SUCHE
Erweiterte Suche
NEUER LESESTOFF
Johann Sebastian Bach und die Rockmusik. Zitate, Paraphrasen, Bearbeitungen (25.4.2018)
ARCHIV
NEUE REZENSIONEN
25.4.2018
Cross & Jackson - Another Day
Mezz Gacano & Self-Standing Ovation Boskàuz Ensemble - Kinderheim
Piniol - Bran Coucou
Retroheads - Introspective
24.4.2018
Häx Cel - Häxcellent
23.4.2018
Piniol - Bran Coucou
22.4.2018
Holosud - Fijnewas Afpompen
Isildurs Bane - Off the Radar
WEEND'Ô - Time of Awakening
21.4.2018
Guru Guru - Rotate!
Sonar - Vortex
Sama Dams - Say It
Holger Czukay - Movies
20.4.2018
HeKz - Invicta
TesseracT - Sonder
19.4.2018
The Grandmothers of Invention - Live in Bremen
Robert John Godfrey - 70th Birthday Concert with The Enid. Live at Union Chapel
ARCHIV
STATISTIK
24550 Rezensionen zu 16784 Alben von 6538 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Galahad

Year Zero

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002 (Remasterte Wiederveröffentlichung als Doppel-CD (Album plus Live-CD) 2012)
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Neoprog; sonstiges
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Stuart Nicholson Vocals
Roy Keyworth Guitars
Spencer Luckmann Drums
Dean Baker Keyboards
Neil Pepper Bass

Gastmusiker

John Wetton Vocals, Backing Vocals
Jonathan Prentice Baritone & Tenor Voices
Lorraine Rowan Soprano & Alto Voices
Nicki Clewlow Soprano & Alto Voices
Sarah Quilter Flute, Sax, Clarinet, Vocals
Rob Booth Trumpet

Tracklist

Disc 1
1. Year Zeroverture 4.45
2. Belt Up 3.48
3. Ever The Optimist 3.43
4. The Charlotte Suite 1.07
5. Haunted 4.21
6. Democracy 9.52
7. Baroque And Roll Dementia 2.26
8. A Deeper Understanding 3.51
9. The Jazz Suite 1.42
10. Take A Deep Breath And Hold On Tight 1.36
11. Hindsight 1 - Piano And Clarinet 2.14
12. Hindsight 2 - A Very Clever Guy Indeed 5.41
13. The September Suite 3.45
14. World Watching 2.25
15. Deceptive Vistas / Postscript - Perspective 4.44
Gesamtlaufzeit56:00
Disc 2
1. Year Zero Parts I-IV 13:33
2. Year Zero Part V 4:28
3. Year Zero Parts VI-X 14:59
4. Year Zero Parts XIii & XIV 10:57
5. Richelieu's Prayer 8:42
Gesamtlaufzeit52:39


Rezensionen


Von: Dennis Egbers @ (Rezension 1 von 2)


"Year Zero" ist ein äußerst merkwürdiges Album, das sich stilistisch schwer festlegen läßt und in einigen Partien fast schon wild von Stil zu Stil hüpft. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen liebe ich dieses Album - wobei ich mir selber nicht im klaren bin, warum. Einzig bei der Suite von Track 11 bis 15 vermag ich so etwas wie objektive Gründe dafür zu erkennen. Naja, egal, ich versuche mal, das Album von Beginn an zu besprechen.

Zu Beginn ertönen erstmal sphärische Klänge und leichtes Gesäusel aus den Lautsprechern, die eher an New-Age-Gedudel als an Prog erinnern, bevor dann ein technomäßiger Abschnitt beginnt, der abrupt in einen relativ typischen NeoProg-Part übergeht (aber immer noch mit deutlichen Synthieversatzstücken). Und, heppa, nächster Track, wieder ruhiger Beginn, dann dräuendes Keyboard übergehend in einen Gitarrenschrammelpart unterlegt mit (wohl absichtlich) monotoner Schlagzeugarbeit. Danach dann (endlich) der Übergang in halbwegs gewohnte "alte" Galahad-Gefilde, allerdings endlich mal mit hörbarer Gitarre, mit Gesang zuerst von Stu Nicholson (wie immer sehr schön) und dann John Wetton, der sich anhört, als hätte er vor der Aufnahme mehr gesoffen als Lemmy von Motörhead in seinen schlimmsten Zeiten...

Die Beschreibung der restlichen Songs bis einschließlich Track 10 spare ich mir mal, im Grunde genommen wird weiter wild und doch für mich ungemein faszinierend zwischen verschiedenen Musikstilen wechselt. Teilweise wirklich nahe am Rand der Selbstkarikatur, aber eben nur nahe, niemals wird dieser Rubikon überschritten. Bis hierhin mag ich dieses Album eigentlich schon, wenn ich auch wie schon erwähnt keinen blassen Schimmer habe, warum. Gut ich mag den NeoProg Marke Galahad, aber eigentlich kann ich weder mit Techno noch mit Trance noch mit NewAge viel anfangen, also muß ich meine Wertung hier mit großen Fragezeichen versehen. Nichtsdestotrotz verlasse ich mir auf mein Gefühl, daß mir sagt, daß das hier zwar völlig krank und abgefahren ist, mir aber subjektiv (eine objektive Bewertung würde ich hier nicht mal versuchen) sehr gefällt.

Gott sei dank wird es bei der abschließenden Suite etwas einfacher für mich, eine Wertung abzugegeben. Denn das ist einfach nur hochmelodischer, fast schon schwülstiger und teilweise orchestraler NeoProg, den man von Galahad schon von früheren Alben kennt. Allerdings meiner Meinung nach nicht in dieser Qualität, denn das, was da aus den Boxen quillt, hält locker mit dem stärksten mit, was Galahad je gebracht haben. Für mich ist dieser Abschluß locker 14, vielleicht sogar 15 Punkte, wert. Selbst Leute, die eigentlich nicht mit NeoProg anfangen können, könnten da dran Gefallen finden.

Nun, was will man für ein Fazit aus dieser Besprechung respektive diesem Album ziehen? Mir drängt sich der Gedanke auf, daß Galahad einfach das gemacht haben, worauf sie Lust und Laune hatten. Egal - mir macht das Album Spaß, ja es fasziniert mich sogar teilweise und die Schlußsuite ist über jeden Zweifel erhaben. Und zudem wagen Galahad etwas, was momentan die wenigsten NeoProg-Bands wagen, sie wiederholen sich nicht stupide selbst und versuchen zumindest (für mich erfolgreich) ihre Musik zu entwickeln.

Anspieltipp(s): Year Zeroverture/Belt Up (Toleranztest), Hindsight Suite
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.8.2003
Letzte Änderung: 27.9.2011
Wertung: 12/15
versehen mit einigen Fragezeichen, aber subjektiv für mich richtig

Zum Seitenanfang

Von: Harald Schmidt @ (Rezension 2 von 2)


Gab es 2003 Fragezeichen, wohin Galahad denn nun wollen, hat sich das in der letzten Dekade deutlich gezeigt und somit weiß man heute, dass Galahad einen sehr genauen Plan verfolgt haben, indem sie ihren einst klassischen Neo-Prog zunehmend mit artfremden Stilmerkmalen versehen haben. Ganz vorne stehen dabei die vielen Keyboardexperimente im Techno- oder Trance-Style. Ich bleibe dabei, dass dies bisher keiner anderen Band besser gelungen ist.

Nachdem das Album über einige Jahre kaum zu bekommen war, nutzen Galahad die Wiederveröffentlichung dieser CD gleich in zweifacher Hinsicht: Man poliert klanglich etwas nach und spendiert dem Hörer eine Bonus-Live-CD. Schön auch, dass man auf dem Cover nun den Band- und Albumnamen entdecken darf und das Werk als Klapp-Digipack eine edle Aufmachung erhält.

Klanglich hat dieses Album leider auch nach dem Remastering und einer gewissen Verbesserung noch immer hörbare Schwächen, was umso mehr verwundert, als der Vorgänger Following Ghosts deutlich professioneller klang. Die Drums bleiben flach und kraftlos, Gesang oder Flöte hingegen klingen präsent und klar - insgesamt fehlt dem Album schon die klangliche Ausgewogenheit und so fallen die Schwächen merklich auf.

So mäßig die Scheibe klingt, musikalisch ist sie umso beachtlicher: Ein ätherisches Mellotron- und Flötenintro und Geflüster unter das sich pumpende Synthieloops mischen, die bald komplett das Geschehen bestimmen und mit Percussion versetzt werden, um nach 3 Minuten doch in das Galahad-typische Arrangement im Neo-/Retro-Stil zu münden. Dieses Wechselspiel durchzieht das gesamte Album und wird unterstützt durch viele ineinander übergehende Stücke, so dass ein echter Flow im Stil eines Konzeptalbums entsteht. Die modernen Ansätze, die auf Sleepers noch zart ausgeprägt waren, auf Following Ghosts stärker wurden, wirken auf Year Zero erstmals in kompositorischer Hinsicht wirklich geschlossen und integriert. Netterweise bekommt man weiterhin viele schöne Gitarrensoli, die durch massive Mellotronchöre aufgebrezelt werden und auch die heute seltener zu findenden klassischen Keyboardsoli sind vertreten. Selbst wenn die Keyboards im Hintergrund agieren, werden sie permanent sehr aktiv bedient. Das schöne Wechselspiel aus Uptempo-Abschnitten und majestätisch-elegischen Solopassagen als ganz klassisches Prog-Merkmal wird von Galahad geradezu zelebriert.

Entscheidender Kauffaktor für Inhaber der Original-CD ist die Bonus-Live-CD, die den größten Teil des Albums in einer seiner seltenen Bühnen-Performances in rauer Live-Atmosphäre bietet. Somit ist das ein interessantes Zeitzeugnis, welches belegt, dass Galahad auch live den Mix aus Neo-Prog und modernen Experimenten gut rüberbringen konnten.

Musikalisch ist das Paket klasse, die Produktion ist leider schwach – am liebsten wäre mir eine Neueinspielung mit den klanglichen Mitteln von Battle Scars oder Beyond The Realms… gewesen. Trotzdem schön, dass Year Zero wieder da ist!

Anspieltipp(s): Man hört durch...
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.2.2013
Letzte Änderung: 11.2.2013
Wertung: 11/15
Tolle Neuauflage mit Live-CD, aber Punktabzug für die schwache Produktion

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Galahad

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 Nothing Is Written 9.00 1
1993 In A Moment Of Complete Madness 11.00 1
1995 Sleepers 9.00 1
1997 Other Crimes And Misdemeanours II 4.00 1
1998 Following Ghosts 9.00 1
2001 Other crimes & misdemenaours III 6.00 1
2006 Resonance - Live In Poland (DVD) 12.00 1
2007 Empires Never Last 12.50 2
2009 Sleepless in Phoenixville - RoSfest Live 2007 10.00 1
2012 Whitchurch 92/93 - Live Archives Vol 2 7.00 1
2012 Battle Scars 10.00 3
2012 Beyond The Realms Of Euphoria 13.00 1
2014 Seize the Day (EP) 9.00 1
2014 Mein Herz brennt (EP) 9.00 1
2015 When Worlds Collide 12.00 1
2017 Seas Of Change 12.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum