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Pendragon

"Once Upon A Time In England" Volume 1

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999 (Aufnahmen von 1978 bis 1988)
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: Pendragon Toff Records
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Nick Barrett lead vocals, guitar, keys
Nigel Harris drums, lead vocals on "Dream Of Tomorrow"
Peter Gee bass, rhythm guitar
John Barnfield keys

Gastmusiker

Clive Nolan piano on "The Pleasure Of Hope (piano / vocal version)"
Robert Dalby bass
Julian Baker rhythm guitar, lead vocals on "Melody"

Tracklist

Disc 1
1. The Pleasure Of Hope 03:49
2. Insomnia 04:17
3. Armageddon 06:13
4. Dawn In Vienna 02:16
5. The Pleasure Of Hope   (piano / vocal version) 02:49
6. Catch Me If You Can 04:50
7. Melody 03:35
8. Dead Stop 04:07
9. Deja Vue 04:38
10. Dream Of Tomorrow 04:40
11. Stan And Ollie   (live) 10:19
12. Loving The Stranger 03:24
13. Eye For An Eye 03:47
14. Is This Life? 04:30
Gesamtlaufzeit63:14


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Achtung! Leser, die Neoprog im allgemeinen und Pendragon im besonderen nicht mögen, brauchen hier nicht weiterlesen! Wenn doch, dann sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt ;-)

"Once Upon A Time In England" ist eine Sammlung bislang unveröffentlichter Pendragon-Songs fast ausnahmslos aus der Zeit vor den ersten offiziellen CDs der Band. Und wer braucht denn so etwas? Eigentlich alle, die sich für die Geschichte von Pendragon VOR Clive Nolan interessieren. Möglicherweise ist nämlich an den Vorurteilen gegen den guten Clive durchaus 'was dran, wenn man hört, was Pendragon in einer anderen Besetzung für Musik gemacht haben. Zumindest hier auf der "Volume 1" der verschollenen Aufnahmen zeigt sich die Band ein Stück weit eigenständiger als auf den späteren Alben (allerdings trübt schon die "Volume 2" diesen Eindruck etwas, aber davon ein ander Mal...). Man muss aber den meisten Songs neben der pendragon-typischen Melodienseeligkeit auch eine gewisse Nähe zur Pop-Musik oder gar AOR-ähnlichen Klängen konstatieren, was für manchen Hörer etwas schwierig zu geniessen sein dürfte.

Die klangliche Qualität der Aufnahmen ist teilweise nicht so toll. Das liegt daran, dass es in den seltensten Fällen wirklich professionelle Studio-Aufnahmen sind. Vieles wurde im Heimstudio auf 4- oder 8-Spur-Maschinen durch die Band selbst aufgenommen und produziert.

Die Songs unterteilen sich in 3 Kategorien: Aufnahmen mit dem damaligen Pendragon-Line Up (Nick Barrett, logischerweise, und Peter Gee sind heute noch dabei), Aufnahmen, die allein von Nick Barrett bestritten werden und (ältere) Aufnahmen, in denen Julian Baker (ein alter Freund von Nick Barrett), die Band als Rhythmus-Gitarrist und teilweise als Sänger verstärkte.

Titel der ersten Kategorie sind die Tracks "The Pleasure Of Hope", "Insomnia", "Armageddon", "Dead Stop", "Deja Vue", "Stan And Ollie" und "Is This Life?". Diese Aufnahmen entstanden alle zwischen 1980 und 1983. Teilweise ist hier noch Rob Dalby am Bass zu hören, Peter Gee spielt dann Rhythm-Guitar. Alle diese Titel klingen den heutigen Pendragon schon sehr ähnlich. Geboten werden schöne Melodien getragen von perlenden Keyboard-Sounds, die für die 80er erstaunlich unpeinlich daher kommen. Nick Barrett singt meistens angenehm, seine eher dünne Stimme stört hier eigentlich nicht. Einige Songs tauchen in ziemlich seichte Pop-Gefilde ein, als Negativ-Beispiele seien hier vor allem "Deja Vue" und "Is This Life?" genannt. Die Band wollte sich damit wohl bei Plattenfirmen für einen Vertrag empfehlen, wie Nick Barrett im Booklet freimütig zugibt. Er selbst kann wohl heute auch nur noch den Kopf über solche Werke schütteln. Die anderen Titel sind aber wie gesagt schöner Neoprog, der noch dazu viel eigenständiger als auf späteren Pendragon-Scheiben daher kommt. Es sind sogar ein paar kleine Highlights darunter, wie z.B. "The Pleasure Of Hope", welches sich nach einem fulminanten Keyboard-Intro zu einer richtigen Neoprog-Hymne auswächst. "Armageddon" leidet leider unter einem sehr schlechten Sound, kommt aber dem Titel angemessen sehr dramatisch und bombastisch daher. Einige überraschende Wendungen und teilweise geradezu heavy Gitarren lassen diesen Song zu einem der interessantesten Pendragon-Stücke werden, die ich kenne. Die Live-Qualitäten der damaligen Pendragon-Besetzung werden eindrucksvoll in dem fast schon rockigen Knaller "Stan And Ollie" demonstriert. Auch wieder sehr schöne Keys... eigentlich schade, dass John Barnfield nicht mehr der Keyboarder von Pendragon ist.

Die "Solo"-Aufnahmen von Nick Barrett entstanden 1987 / 88, als die Band anscheinend gerade "auf Eis" lag. Durchaus nett anzuhörende Fingerübungen, die leider auch unter sehr schlechtem Klang leiden. Auch die Soundauswahl wie auch das Drumcomputer-Programming ist nicht immer geschmackssicher. Interessant sind hier die "Piano / Vocal"-Version von "The Pleasure Of Hope" mit Clive Nolan am Piano und einer sehr guten Gesangsleistung von Nick Barrett, sowie "Eye For An Eye", welches mit seiner Mischung aus Asia und Bon Jovi gut die damaligen Absichten von Nick Barrett dokumentiert. Kommentar Barrett im Booklet: "...we kind of flipped out there for a while! Good job we came back with The World album..."

Die ältesten Aufnahmen sind von 1978. Hier verstärkte noch Julian Baker, ein Freund von Nick Barrett (damals so um die 16, 17 Jahre alt!), der schon ein paar Erfahrungen im Musik-Biz gemacht hatte, die Band. Baker singt auch auf einem Track, aber nicht wirklich besser als Barrett. Diese Songs ("Catch Me If You Can", "Melody", "Dream Of Tommorrow") sind die schwächsten auf dem Album. Hier schwanken Pendragon unentschlossen zwischen Pop-Musik, Schnulze und Kaffeehaus-Musik, wenn man so will. Einzig "Dream Of Tomorrow", gesungen von Schlagzeuger Nigel Harris (auch kein Gesangsheld), hat ein bisschen Drive, aber ist auch keine Offenbarung.

Fazit: Eine interessante Compilation für Fans, vor allem wegen der durchaus unterhaltsamen Aufnahmen der "ersten" Pendragon-Stammformation.

Anspieltipp(s): The Pleasure Of Hope, Armageddon, Stan And Ollie
Vergleichbar mit: späteren Pendragon ;-))
Veröffentlicht am: 4.10.2003
Letzte Änderung: 20.1.2004
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pendragon

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1985 The Jewel 9.00 2
1986 9:15 Live 8.00 1
1988 Kowtow 8.00 1
1991 The rest of 4.00 1
1991 The World 7.50 2
1993 The very very bootleg 4.00 1
1993 The Window Of Life 9.00 4
1994 Fallen Dreams and Angels 6.50 2
1995 Utrecht...The final frontier 7.00 1
1996 The Masquerade Overture 10.50 2
1996 As Good As Gold 7.00 1
1997 Live in Krakow 1996 7.00 1
1999 "Once Upon A Time In England" Volume 2 4.00 1
2000 The History: 1984-2000 8.00 1
2001 Not of this world 9.50 2
2002 Acoustically challenged 7.00 1
2005 Believe 6.75 4
2006 And Now Everybody To The Stage... (DVD) 11.00 1
2007 Past And Presence (DVD) 11.00 1
2008 Pure 9.00 4
2009 Concerto Maximo (DVD) 9.00 1
2011 Passion 8.00 4
2012 Out Of Order Comes Chaos (DVD) 9.00 1
2013 Out of Order Comes Chaos 9.00 1
2014 Men Who Climb Mountains 9.67 3
2017 Masquerade 20 (DVD) 10.00 1

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