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24730 Rezensionen zu 16926 Alben von 6591 Bands.
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Mostly Autumn

Passengers

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: Folk; Melodic Rock / AOR; RetroProg
Label: Classic Rock Legends
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Bryan Josh vocals, guitars
Heather Findlay vocals, bodhran, tambourines
Iain Jennings keyboards, backing vocals
Angela Goldthorpe flute, recorders, backing vocals
Liam Davison guitars
Andy Smith basses
Jonathan Blackmore drums

Gastmusiker

Troy Donockley whistles, pipes, bazouki
Chris Leslie violin
Marissa Claughan cello
Damian Wilson backing vocals
Mark Atkinson backing vocals

Tracklist

Disc 1
1. Something in between 3:52
2. Pure white light 4:33
3. Another life 4:37
4. Bitterness burnt 4:57
5. Caught in a fold 3:52
6. Simple ways 6:14
7. First thought 4:47
8. Passengers 6:06
9. Distant train 4:50
10. Answer the question 5:02
11. Pass the clock   (Part 1) 2:41
12. Pass the clock   (Part II) 5:50
13. Pass the clock   (Part III) 3:39
Gesamtlaufzeit61:00


Rezensionen


Von: Henning Mangold @ (Rezension 1 von 2)


Wenn ich an diese Band denke, vergleiche ich gern das, was sie in letzter Zeit gemacht haben, mit dem, was ihre Prog-Pink-Folk-Fans so alles hätten erwarten können:

Da waren sie für drei lange und gehaltvolle Alben bei Cyclops, wurden in der Progpresse schon fast über Gebühr gelobt, dann wechselten sie angesichts zunehmenden Erfolgs zum Label "Classic Rock Legends", von wo aus sie nacheinander alles Mögliche auf den Markt schmissen – darunter eine "Anthologie" mit Neuaufnahmen bisheriger Songs, die wohl sehr lückenhaft gewesen sein muss, wurde sie doch sofort durch eine "komplette" Anthologie auf 2 CDs ersetzt. Dazu gab's mindestens drei Livealben, eine DVD dazu, dann ein Tolkien-Album passend zur Film-Hysterie. Und nun? Nun kommt einfach mal ganz nebenbei ein "richtiges" neues Album raus (Promos dazu gibt's schon seit Monaten, aber bis zum Veröffentlichungstermin musste es freilich erst Herbst werden – das ist man dem Bandnamen wohl schuldig).

Kein Wunder, dass ich mit sehr großer Skepsis an diese Scheibe rangegangen bin. Wenn ich bloß an dieses CRL-Label denke: andere Firmen stöbern ja auch gelegentlich in Rumpelkammern, aber dieser Verein schafft es obendrein, sich seine eigenen Rumpelkammern ganz bewusst erst anzulegen, wahrscheinlich um dann später darin zu stöbern – siehe deren Emissionsmenge von Uriah-Heep-Recycles sowie diese vielen DVDs diverser Bands mit Roger-Dean-Covern. Und ausgerechnet die sollen der passende Umgang für Mostly Autumn sein?

Also rein mit der Scheibe und Schluss mit pessimistischen Hochrechnungen. Was soll ich sagen: Der Opener enttäuscht mich schon gleich – Folk-Pop, locker, flockig, rhythmisch (obwohl die nicht-vokalen Teile schon wieder ganz gut rüberkommen). Aber das wird mühelos getoppt: Track 2 ist viel schlimmer – wichtigtuerischer Flüster-Grummel-Gesang mit U2-Gitarre, einfach nur schrecklich. Dann dachte ich: "Wetten, dass jetzt 'ne Schnulze kommt?" – Kommt auch, aber immerhin eine mit floydiger Orgel. Darauf folgt eine fast reinrassige Folk-Stilübung von Heather Findlay zum Gedenken an ihren früh verstorbenen Vater. Ja, und dann?

Und dann wird's richtig gut, ausgerechnet dann, wenn ich dem Teil schon nichts mehr zutraue: "Caught in a fold" ist auch von Findlay (!) und hätte einen guten Tull-Rocksong abgeben können, ist auch mit Flöte und ansprechender Bauernrock-Rhythmik (und Heathers Stimme ist hier kräftig wie selten). Dann "Simple ways": ein echter Knaller – ruhig, geheimnisvoll-hypnotisch und bombastisch zugleich, hätte glatt auf "Last bright light" gepasst, vor allem wegen der instrumentalen zweiten Hälfte ist es das wohl beste Stück der CD. Auch das folgende "First thought" mit einer Gitarre, die an Marillion in der frühen Hogarth-Phase erinnert, ist ein hörenswerter Song, wenn auch vielleicht nicht ganz so wie das darauf angestimmte Titelstück "Passengers", das Piano-getragen beginnt und zum Schluss die volle Gilmour-Gitarren-Breitseite gibt; dann kommt sogar noch ein Instrumentalstück, geschrieben vom Keyboarder Jennings, ein rasanter Übergang von dort zum wieder poppigeren "Answer the question", das aber spannend aufgebaut ist und mit einem guten Piano zuschlägt, und zu guter Letzt ein dreiteiliger Abschluss des Albums.

Ja, und? Ist das nun eine positive oder negative Rezi? Ich sag's mal so: wenn ich so was lese wie "Die Band hat jetzt endlich ihren eigenen Weg gefunden" oder ähnlichen Schmus, dann denke ich nur: ihr könnt mir alle viel erzählen, aber ich sehe (und höre) es anders: was Mostly Autumn gefunden haben, ist eine Position am Scheideweg: sie stehen jetzt genau an dem Punkt, an dem sie ihren bisherigen Prog-Anspruch festhalten oder Gefahr laufen können, dass der Schatten von Blackmore's Nacht über sie fällt (diese fahrenden Sänger werden übrigens im Booklet mit Danksagungen bedacht). Ich halte mich nun zwar für keinen Pessimisten, frage mich aber, wann je eine Band den womöglich weniger lukrativen Weg gewählt hat...

Daher meine Empfehlung: wir sollten genießen, was es an diesem Album noch zu genießen gibt, und uns ansonsten schon vor dem nächsten Album fürchten. Aber das dauert noch: wetten, dass es vorher mindestens noch eine DVD, eine Best-Of, ein Livealbum und vielleicht einen Sampler mit Folk-Coverversionen geben wird...?

Anspieltipp(s): Caught in a fold; Simple ways
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.10.2003
Letzte Änderung: 1.3.2014
Wertung: 9/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 2)


Da hat mir doch Kollege Henning die "Passengers"-Rezi vor der Nase weggeschnappt... na ja, es hat etwas gedauert, bis ich, die in Deutschland leider nicht so ganz einfach erhältliche, neue CD von Mostly Autumn in Händen hielt. Auch wenn es als "Fan-Boy" (kaum eine Band hat mich in den letzten Jahren so schnell und nachhaltig erobert wie Mostly Autumn, ausgenommen vielleicht Porcupine Tree...) immer gefährlich ist, sich zu äussern, ich will trotzdem eine kleine Gegenmeinung zu Henning's Rezension schreiben. Zitat: "...„Die Band hat jetzt endlich ihren eigenen Weg gefunden“ oder ähnlichen Schmus..." Ja, da fühle ich mich doch angesprochen...

...zuerst: Eigentlich teile ich (fast) alles, was Henning geschrieben hat, so werde ich das nicht wiederholen. Nur sehe ich es eben positiver. Auch die Tendenz zu überzogener Kommerzialisierung sehe ich sehr wohl und finde es schade. Aber da muss man ja nicht alles mitmachen.

Was ich anders sehe: Die CD wird schon ab dem dritten Track gut, ab da werden Fans und solche, die es werden wollen gut bedient. Ab Track 5 werden dann alle, die gute, atmosphärische Musik lieben gut bedient. Das Album beginnt mit einem fast schon Mostly Autumn-typischen Gimmick, in dem vor dem eigentlichen Beginn von "Something In Between" einige Sekunden das ausklingende "Mother Nature" von "The Last Bright Light" erklingt. Ein "Link" zwischen den Studioalben wurde schon zwischen den ersten beiden Alben benutzt. Überhaupt gibt es durchweg die typischen Mostly Autumn-Trademarks zu hören: floydige Gitarren, melodische bis neoproggige Keyboard-Passagen, "Engelsgesang" von Heather, folkige Parts usw...

Schwächen gibt's aber auch: Es stimmt schon, ein bisschen sind Mostly Autumn wieder von Pfad abgekommen. Insgesamt sind auch die starken Titel des Albums etwas schwächer, als die Songs auf den vorangegangen Alben. Es hat also leider keine Weiterentwicklung stattgefunden. Und mit "Something In Between" (zwar schon ein typischer Bombast-Rocker, aber ziemlich nah am AOR-Mainstream) und dem sehr eigenwilligen, vielleicht nicht ganz gelungenem Experiment "Pure White Light" sind zwei eher schwache Songs ausgerechnet die Opener. Aber andererseits hat es ja gute Tradition, dass sich Mostly Autumn-Alben von Beginn zum Ende steigern...

Ist das nun eine gute oder schlechte Rezi? fragt sich Henning, ich sage: Daumen hoch!

Anspieltipp(s): Caught In A Fold, Distant Train
Vergleichbar mit: den bisherigen Mostly Autumn-Studioalben ;-)
Veröffentlicht am: 24.10.2003
Letzte Änderung: 26.5.2004
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mostly Autumn

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 For All We Shared 10.00 1
1999 The Spirit Of Autumn Past 12.00 1
2001 The Last Bright Light 12.00 1
2001 The Story So Far 9.00 1
2001 (Music inspired by) The Lord Of The Rings 10.00 1
2001 The story so far (DVD) 9.00 1
2003 The next chapter (DVD) 5.00 1
2003 At the Grand Opera House (DVD) 10.00 1
2004 Pink Floyd Revisited (DVD) 12.00 1
2004 The V-Shows (DVD) 10.00 1
2005 Storms Over Still Water 8.00 1
2006 Storms Over London Town 8.00 1
2006 Heart Full Of Sky 10.00 3
2008 Glass Shadows 7.00 2
2010 Go well Diamond Heart 8.00 1
2012 The Ghost Moon Orchestra 5.00 1
2017 Sight of Day 8.00 1

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