At Union Chapel 12.00 1
2016 Dust 11.00 1
2017 The Music Of William Arkle and Other Recordings 9.00 1

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