SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
17.12.2017
Mech - Zjednoczone Siły Natury Mech
Jörg Sandner - Donut Desaster
Wobbler - From Silence To Somewhere
16.12.2017
Pauline Anna Strom - Trans-Millenia Music
Group 1850 - The Golden Years Of Dutch Pop Music
Heartfield - Follow
Lynhood - Septembre
15.12.2017
Mind Enemies - Revenge
Ringhausen - Lumen
Kaipa - In the Wake of Evolution
White Mountain - The Delta Sessions
Status Minor - Three Faces of Antoine
Trinity Xperiment - Anaesthesia
14.12.2017
Isproject - The Archinauts
Isildurs Bane - Off the Radar
PuzzleWood - Gates of Loki
13.12.2017
World Trade - Unify
Squartet - Adplicatio Minima
ARCHIV
STATISTIK
24189 Rezensionen zu 16534 Alben von 6441 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Anathema

Judgement

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: Psychedelic
Label: Music For Nations
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Vincent Cavanagh Vocals, Guitar
Danny Cavanagh Electric + Acoustic Guitars, Keyboards
Dave Pybus Bass Guitar
John Douglas Drums

Gastmusiker

Dario Patti Piano
Lee Douglas Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Deep
2. Pitiless
3. Forgotten Hopes
4. Destiny Is Dead
5. One Last Goodbye
6. Make It Right (F.F.S.)
7. Parisienne Moonlight
8. Don't Look too Far
9. Emotional Winter
10. Wings of God
11. Judgement
12. Anyone, Anywhere
13. 2000 & Gone


Rezensionen


Von: Piotre Walter @ (Rezension 1 von 2)


ANATHEMA bieten auf Judgement düsteren meist langsamen und melancholischen Rock. Es überwiegen Balladen. Eigentlich rocken nur die ersten beiden Tracks richtig gut ab. Vieles kommt einem bekannt vor. Mal klingts nach Pink Floyd, mal nach Melodic Metal, mal auch nach 80er Dark Wave (This Mortal Coil u.ä.), "2000 & Gone" sogar nach U2. Dies alles in einem eigenen und sehr homogenen Mix. Die Scheibe pendelt zwischen Wave, Rock und Pop hat dabei aber eine recht düster-schwermütige Stimmung.

Eigentlich sticht nichts heraus, trotzdem hat der Sound eine dichte Atmosphäre, die einen beeindruckt. Jedoch läßt sie in der 2. Hälfte nach und das Gleichförmige wird etwas langweilig. Ich finde, im 2. Teil hätten der ein odere andere flottere Song gut getan. Heraus sticht noch "Don't look too far", welches mit kühlem Piano beginnt; in einer Kälte wie z.b. bei Depeche Mode und gegen Ende noch etwas Tempo zulegt. Schön auch bei diesem Song der Gast-Gesang von Lee Douglas. Generell denke ich, daß der unaufdringliche aber gute Gesang von Vincent Cavanagh einen großen Teil der Charismatik ausmacht, die die Musik ausstrahlt. Ich kenne sonst von Anathema noch "Just a Fine Day to exit", und die Dichte, Spannung und Sogwirkung erreicht "Judgement" doch bei weitem noch nicht. Wer diese Richtung mag, kann sich die Scheibe ruhig antun, aber essentiell ist das Album nicht, Progressiv Rock eigentlich nur selten.

Anspieltipp(s): Deep, Pitiless, Don't look too far
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.8.2003
Letzte Änderung: 13.8.2003
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Von: Markus Peltner @ (Rezension 2 von 2)


Mit ihrer fünften Veröffentlichung, "Judgement", sind Anathema im Jahr 1999 wieder mal neue Wege gegangen. Gut gemachte Rockmusik findet sich auf der CD in Form von 13 Titeln. Wahrscheinlich ist Judgement das Album von Anathema, welches der Musik von Porcupine Tree am nächsten kommt. Die ersten vier Stücke gehen alle ineinander über und erst ab dem fünften Lied erfolgt eine Zäsur, ab hier ist jeder Track durch ein "Quentchen Stille" vom nächsten getrennt.

"Deep" ist ein klasse Lied zum Mitwippen, wunderschön in der Melodieführung. "Pitiless" wird dann eingeleitet durch einen Basslauf und immer wieder klingt es ein wenig schräg, aber gerade das macht das Stück aus. Bei 2:25 findet sich dann auch noch ein klasse Gitarrensolo. "Forgotten Hopes" entsteigt anschließend dem Finale von "Pitiless" in Form einer Akustikgitarre. Und auch dieses Lied wirkt perfekt durchkomponiert. Interessant auch die ersten beiden Textzeilen: "Hey you, rotting in your alcoholic shelf. Banging on the walls of your intoxicated mind." Passt gar nicht zu der zunächst fast friedlichen Musik, die aber auch bombastische Abschnitte aufweist. "Destiny Is Dead" ist ein kurzes, fast schwebendes und instrumental gehaltenes Lied. Alles fügt sich hier klasse zusammen.

"Parisienne Moonlight" weiß mit völlig anderen Klängen zu überraschen und wird im Duett gesungen. Dieses Stück würde nicht auf jede Platte passen, auf diese hier schon. Die Abwechslung macht es, was Anathema hervorragend verstehen. "Emotional Winter" zum Beispiel beginnt sphärisch und ganz zart und man glaubt David Gilmour an der Gitarre, bis es sich dann immer weiter steigert.

Es ist gar nicht von Nöten jedes Lied einzeln durchzugehen, alle transportieren sie eine eigene Stimmung. Highlights gibt es einige auf dieser Silberscheibe, sodass es auch schwerfällt einzelne Lieder herauszuheben. Besonders gelungen und unbedingt erwähnenswert ist aber noch Track 12, "Anyone, Anywhere". Dieses Mal sind Anathema sehr leise in ihren Tönen, ein perfektes Lied zum Augenschließen und den Moment genießen, wenn auch der Text etwas anderes verrät. Denn der ist tieftraurig und auch mit relativ wenig Englischkenntnissen gut zu verstehen.

Das letzte Lied, "2000 & Gone" ist ein Instrumentalstück, welches die CD langsam ausklingen lässt. Vielleicht ist dieses Ausklingen etwas zu langsam und zu langatmig, aber da sind die Geschmäcker ja bekanntlich sehr verschieden.

Fazit: Anathema haben mit ihrem fünften Album die Musik nicht neu erfunden, wie sollten die auch. Aber sie haben eine gute Scheibe hingelegt, der nur wenige Längen und Schwächen aufweist.

Anspieltipp(s): Anyone, Anywhere; Pitiless, Forgotten Hopes;
Vergleichbar mit: manchmal mit Porcupine Tree
Veröffentlicht am: 2.6.2011
Letzte Änderung: 2.3.2012
Wertung: 10/15
Ein schönes Album, aber wie mein Rezensentenkollege schon erwähnte, viel Prog findet sich nicht auf der Platte.

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Anathema

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 The Silent Enigma 12.00 1
1996 Eternity 12.00 1
1998 Alternative 4 10.50 2
2001 A fine day to exit 12.50 2
2003 A natural disaster 9.00 3
2006 A moment in time (DVD) 10.00 2
2008 Hindsight 10.00 1
2010 We're here because we're here 8.67 3
2011 Falling Deeper 7.00 1
2012 Weather Systems 9.67 3
2013 Universal 10.00 1
2014 Distant Satellites 10.40 5
2017 The Optimist 7.67 3

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum