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Novalis

Brandung

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Brain
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Detlef Job Gitarre, Gesang
Heino Schünzel Bass, Gesang
Fred Mühlböck Gesang, Gitarre, Flöte
Lutz Rahn Keyboards
Hartwig Biereichel Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Irgendwo, Irgendwann 4:35
2. Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren 3:03
3. Astralis 8:50
4. Sonnenwende

1. Brandung 3:42
2. Feuer bricht in die Zeit 3:56
3. Sonnenfinsternis 3:30
4. Dämmerung 5:48

16:56
Gesamtlaufzeit33:24


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Nachdem der neue Novalis-Sänger Fred Mühlböck bereits auf dem Livealbum "Konzerte" zu hören war, gab er mit dem wenige Monate darauf erschienenen "Brandung" seinen Einstand als Komponist und Texter. Das einleitende "Irgendwo, Irgendwann" stammt allerdings aus der Feder von Detlef Job. Ein sehr eingängiges, aber keinesfalls plattes Stück, das damals öfters im Radio zu hören war. Darauf folgen zwei Mühlböck-Stücke, die jeweils mit Texten des Namensgebers der Band versehen sind. Das kurze "Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren" ist fast nur mit Akustik-Gitarre instrumentiert, "Astralis" dagegen ist, auch im Vergleich zu früheren Novalis-Stücken, deutlich dynamischer und rockiger.

Die zweite Albumhälfte wird von dem vierteiligen "Sonnenwende" eingenommen. Textlich beschreibt es den Untergang und die anschließende Neuerschaffung der Welt, also schon mal ein echtes Prog-Sujet :-) Der erste Teil "Brandung" ist instrumental, Fred Mühlböck ist hier mal an der Flöte zu hören. "Feuer bricht in die Zeit" erzählt in dramatischen Worten vom drohenden Weltuntergang, vor dem nur einige Menschen "mit dem Schiff aufs Meer" fliehen können. In "Sonnenfinsternis" wird ein apokalyptisches Szenario entworfen, das mit entsprechend düsterer Musik untermalt wird, der abschließende Teil "Dämmerung" erzählt davon, wie die letzten Überlebenden sich daran machen, eine neue Welt aufzubauen. Sehr schön, wie sich das Stück vom zaghaften Auftakt zum jubilierenden Bild des Sonnenaufgangs entwickelt. Leider muss Mühlböck am Schluss des Stücks in ein "ohohohoooo" verfallen, das er zu allem Überfluss noch in höchster Tonlage darbringt. Zum Glück dauert diese Sequenz nur ein paar Sekunden.

Von dieser kleinen Einschränkung abgesehen, gehört "Brandung" zu den besten Novalis-Alben und ist jedem an der klassischen deutschen Progszene interessiertem wärmstens zu empfehlen.

Anspieltipp(s): Astralis
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.7.2003
Letzte Änderung: 27.7.2003
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Lohr @ (Rezension 2 von 2)


Novalis goes Popmusic. So und nicht anders muss man dieses Album beschreiben. Die Amateure mit den Top-Verkaufszahlen wagten nach dem mir ziemlich unerklärlichen Erfolg des Albums "Sommerabend" den Sprung ins Profigeschäft.

Als erstes verpflichteten sie dafür einen professionellen Sänger. Der - vorsichtig ausgedrückt - defizitäre Gesang von Gitarrist Detlef Job und Bassist Heiko Schlünzel musste der ausgebildeten Stimme des Östereichers Fred Mühlböck weichen. Das hatte einerseits den Vorteil, dass dieser Teil der Musik sich nun deutlich verbessert zeigte, andererseits den Nachteil, dass man nun nicht mehr in dem Maße auf die teilweise atmosphärisch wirklich gelungenen Instrumentale baute, die in den meisten Fällen die wirklichen Höhepunkte der Alben waren. Musikalisch drifteten Novalis recht heftig Richtung Trivialität. Zeichen dafür ist die Hitsingle "Irgendwo - irgendwann", aber auch ansonsten wird die Musik wesentlich mehr durch das schlichte aber aufdringliche 4/4 des Schlagzeugs dominiert, wo dieses früher in erster Linie dazu diente, Tasten und Gitarren ein Fundament für ihre Spielereien zu schaffen. Es ist also kein Wunder, dass gerade das Akkustik-Stück "Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren" zum Höhepunkt der Platte aufsteigt, weil es die lyrische Schönheit von Text und Musik mit Mühlböcks ordentlichem Gesang verbindet. Das seitenlange "Sonnenwende" sowie "Astralis" bleiben dank der langweiligen Instrumentalisierung und der allgemeinen Angepasstheit Meilen dahinter zurück.

Immerhin macht sich das hübsche Plattencover gut im Regal. Wem das nicht reicht, der sollte lieber nicht zugreifen. Selbst von den bei mir nicht gerade beliebten Novalis würde ich andere Alben eher empfehlen, weil sie zwar nicht so professionell, dafür aber irgendwie echter rüberkommen.

Anspieltipp(s): Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.8.2003
Letzte Änderung: 4.8.2003
Wertung: 6/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Novalis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Banished Bridge 9.00 4
1975 Novalis 8.75 4
1976 Sommerabend 8.75 4
1977 Konzerte 10.00 2
1978 Vielleicht bist du ein Clown? 12.00 1
1979 Flossenengel 11.00 2
1981 Augenblicke 9.50 2
1982 Neumond 4.00 1
1983 Sterntaucher 8.00 1
1984 Bumerang 5.00 1
1985 Nach uns die Flut 2.00 1
1993 Novalis lebt! 8.00 1
2009 Letztes Konzert 1984 6.00 1
2017 Schmetterlinge 13.00 1

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